Lehrer-Schüler-Eltern

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Gleichzeitig ist ja auch die Rolle der Lehrer hier der wesentliche Punkt..Es soll ja nicht heißen, uniform und Punkt. Man soll die Kinder ja auch auklären warum dies der Fall ist und solch eine Aufklärung dient am besten, wenn alles einheitlich ist, denke ich.

Stimmt, das sehe ich genau so. Und was das Mobben auf dem Schulhof betrifft: klingt vielleicht seltsam, aber da würde sich mir auch die Frage stellen, was die Schule bei solchen Vorfällen eigentlich generell unternimmt. Zum Glück gibt es mittlerweile etliche Schulen, die das Thema sehr, sehr ernst nehmen und auch angemessen (sowohl präventiv als auch sonst) damit umgehen.

Chayenne, ich wollte Dich nochmal fragen: Was meinst Du genau mit "Macht" der Eltern?

Ich frage deswegen, weil ich Elternvertreterin bin und da tendenziell in einem gewissen Spagat. Einerseits sehe ich genau, wie engagiert und fair sich etliche Lehrkräfte verhalten, aber wenn es (was zum Glück nicht allzu häufig passiert) mal zu einem echten Konflikt kommt, sitzt die Schule eigentlich grundsätzlich am längeren Hebel.

Auf dem Papier haben Eltern natürlich ein gewisses Mitspracherecht. Aber was nützt das, wenn sie im Zweifel nur den Eindruck haben, dass ihre Mitwirkung vorwiegend als Begleitung für Klassenausflüge, Basar-Vorbereitung, Geld sammeln für den Schulverein etc. und ansonsten gar nicht erwünscht ist?

Du wirst lachen, aber ich kenne genügend Eltern, in der Klasse meines Sohnes sind es eigentlich fast alle, die den Teufel täten, sich in Schulbelange "einzumischen", sprich: auch mal eine kritische Nachfrage zur Notengebung oder z.B. zur Tatsache zu stellen, dass der Mathe-Unterricht wegen Erkrankung des Fachlehrers seit Monaten nur sehr sporadisch stattfand. (Dafür wurden dann halt überwiegend andere Fächer unterrichtet.) Natürlich machen sie sich Luft, schon klar, ... aber gegenüber der Schule? Eher nicht. Eher überwiegt die Befürchtung, es könne ja aufs eigene Kind zurückfallen.
Als Mutter finde ich das sehr, sehr verständlich. Als EV kann ich nur versuchen, solchen Ängsten die Spitze abzubrechen und, falls gewünscht, quasi als "Pufferzone" an Eltern-Lehrer-Gesprächen teilnehmen. Was dann aber von manchen Lehrkräften auch schon wieder als "Misstrauensvotum" gesehen wird (auch wenn sie wortreich das Gegenteil versichern) - obwohl sie selbst Mutter oder Vater des betreffenden Kindes nur im Beisein einer weiteren Kollegin oder eines Kollegen zum Gespräch bitten.

lg
anouk
 
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An meiner Schule spielen viele Kinder im selben Verein Fussball, sie tragen fast täglich den selben Pullover, weil sie so den anderen zeigen, dass sie "Fusi-Kameraden" sind! ;-)

Hahaha... ! :-D Kommt mir sehr bekannt vor. Und die Kluft kann man bei "Müffelalarm" nur gegen erbitterten Protest quasi aboperieren, um sie über Nacht hastig durchzuwaschen (Kommentar dazu: ".. und wehe, morgen früh ist es nicht trocken!!"). :)
 
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Hahaha... ! :-D Kommt mir sehr bekannt vor. Und die Kluft kann man bei "Müffelalarm" nur gegen erbitterten Protest quasi aboperieren, um sie über Nacht hastig durchzuwaschen (Kommentar dazu: ".. und wehe, morgen früh ist es nicht trocken!!"). :)

und wir hatten die nato-jacken, im wínter, die jeansjacken mit der obligatorischen haarbürste, oben in der tasche...
dazu die jeans hochgekrempelt und stiefel an..

die natojacke durfte ebenfalls unter keinen umständen gewaschen werden!!! ;-)
 
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Chayenne, ich wollte Dich nochmal fragen: Was meinst Du genau mit "Macht" der Eltern?
Bei uns ist das leider mittlerweile schon zum "Elternbreitensport" geworden, dass sich Elter ganz massiv einmischen.
Es sind vorallem (eigentlich ausschließlich) die Eltern der nicht-deutschen Kinder, wobei das bei rund 75% Anteil ja nicht schwer ist! ;-)

Ein Beispiel:
Ich hatte einen türkischen Jungen, der DEFINITIV an einer regulären Grundschule überfordert war.
Kaum hatte ich das ausgesprochen, hatte ich nicht nur die Mutter "am Hals" sondern auch gleich noch einen Anwalt dazu! Es war unglaublich, was ich mir für Beleidigungen von den beiden anhören musste! Durch das Einmischen des Anwalts wurde letztenendes verhindert, das der Junge in eine Sonderschule gehen muss. Allerdings schickte sie ihn auf eine andere Grundschule... das war vor einem Jahr, mittlerweile geht er nun doch auf eine Sonderschule.

Anderes Beispiel:
Ein marokkanisches Mädchen soll sitzenbleiben. Deutsch 5, Mathe 5! Leider reicht das heute nicht mehr aus! Es müsste schon 3 Fünfer haben!
Das Gespräch mit den Eltern, das dazu dienen sollte ihnen klar zu machen, das ihr Kind in der nächsten Klassenstufe keine Chance mehr hat mitzukommen, hätte ich auch bleiben lassen können.... sie bleibt in´der Klasse, schreibt nur noch 5er und 6er, wird zunehmend in der Klasse ausgegrenzt... aber he! Die Eltern wissen schon was gut ist für die Kleine.

Und noch eins:
Horrorszenario eines jeden Lehrers: Der Übergang von der 4. in die 5. Klasse steht an. Ein Kind wird von mir für die Realschule vorgeschlagen, gerade so wohl gemerkt! Auch fanden im Vorfeld Gespräche mit den Eltern hierzu statt.
"Nein!", mein Kind geht auf's Gymnasium! Ok, das Kind könnte rein nach Noten das Gymnasium besuchen, ist aber von seiner Persönlichkeit her mit Sicherheit nicht in der Lage, diesem Druck stnad zu halten. Immerhin hab ich es 4 Jahre lang unterrichtet. Aber bitte, die Eltern wissen es besser! Jetzt, nach einem halben "Probejahr" wurde das Kind dann doch auf die Realschule abgestuft.

Bei uns an der Schule wird enorm viel mit Anwälten gestritten. Scheinbar ist es extrem schlimm für unsere "ausländischen" Eltern, wenn ein Kind sitzen bleibt oder die Schulform wechseln muss.
Wir haben da schon einen richtigen Informationsring unter ihnen, wer mit welchen Tricks und welchem Anwalt am meisten erreicht hat... das ist echt nicht übertrieben, es ist sie traurige Wahrheit!
 
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und wir hatten die nato-jacken, im wínter, die jeansjacken mit der obligatorischen haarbürste, oben in der tasche...
dazu die jeans hochgekrempelt und stiefel an..

die natojacke durfte ebenfalls unter keinen umständen gewaschen werden!!! ;-)
Bei uns waren es die Levis 501 und der obligatorische Benetton-Rucksack! Den gab's in rot, grün und schwarz.... schwarz war natürlich am coolsten! Wer den nicht hatte... ;-)
 
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Bei uns ist das leider mittlerweile schon zum "Elternbreitensport" geworden, dass sich Elter ganz massiv einmischen.
Es sind vorallem (eigentlich ausschließlich) die Eltern der nicht-deutschen Kinder, wobei das bei rund 75% Anteil ja nicht schwer ist! ;-)

Ein Beispiel:
Ich hatte einen türkischen Jungen, der DEFINITIV an einer regulären Grundschule überfordert war.
Kaum hatte ich das ausgesprochen, hatte ich nicht nur die Mutter "am Hals" sondern auch gleich noch einen Anwalt dazu! Es war unglaublich, was ich mir für Beleidigungen von den beiden anhören musste! Durch das Einmischen des Anwalts wurde letztenendes verhindert, das der Junge in eine Sonderschule gehen muss. Allerdings schickte sie ihn auf eine andere Grundschule... das war vor einem Jahr, mittlerweile geht er nun doch auf eine Sonderschule.

Anderes Beispiel:
Ein marokkanisches Mädchen soll sitzenbleiben. Deutsch 5, Mathe 5! Leider reicht das heute nicht mehr aus! Es müsste schon 3 Fünfer haben!
Das Gespräch mit den Eltern, das dazu dienen sollte ihnen klar zu machen, das ihr Kind in der nächsten Klassenstufe keine Chance mehr hat mitzukommen, hätte ich auch bleiben lassen können.... sie bleibt in´der Klasse, schreibt nur noch 5er und 6er, wird zunehmend in der Klasse ausgegrenzt... aber he! Die Eltern wissen schon was gut ist für die Kleine.

Und noch eins:
Horrorszenario eines jeden Lehrers: Der Übergang von der 4. in die 5. Klasse steht an. Ein Kind wird von mir für die Realschule vorgeschlagen, gerade so wohl gemerkt! Auch fanden im Vorfeld Gespräche mit den Eltern hierzu statt.
"Nein!", mein Kind geht auf's Gymnasium! Ok, das Kind könnte rein nach Noten das Gymnasium besuchen, ist aber von seiner Persönlichkeit her mit Sicherheit nicht in der Lage, diesem Druck stnad zu halten. Immerhin hab ich es 4 Jahre lang unterrichtet. Aber bitte, die Eltern wissen es besser! Jetzt, nach einem halben "Probejahr" wurde das Kind dann doch auf die Realschule abgestuft.

Bei uns an der Schule wird enorm viel mit Anwälten gestritten. Scheinbar ist es extrem schlimm für unsere "ausländischen" Eltern, wenn ein Kind sitzen bleibt oder die Schulform wechseln muss.
Wir haben da schon einen richtigen Informationsring unter ihnen, wer mit welchen Tricks und welchem Anwalt am meisten erreicht hat... das ist echt nicht übertrieben, es ist sie traurige Wahrheit!

Hm, ich würde wohl sicher keinen Anwalt mit der Schullaufbahn meines Sohnes beschäftigen, aber dass Sitzenbleiben und die "falsche" weiterführende Schule heute für die meisten Kinder und Eltern einer Katastrophe gleich kommt, ist halt so. Und ist wohl auch nicht besonders typisch für nichtdeutsche Eltern.

Und zur "Macht der Eltern" kann ich nur ein umgekehrtes Beispiel anführen (vielleicht ist es auch die Folge). Vor der ersten Disziplinarmaßnahme an meinem Sohn - seit einem halben Jahr stolzer Erstklässler - hat seine Lehrerin (die ich im übrigen sehr schätze) mich gefragt, was ich dazu sagen würde. Es ging schlicht darum, ihn woanders hinzusetzen, weil er den ganzen Tag seinen Nachbarn beschwatzt. Das war mir zu viel, weil ich denke, dass das einfach ihr Job ist.
 
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Anderes Beispiel:
Ein marokkanisches Mädchen soll sitzenbleiben. Deutsch 5, Mathe 5! Leider reicht das heute nicht mehr aus! Es müsste schon 3 Fünfer haben!

Bitte?? Kann es sein, dass das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist? Ich weiß nur, wie's in Schleswig-Holstein ausschaut. Und da wird zum Beispiel auch keine Empfehlung mehr fürs Gymnasium ausgesprochen, wenn das Kind in einem Hauptfach eine 3 hat. Ganz egal, wie gut es in allen übrigen Fächern da steht.

Zitat von Chayenne21:
Horrorszenario eines jeden Lehrers: Der Übergang von der 4. in die 5. Klasse steht an. Ein Kind wird von mir für die Realschule vorgeschlagen, gerade so wohl gemerkt! Auch fanden im Vorfeld Gespräche mit den Eltern hierzu statt.
"Nein!", mein Kind geht auf's Gymnasium! Ok, das Kind könnte rein nach Noten das Gymnasium besuchen, ist aber von seiner Persönlichkeit her mit Sicherheit nicht in der Lage, diesem Druck stnad zu halten. Immerhin hab ich es 4 Jahre lang unterrichtet. Aber bitte, die Eltern wissen es besser! Jetzt, nach einem halben "Probejahr" wurde das Kind dann doch auf die Realschule abgestuft.

Naja, das ist auch eine bescheuerte Entscheidung - für alle Seiten. Eigentlich finde ich den Wechsel auf die weiterführende Schule nach vier Jahren zu früh. Nach sechs Jahren, wie es z.B. in Berlin gehandhabt wird, fände ich es besser. Irgendwie ist es ein unglückseliger Zeitpunkt nach der 4. Klasse, zumal viele Kinder ausgerechnet dann von der persönlichen Entwicklung ziemlich im Umbruch sind. Und was den Druck auf dem Gymnasium betrifft, hast Du sehr recht, und sicher täten Eltern gut daran (und viele tun es auch), die Schularten-Empfehlung nicht einfach vom Tisch zu wischen.

Aber auch da ist das Mitspracherecht von Eltern, zumindest hier im Norden, inzwischen sehr eingeschränkt. Ohne die obligate Beratung an der empfohlenen Schulart kann man nicht davon abweichen, und Doppel-Abweichungen (also Hauptschulempfehlung und dann am Gymnasium eingeschult) gibt es - glücklicherweise, muss ich sagen - gar nicht mehr. Kinder, die entgegen der Empfehlung an der nächsthöheren Schulart eingeschult werden, stehen seitens der Lehrer verstärkt unter Beobachtung, sozusagen als bevorzugte Kandidaten für Schrägversetzungen, falls irgendwas schiefgeht. Entsprechend groß ist der Run auf die (wenigen) Gesamtschulen, die zwar auch nicht für jedes Kind das Optimum sind, aber da spielen sich nach den Halbjahreszeugnissen in der 4. Klasse teils regelrechte Dramen um die Verteilung der Plätze ab. Hier in der Stadt hat ein Elternpaar, dessen Kind trotz Härtefallantrags an einer recht beliebten Gesamtschule abgelehnt worden war, das Kind dann trotzdem unverdrossen in die betreffende Schule geschickt - Ergebnis: die Schulleitung untersagte dem Kind die Teilnahme am Unterricht und ließ es, ich glaube, sogar per Polizei, umgehend wieder nach Hause bringen. Totaler Hammer, ich wußte nicht, ob ich mich mehr über den Schulleiter oder die Eltern aufregen sollte. Aber solche Szenen können auch nur zustande kommen, wenn auf beiden Seiten eine gehörige Portion Sturheit im Spiel ist, und es allgemein schlicht zu wenig Ganztagsschulen gibt.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass das echte Chaos hier noch bevorsteht - wenn Haupt- und Realschulen, wie bereits beschlossen, zu Regionalschulen zusammengelegt werden. Scheint mir irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Arme Kinder, arme Lehrer, arme Eltern.

Zitat von Chayenne21:
Wir haben da schon einen richtigen Informationsring unter ihnen, wer mit welchen Tricks und mit welchem Anwalt am meisten erreicht hat... das ist echt nicht übertrieben, es ist sie traurige Wahrheit!

Tja, diese inoffiziellen Info-Börsen kenne ich.. aus der Zeit der herannahmenden bzw. bereits verteilten Schularten-Empfehlung. Allerdings nur so, dass die Eltern mehrerer betroffener Parallelklassen in einem verzweifelten Akt von Spökenkiekerei kollektiv überlegten, ob es nun sinnvoller sei, alle Kinder gemeinsam an der bevorzugten Schule anzumelden.. oder ob alle versuchen sollten, Härtefallanträge zu stellen (konnte ich z.B. nicht, Alleinerziehen ist kein anerkannter Härtefall-Grund).. oder ob man vielleicht schnell in die Nachbarschaft der betreffenden Schule zieht (kein Witz!)..
Ich hab's damals mit einem netten, persönlichen Brief an die Schulleitung probiert - no chance, abgelehnt. Aber bei einer Quote von 1:7 war das irgendwie absehbar. Etwas mehr als 700 Kinder waren angemeldet, exakt 99 haben sie genommen. Pech.

lg
anouk
 
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Und zur "Macht der Eltern" kann ich nur ein umgekehrtes Beispiel anführen (vielleicht ist es auch die Folge). Vor der ersten Disziplinarmaßnahme an meinem Sohn - seit einem halben Jahr stolzer Erstklässler - hat seine Lehrerin (die ich im übrigen sehr schätze) mich gefragt, was ich dazu sagen würde. Es ging schlicht darum, ihn woanders hinzusetzen, weil er den ganzen Tag seinen Nachbarn beschwatzt. Das war mir zu viel, weil ich denke, dass das einfach ihr Job ist.
Ja, ich denke, das ist eher ein Resultat daraus! Meine Kinder ziehen jeden Montag eine Karte und setzten sich an den entsprechenden Platz! Dort bleiben sie für eine Woche sitzen, dann wird wieder neu gezogen!
Erstens kommen mir so die Eltern nicht mehr mit: "Der soll aber nicht neben dem sitzen!" und die Kinder lernen, das sie mit allen Kindern der Klasse in Partnerarbeit arbeiten können, es müssen nicht immer die besten Freunde sein!
 
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Und zur "Macht der Eltern" kann ich nur ein umgekehrtes Beispiel anführen (vielleicht ist es auch die Folge). Vor der ersten Disziplinarmaßnahme an meinem Sohn - seit einem halben Jahr stolzer Erstklässler - hat seine Lehrerin (die ich im übrigen sehr schätze) mich gefragt, was ich dazu sagen würde. Es ging schlicht darum, ihn woanders hinzusetzen, weil er den ganzen Tag seinen Nachbarn beschwatzt. Das war mir zu viel, weil ich denke, dass das einfach ihr Job ist.

Das ist nicht nur ihr Job, sondern auch ihre alleinige Kompetenz. Ich hatte in der Grundschule mal einen ähnlichen Anruf von einer Sportlehrerin, die mir im Nachhinein erklärte, dass und warum sie meinem Knaben zwischenzeitlich eine Auszeit auf der Bank verordnet hatte. Er hatte schlicht Blödsinn gemacht und mit Klassenkameraden rumgekaspert, während sie was erklärte, und die Ohren anhaltend auf Durchzug gestellt. Pech, da gibt's halt 'ne Auszeit. Und die hätte es in vergleichbarem Fall auch zu Hause gegeben.
 
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Liebe Chayenne und alle,

das Thema wäre eigentlich einen eigenen Thread wert, aber trotzdem: Kann mir jemand vielleicht mal die Frage beantworten, warum Schulen in Deutschland zu nachtschlafender Zeit mit dem Unterricht anfangen?

Jeden Morgen das gleiche Spiel: Kind will länger schlafen, Mama könnte länger schlafen, aber nein, die Schulglocke schrillt erbarmungslos um 7.30 Uhr. Jeden Tag, den der liebe Herrgott werden lässt. Warum? Warum nicht einfach 8.30 Uhr? In anderen Ländern geht's doch auch, ohne dass deswegen gleich die Volkswirtschaft zusammenbricht?

Im Übrigen haben die bei Pisa auch besser abgeschnitten, mich persönlich wundert das gar nicht: Welches heranwachsende Kind, bitteschön, ist in der 1. Stunde bereits so top-fit, dass es sich problemlos auf den Unterricht konzentriert? Das natürliche Leistungshoch setzt doch im Allgemeinen erst später ein? Oder sehe ich das falsch? Gibt's in Deutschland wirklich nur Lerchen und keine Nachtigallen?
Bitte um Trost, Aufklärung, Beistand .. nicht nur von Betroffenen.. dringend.. :?

Miau..

anouk (die sich jetzt gerade den nächsten Kaffee aufsetzt)


ps Bitte, wer jetzt auf die Idee kommt, das alles mal locker-flockig in die Schulkonferenz einzuspeisen, hat noch nie die hochgezogenen Augenbrauen passionierter Frühaufsteher gesehen, die allein schon die Frage als Insubordination und versuchte Anstiftung zur Anarchie werten. Bestenfalls lächeln sie ein wenig herablassend, als habe man das Spiel nicht verstanden. Ach!, es ist zum ... !!! :evil:
 
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