Mal über Erdoğan plaudern

Opposition plant Antrag vor dem Verfassungsgericht
CHP will Amtsenthebungsverfahren gegen Erdoğan beantragen

Zu den Gründen für die Initiative der CHP äußerte Pekşen sich ebenfalls: „Das Wichtigste ist, dass wir diesen Mann loswerden. Die Medien wollen ihn loswerden, die Wirtschaft will ihn loswerden, die Bürokratie will ihn loswerden, die Justiz ächzt unter seinem Druck. Jeder will, dass dieser Mann geht und das Land aufatmet.“ Pekşen fügte hinzu, dass die Türkei weder im Innen- noch im Außenpolitik zur Ruhe finden werde, solange Erdoğan an der Macht ist.

http://www.dtj-online.de/chp-will-amtsenthebungsverfahren-gegen-erdogan-beantragen-73233


Und wie siehst du die Erfolgsaussichten?

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Allerspätestens mit Erdoğans konfrontativer Außenpolitik und seiner vermessenen „Entweder die PYD oder wir“-Haltung gegenüber den Amerikanern im Syrienkonflikt hat er sich jedoch vollends von den USA und anderen Verbündeten entfremdet und die Türkei isoliert. Gäbe es nicht die Flüchtlingskrise, würde im Westen wohl kaum noch jemand auf Augenhöhe mit der Türkei reden. Und so kommt es, dass Obama den sonst so stolzen Erdoğan vorführt, indem er ihn bis zum letzten Moment darüber im Unklaren lässt, ob er sich zu einer Audienz mit ihm herablässt.
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1. Das mit PYD sehe ich nicht so. Die verschiedenen Lager sind doch nicht unerwartet entstanden. Klar, dass jeder seine eigenen Interessen verfolgt. Das wird nicht gleich eine Freundschaft zerstören. Und das RTE sich für wichtiger hält als er in der Welt ist, das ist was anderes. Immerhin hat ein Obama auch wichtigeres zu tun, als sich mit ihm zu treffen, wenn da nichts geplant war, dann wird es eben schwer den Terminplan eines Obama zu ändern. Bei den Türken heißt das, die Rechnung von zu Hause ging auf dem Markt nicht auf. (Evdeki hesap çarşıya uymaz.)

2. Auch Europa verhandelt nicht erst seit der Flüchtlingskrise. Augenhöhe war auch vorher schon da, denn immerhin sind Europa und die Türkei Wirtschaftspartner.

Fazit:
Man kann es so sehen oder so. Alles eine Sache der Auslegung.

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Aber auf internationaler Bühne viel entlarvender: Erdoğans Umgang mit der Presse- und Meinungsfreiheit. Bereits Anfang der Woche wurde er – spätestens seit einem Bericht der New York Times auch weltweit – zum Gespött, als das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter einbestellen ließ, um sich wegen eines zweiminütigen Satireclips zu beschweren. Die türkischen Behörden haben allen Ernstes die Löschung des extra3-Videos verlangt.

Abgesehen von der innenpolitischen Instrumentalisierung des Vorfalls muss man fragen: Was um Himmels Willen wollte die türkische Regierung damit erreichen? Herrscht im türkischen Außenministerium etwa so wenig Sachkompetenz, dass man wirklich glaubte, mit dieser Forderung erfolgreich sein zu können? Dass der deutsche Botschafter in Deutschland anruft und veranlassen kann, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender einen bestimmten Beitrag löscht, weil er der türkischen Regierung nicht gefällt? Und hat man in der türkischen Regierung noch nie etwas vom Streisand-Effekt gehört? Die Macher von extra3 jedenfalls haben die Situation gut antizipiert, als sie Erdoğan zum Mitarbeiter des Monats ernannten. Wie der Mediendienst Meedia berichtet, hatte die erste Sendung nach dem Skandal (in dem sie natürlich nachlegten) Rekordquoten, die besten seit es die Sendung gibt. Und mit türkischen Untertiteln wäre der Clip wohl auch nie erschienen, wenn die AKP nicht kräftig die Werbetrommel für ihn gerührt hätte. Außerdem hat extra3 so etwas wie Fernsehgeschichte geschrieben: Die türkische Regierung will sich gegen eine Satire in einem anderen Land, in der die Beschneidung der Pressefreiheit in der Türkei kritisiert wird, wehren, indem sie sich an die Regierung dieses Landes wendet und die Zensur ebendieses Satirebeitrags fordert. Chapeau, das ist Realsatire par excellence.


Ganz einfach, da hat kein Türke mit einer Löschung gerechnet,

und schon gar nicht die türkische Regierung.

Das macht man aus Prinzip, um seinem Volk zu zeigen, hey,

wir trauen uns auch was in Deutschland zu, wir sind wer und wir

haben keine Angst vor den großen Deutschen oder wen auch immer.

Und ich denke mal, bei den Türken zu hause hat das gefruchtet.

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So oder so, für seine Einlassungen zum Thema Meinungsfreiheit in der Türkei wird er mittlerweile nur noch belächelt. Und Gründe dafür liefert er mal wieder gleich mit: Es grenzt erneut an Realsatire, dass Erdoğan behauptet, er sei nicht auf Kriegsfuß mit der Presse, während seine Bodyguards mit allen Mitteln versuchen, die Presse- und Meinungsfreiheit in einem anderen Land mit Füßen zu treten - und das sogar im wortwörtlichen Sinne. Vor dem Brookings-Institut in Washington, wo Erdoğan eine Rede gehalten hat, haben sich chaotische Szenen abgespielt. Die Leibwächter des Staatspräsidenten wollten kritische Journalisten daran hindern, an der Pressekonferenz teilzunehmen. Einen haben sie abgeführt; einen amerikanischen Kameramann, der die Szenen filmen wollte, haben sie getreten. Eine anwesende Journalistin haben sie als „PKK-Hure“ beschimpft. Es kam zu Rangeleien mit Demonstranten, am Ende musste die amerikanische Polizei einschreiten. Bereits am Mittwoch kam es zu einem Gerangel, als Demonstranten vor Erdoğans Hotel gegen ihn protestierten. Da machten sich seine Leibwächter noch relativ harmlos zum Gespött, als sie versuchten, die Sprechchöre der Demonstranten mit lauten „Aaaaaahhh!“-Rufen zu übertönen.

Auch im Saal, in dem Erdoğan seine Rede hielt, kam es zu Auseinandersetzungen. Den regierungskritischen Journalisten Adem Yavuz wollten Erdoğans Sicherheitsleute aus dem Saal schmeißen. Erneut mussten amerikanische Sicherheitskräfte einschreiten. Am Ende haben die Verantwortlichen des Brookings-Instituts den Rauswurf untersagt. Die nächste Blamage. Die Organisation Reporter ohne Grenzen zeigte sich empört über das „inakzeptable Verhalten“ der türkischen Sicherheitsleute. Der National Press Club, Vertreter der US-Hauptstadtjournalisten, erinnerte Erdoğan daran, wo er ist: „Der türkische Präsident und sein Sicherheitspersonal sind Gäste in den USA.“ Sie hätten nicht das Recht, in einem anderen Land gegen Journalisten und Demonstranten vorzugehen.
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Hierzu fehlen mir die Worte!

Die Begründung dazu in der "Sabah" finde ich lachhaft.


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Was haettet ihr ohne Erdogan nur gemacht...Ach wie langweilig das Leben doch fuer Einige dann so ganz ohne ihn waere..Von morgens frueh bis spaet in die Nacht blablablablabla :rolleyes::rolleyes:
 
Was haettet ihr ohne Erdogan nur gemacht...Ach wie langweilig das Leben doch fuer Einige dann so ganz ohne ihn waere..Von morgens frueh bis spaet in die Nacht blablablablabla :rolleyes::rolleyes:

Stimmt !!! Im Moment ist er der Einzige, der hier im Forum die Langeweile vertreibt. Wenigstens zu etwas ist er nütze ;)

Hier traue ich mich diesen Kommentar auch nur, weil ich hoffe, dass kein türkischer Geheimdienst hinter meinen richten Namen im TT-Forum kommt.

Bei Facebook (mit Echtnamen) z.B. spare ich mir jeglichen Kommentar zu irgendwelchen Berichten über Erdo. Wer weiß schon, ob man bei negativen Kommentaren nicht doch mal bei der nächsten Türkei-Einreise an der Grenze eingesackt wird :confused:
 
Stimmt !!! Im Moment ist er der Einzige, der hier im Forum die Langeweile vertreibt. Wenigstens zu etwas ist er nütze ;)

Hier traue ich mich diesen Kommentar auch nur, weil ich hoffe, dass kein türkischer Geheimdienst hinter meinen richten Namen im TT-Forum kommt.

Bei Facebook (mit Echtnamen) z.B. spare ich mir jeglichen Kommentar zu irgendwelchen Berichten über Erdo. Wer weiß schon, ob man bei negativen Kommentaren nicht doch mal bei der nächsten Türkei-Einreise an der Grenze eingesackt wird :confused:


Ehrlich?

Du denkst doch nicht wirklich, dass es ein Problem wäre, an deinen Echtnamen zu kommen?!

Egal ob mit Proxy oder über sieben Ecken, wer will, der kommt an die IP ran.

So kenne ich das.

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