Moslem sein

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
AW: Moslem sein

Ich glaube auch, dass die meisten in Ihren Glauben hineingeboren wurden. Immer so wie man es vorgelebt bekommen hat.

Seitdem mich einiges mit der Türkei verbindet und einige Leute gerne sehen würden dass ich dem Islam übertrete, hat mich das Thema Muslem auch interessiert. Ich bin ohne jeglichen Glauben groß geworden und verstehe vieles überhaupt nicht. Es fängt schon damit an, dass mir vor 30 Jahre erklärt wurde die Erde sei aus physikalischen Prinzipien entstanden und wurde nicht durch Gott erschaffen........................

Vorallem interessieren mich zwei Fragen:

1.

Wie kann man an etwas glauben, was man nicht sehen, hören oder fühlen kann

2.

Wenn ich doch ein Muslim bin und an Allah glaube, warum gibt es so viele Muslime, die überhaupt gar nicht nach Allah seinen Willen leben?
(Dieses ist auch in vielen anderen Glaubensrichtungen zu sehen)
Es gibt so viele die rauchen und Alkohol trinken, die Ihre Frauen schlagen und betrügen, die selbst Schweinefleisch essen. Um mal einige Dinge zu nennen.

Ich meine, wenn ich denn schon nach einem Glauben lebe und sage, das ich ein Muslim bin, sollte ich es auch richtig machen und es nicht so auslegen, wie ich es gerade brauche oder was meint Ihr?
 
AW: Moslem sein

naja ich möchte jetzt mal was zu der ausgangsfrage schreiben, also zum moslem sein. ich war zufällig erst neulich bei einer diskussion unter muslimen dabei, wo es genau um dieses thema ging, was es für sie persönlich beideutet, muslim zu sein. wie vorher auch schon erwähnt wurde, ist das ein persönliches thema das für jeden unterschiedlich ist. und ich glaube auch, dass es für gläubige (unabhängig welchen glaubens) und atheisten schwierig bis fast unmöglich ist, sich zu verstehen. ich gebe einfach mal ein paar der statements wieder. und bitte auch das als statements von einzelpersonen zu behandeln, die ein persönliches gefühl und verständnis ausdrücken und darum in meinen augen nicht diskutiert werden müssten...

der grundkonsenz war in etwa, dass es bedeutet, Allah bei allem was man tut in gedanken zu haben und möglichst alle handlungen im leben überhaupt auf Allah auszurichten - wenn ich beispielsweise eine gute tat tue dann zwar auch weil ich glaube dass sie gut ist aber vorallem weil ich weiß, dass es Allah gefallen wird. dadurch ist man ein stück weit von enttäuschungen befreit, da man, völlig egal was man tut, die sache ja in allererster linie für Gott getan hat und danach erst für den mitmenschen. man arbeitet also nach möglichkeiten permanent an sich selber, um seinen charakter zu verbessern, ohne von seinen mitmenschen das gleich zu erwarten.
Gottvertrauen ist auch wichtig und das ist eine sache, die ich bei ganz vielen muslimen beobachtet habe. der glaube, dass alles, ob gut oder schlecht, von Allah kommt und wir auf grund unseres freien willens zwar zum einen die möglichkeit und auch die aufgabe haben, unser leben zu gestallten und für ein gutes leben zu arbeiten aber gelichzeitig auch Gott da ist, der uns führt und die wege leitet. muslim sein bedeutet aber auch ein permanentes arbeiten für seinen glauben, aus bequemlichkeit nicht nachzulassen in seiner religionsausübung und sich weiter zu bilden. und alle waren sich einig, dass sie die gebote und verbote ihrer religion zwar zuallererst für Allah einhalten, aber gleichzeitig selbst daraus einen unheimlichn nutzen ziehen also fest davon überzeugt sind, dass es nicht einfach willkürliche gesetze sind sondern wohl bedachte und im enddefekt für den menschen aufgestellt worden sind.

naja, das waren jetzt mal so die grundaussagen zusammengefasst. und ich würde euch bitten diesen gedanken, ob ihr sie nun teilt, oder nicht, respekt zu zeigen, da es eben individuelle antworten auf eine individuell ausgerichtete fragen sind! ich hoffe alles einigermaßen so wiedergegebn zu haben, wie es ursprünglich gemeint worden war :)
 
AW: Moslem sein

naja ich möchte jetzt mal was zu der ausgangsfrage schreiben, also zum moslem sein. ich war zufällig erst neulich bei einer diskussion unter muslimen dabei, wo es genau um dieses thema ging, was es für sie persönlich beideutet, muslim zu sein. wie vorher auch schon erwähnt wurde, ist das ein persönliches thema das für jeden unterschiedlich ist. und ich glaube auch, dass es für gläubige (unabhängig welchen glaubens) und atheisten schwierig bis fast unmöglich ist, sich zu verstehen. ich gebe einfach mal ein paar der statements wieder. und bitte auch das als statements von einzelpersonen zu behandeln, die ein persönliches gefühl und verständnis ausdrücken und darum in meinen augen nicht diskutiert werden müssten...

der grundkonsenz war in etwa, dass es bedeutet, Allah bei allem was man tut in gedanken zu haben und möglichst alle handlungen im leben überhaupt auf Allah auszurichten - wenn ich beispielsweise eine gute tat tue dann zwar auch weil ich glaube dass sie gut ist aber vorallem weil ich weiß, dass es Allah gefallen wird. dadurch ist man ein stück weit von enttäuschungen befreit, da man, völlig egal was man tut, die sache ja in allererster linie für Gott getan hat und danach erst für den mitmenschen. man arbeitet also nach möglichkeiten permanent an sich selber, um seinen charakter zu verbessern, ohne von seinen mitmenschen das gleich zu erwarten.
Gottvertrauen ist auch wichtig und das ist eine sache, die ich bei ganz vielen muslimen beobachtet habe. der glaube, dass alles, ob gut oder schlecht, von Allah kommt und wir auf grund unseres freien willens zwar zum einen die möglichkeit und auch die aufgabe haben, unser leben zu gestallten und für ein gutes leben zu arbeiten aber gelichzeitig auch Gott da ist, der uns führt und die wege leitet. muslim sein bedeutet aber auch ein permanentes arbeiten für seinen glauben, aus bequemlichkeit nicht nachzulassen in seiner religionsausübung und sich weiter zu bilden. und alle waren sich einig, dass sie die gebote und verbote ihrer religion zwar zuallererst für Allah einhalten, aber gleichzeitig selbst daraus einen unheimlichn nutzen ziehen also fest davon überzeugt sind, dass es nicht einfach willkürliche gesetze sind sondern wohl bedachte und im enddefekt für den menschen aufgestellt worden sind.

naja, das waren jetzt mal so die grundaussagen zusammengefasst. und ich würde euch bitten diesen gedanken, ob ihr sie nun teilt, oder nicht, respekt zu zeigen, da es eben individuelle antworten auf eine individuell ausgerichtete fragen sind! ich hoffe alles einigermaßen so wiedergegebn zu haben, wie es ursprünglich gemeint worden war :)

Vielen Dank, diese Darstellung finde ich überzeugend und schön.
 
AW: Moslem sein

Schon mal darüber nachgedacht, warum Menschen gewissen Religionen anhängen? Ich bin wahrscheinlich Atheist, weil ich in einem gottlosen Land (Sorry Ingomann, das ich die DDR mal wieder erwähne) aufgewachsen bin. Die meisten Muslime haben muslimische Eltern und sind in einem muslimischen Umfeld aufgewachsen. Bei Katholiken und Protestanten verhält es sich ähnlich. Man nimmt doch mehr oder weniger das auf, was um einen herum passiert. Manche denken darüber mehr nach, wechseln aus Enttäuschung die Religion oder landen bei der Sinnsuche bei obskuren Sekten.

Soll heißen, die wenigsten suchen sich ihren Glauben aus, aus Bequemlichkeit wird der Gott angebtet, den alle anderen auch anbeten. Wird wahrscheinlich keiner gern zugeben. Warum bekennst sich denn keiner mehr zu Zeus oder Jupiter? Es fehlt das Umfeld, das diesen Glauben einpflanzt.

Was das für Religion bedeutet.................

naja ich bin ungläubig, obwohl ich in einem gläubigen Umfeld aufgewachsen bin... aber bin halt irgendwann selbst zur Erkenntnis gelangt :lol:
 
AW: Moslem sein

Ich glaube auch, dass die meisten in Ihren Glauben hineingeboren wurden. Immer so wie man es vorgelebt bekommen hat.

Seitdem mich einiges mit der Türkei verbindet und einige Leute gerne sehen würden dass ich dem Islam übertrete, hat mich das Thema Muslem auch interessiert. Ich bin ohne jeglichen Glauben groß geworden und verstehe vieles überhaupt nicht. Es fängt schon damit an, dass mir vor 30 Jahre erklärt wurde die Erde sei aus physikalischen Prinzipien entstanden und wurde nicht durch Gott erschaffen........................

Vorallem interessieren mich zwei Fragen:

1.

Wie kann man an etwas glauben, was man nicht sehen, hören oder fühlen kann

2.

Wenn ich doch ein Muslim bin und an Allah glaube, warum gibt es so viele Muslime, die überhaupt gar nicht nach Allah seinen Willen leben?
(Dieses ist auch in vielen anderen Glaubensrichtungen zu sehen)
Es gibt so viele die rauchen und Alkohol trinken, die Ihre Frauen schlagen und betrügen, die selbst Schweinefleisch essen. Um mal einige Dinge zu nennen.

Ich meine, wenn ich denn schon nach einem Glauben lebe und sage, das ich ein Muslim bin, sollte ich es auch richtig machen und es nicht so auslegen, wie ich es gerade brauche oder was meint Ihr?

Warum denn nicht?
Wenn ich eine andere Auffassung von dem Glauben habe, kann ich diese doch auch vertreten.
Ob Muslim oder Christ - im Grunde ist es doch der selbe Gott. Warum sollte es denn nicht möglich sein, hier durch Nachdenken und Kommunikation eine Brücke zu schlagen und beide Religionen in eine neue Strömung zu bringen ?:roll:
 
AW: Moslem sein

naja ich möchte jetzt mal was zu der ausgangsfrage schreiben, also zum moslem sein. ich war zufällig erst neulich bei einer diskussion unter muslimen dabei, wo es genau um dieses thema ging, was es für sie persönlich beideutet, muslim zu sein. wie vorher auch schon erwähnt wurde, ist das ein persönliches thema das für jeden unterschiedlich ist. und ich glaube auch, dass es für gläubige (unabhängig welchen glaubens) und atheisten schwierig bis fast unmöglich ist, sich zu verstehen. ich gebe einfach mal ein paar der statements wieder. und bitte auch das als statements von einzelpersonen zu behandeln, die ein persönliches gefühl und verständnis ausdrücken und darum in meinen augen nicht diskutiert werden müssten...

der grundkonsenz war in etwa, dass es bedeutet, Allah bei allem was man tut in gedanken zu haben und möglichst alle handlungen im leben überhaupt auf Allah auszurichten - wenn ich beispielsweise eine gute tat tue dann zwar auch weil ich glaube dass sie gut ist aber vorallem weil ich weiß, dass es Allah gefallen wird. dadurch ist man ein stück weit von enttäuschungen befreit, da man, völlig egal was man tut, die sache ja in allererster linie für Gott getan hat und danach erst für den mitmenschen. man arbeitet also nach möglichkeiten permanent an sich selber, um seinen charakter zu verbessern, ohne von seinen mitmenschen das gleich zu erwarten.
Gottvertrauen ist auch wichtig und das ist eine sache, die ich bei ganz vielen muslimen beobachtet habe. der glaube, dass alles, ob gut oder schlecht, von Allah kommt und wir auf grund unseres freien willens zwar zum einen die möglichkeit und auch die aufgabe haben, unser leben zu gestallten und für ein gutes leben zu arbeiten aber gelichzeitig auch Gott da ist, der uns führt und die wege leitet. muslim sein bedeutet aber auch ein permanentes arbeiten für seinen glauben, aus bequemlichkeit nicht nachzulassen in seiner religionsausübung und sich weiter zu bilden. und alle waren sich einig, dass sie die gebote und verbote ihrer religion zwar zuallererst für Allah einhalten, aber gleichzeitig selbst daraus einen unheimlichn nutzen ziehen also fest davon überzeugt sind, dass es nicht einfach willkürliche gesetze sind sondern wohl bedachte und im enddefekt für den menschen aufgestellt worden sind.

naja, das waren jetzt mal so die grundaussagen zusammengefasst. und ich würde euch bitten diesen gedanken, ob ihr sie nun teilt, oder nicht, respekt zu zeigen, da es eben individuelle antworten auf eine individuell ausgerichtete fragen sind! ich hoffe alles einigermaßen so wiedergegebn zu haben, wie es ursprünglich gemeint worden war :)

Sehr schön! Vielen Dank. Man kann es nur so aufnehmen wie du es aufgenommen hast, wenn man face to face miteinander spricht.
Man muss sehen, wie wir über den Islam reden, damit man wirklich erkennen kann, das wir unsere Religon wirklich lieben. Und erst dadurch kann man es -meiner Meinung nach- genauso herzlich wiedergeben, wie du es getan hast.

LG
 
AW: Moslem sein

Hi, danke fritztotila, dass du das Thema wieder hochgeholt hast, falls der Threadstarter noch interssiert ist, kann er mich gerne alles fragen.
 
AW: Moslem sein

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der grundkonsenz war in etwa, dass es bedeutet, Allah bei allem was man tut in gedanken zu haben und möglichst alle handlungen im leben überhaupt auf Allah auszurichten - wenn ich beispielsweise eine gute tat tue dann zwar auch weil ich glaube dass sie gut ist aber vorallem weil ich weiß, dass es Allah gefallen wird. dadurch ist man ein stück weit von enttäuschungen befreit, da man, völlig egal was man tut, die sache ja in allererster linie für Gott getan hat und danach erst für den mitmenschen. man arbeitet also nach möglichkeiten permanent an sich selber, um seinen charakter zu verbessern, ohne von seinen mitmenschen das gleich zu erwarten.
Gottvertrauen ist auch wichtig und das ist eine sache, die ich bei ganz vielen muslimen beobachtet habe. der glaube, dass alles, ob gut oder schlecht, von Allah kommt und wir auf grund unseres freien willens zwar zum einen die möglichkeit und auch die aufgabe haben, unser leben zu gestallten und für ein gutes leben zu arbeiten aber gelichzeitig auch Gott da ist, der uns führt und die wege leitet. muslim sein bedeutet aber auch ein permanentes arbeiten für seinen glauben, aus bequemlichkeit nicht nachzulassen in seiner religionsausübung und sich weiter zu bilden. und alle waren sich einig, dass sie die gebote und verbote ihrer religion zwar zuallererst für Allah einhalten, aber gleichzeitig selbst daraus einen unheimlichn nutzen ziehen also fest davon überzeugt sind, dass es nicht einfach willkürliche gesetze sind sondern wohl bedachte und im enddefekt für den menschen aufgestellt worden sind...

Danke für Deine ausführlichen Erklärungen Meryem. Aber ich denke, daß sich das überhaupt nicht unterscheidet von den Menschen die meinen ein "richtiger" Christ zu sein. Das meine ich ganz ehrlich und ohne jegliche Respektlosigkeit.
 
AW: Moslem sein

Ich widerum kenne Menschen die vorher Atheisten waren, sich aber später zum Islam bekennt haben.

Von daher.... noch ein Beispiel dafür, das es nicht 100% mit der Erziehung/dem Umfeld zu tun hat.

Es wird immer ein paar geben, die sich später einem anderen Glauben zuwenden. Das schliesst ja meine Theorie nicht aus. Es geht ja darum, dass kein 5 Jahre alter Junge mitten in Saudiarabien auf die Idee kommt und sagt, ich bin Baptist. Genauso wenig wie ein Kind im Biblebelt in der Kirche aufsteht und Allah preist.

Also scheint es doch mehr anErziehung als an göttlicher Erleuchtung zu liegen.

Kennst du auch Muslime die Atheisten geworden sind?
 
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