AW: Moslem sein
Nein nicht aneinander bitte, miteinander. Ich finde es gut dass du mir meine Fehler verdeutlichst, ich bin noch nicht ganz ausgereift und stets bereit zu lernen

Man lernt ja nie aus!
Also nochmal zur Klarstellung: Ich sage nicht dass Atheisten dieses und jenes (schlechtes tun),nein gewiss nicht. Sie leben aber grundsätzlich, gerade eben weil sie so rein garnichts mit dem Islam zu tun haben, FREIZÜGIGER und lockerer, was ja nicht schlimm ist. Es soll jeder so wie er möchte. Und so wie du dich selbst beschreibst, scheinst du eine tolle Persönlichkeit zu sein.
Moment! ich habe dir meinen Glauben beschrieben. Das heißt noch nicht, dass ich mich immer und zu 100 prozent daran halte :wink: Kein Mensch ist perfekt...aber ich gebe mir jeden Tag aufs Neue Mühe.
Higheels und Hotpants sind wirklich nicht vereinbar mit dem Islam. Wenn mir so eine Person begegnet und behauptet sie sei Muslima, kaufe ich das ihr nicht ab. Dann ist sie für mich, in meinen Augen, eine Atheistin. Sie behauptet etwas zu sein was sie nicht ist. Dann soll man doch lieber sagen " ich nehm das nicht so ernst mit Sünde, ich bin jung und will auf den Putz hauen".
Mit diesem Lebensstil lehnen sie den Islam ab, das kann man doch so stehen lassen. Viele haben einfach nur Angst sich zu outen. Wegen Familie, Umfeld etc. Schwache Leistung und vollgepackt mit Lügen. Man kann,wenn man sich dahinter klemmt, alles erreichen, auch die Akzeptanz für den Nichtglauben.
Freizügigkeit lässt sich nicht mit dem Islam vereinbaren. Partys und Sex auch nicht. Heute sündigen und morgen um verzeihung beten ist einfach nicht.
Es gibt solche und solche, in jeder Art, da hast du recht.
ich glaube nicht, dass diese Leute (und das ist ja mittlerweile fast die Mehrheit der jungen Muslime in Deutschland) den Islam bewusst ablehnen. Sie sind "zu schwach" um danach zu leben, aber ich glaube nicht, dass sie die Existenz Allahs im Geringsten anzweifeln! Und genau das würde für mich den Atheisten ausmachen.
Sie hoffen eher drauf, dass es ja durchaus noch schlimmere Menschen gibt und das Allah mit seiner Barmherzigkeit verzeihen wird. Oder ihnen irgendwann die Kraft geben und den richtigen Weg zeigen wird. Sie haben sich "ihren persönlichen" Islam eben so ausgelegt, dass es am Ende fürs Paradis reicht.
und auch das ist für mich ok, sofern sie andere nicht dafür verurteilen, sich nicht an islamische Regeln zu halten oder nicht religiös zu sein. jeder muss es halt für sich selbs entscheiden.
Dass das für dich als strengere Muslimin eine Farce ist, kann ich sehr gut verstehen. Aber für dich und dein Leben und deine Bindung zu Allah ändert sich doch dadurch nichts. Du solltest versuchen das gelassener zu sehen.
ich glaube, ich weiß, wo wir unterschiedliche Auffassungen haben:
du sagst, ein Moslem wird aufgrund seiner Lebensweise zum Moslem. Wenn er noch so stark an Allah glaubt, aber dennoch nicht die kraft findet, sich an die Regeln zu halten, dann ist er kein Moslem.
und für mich ist der, ein Moslem, der an die Existenz Allahs glaubt. inwieweit er deswegen auch die Kraft findet, nach seinen Regeln zu leben sei dahin gestellt.
können wir das so festhalten?
schwierig an deiner Sichtweise finde ich in diesem Fall jedoch, dass genau da dann die Diskussion losgeht, wer tatsächlich mit Sicherheit sagen kann, wie ein Moslem zu leben hat. Wer kennt die Regeln? Wem soll man glauben bei der Frage, welche Art der Verschleiherung die richtige ist? Ab wann hört man auf ein Moslem zu sein und wird ein Atheist. Beginnt das schon dort, wo ich nicht regelgetreu 5 mal am Tag bete? Oder beginnt es beim ersten Cocktail? Der Koran bietet so viele Gestaltungsspielräume, dass am Ende doch jeder für sich selbst entscheiden muss...Ein Urteil darüber zu fällen, wer Moslem ist und wer nicht, finde ich schwierig.
Atheisten sind für mich jedenfalls definitionsgemäß solche, die nicht an die Existenz eines Gottes glauben. Das allein sagt nichts aus, über Moralvorstellungen und Verhalten.