blackcyclist
Gesperrt
Das ist eben der Fehler, den viele machen. Die Leute haben eine Beziehung und geben sich komplett auf. Abends heimkommen, couchen. Wochenende aufeinanderglucken und vielleicht Familienbesuche. Dann Kinder und irgendwann sind die nur noch das Thema. Gestritten wird um alltäglichen Blödsinn. Irgendwann ist die Liebe weg und die Leidenschaft sowieso. Ich couche lieber alleine (oder mit Gezi) und würde mich dann freuen, einen Abend Besuch zu haben oder zu jemand zu gehen. Den anderen Abend würde ich dann sagen, lass mal, ich bin heut lieber mal für mich. Wenn man es schafft, die richtige Mischung aus Distanz und Nähe hinzubekommen klappt auch Zusammenwohnen. Das ist aber immer wieder aufs Neue Arbeit. Und das klappt auch erst dann richtig gut, wenn man das konventionelle Modell mindestens einmal so richtig an die Wand gefahren hat und weiss, wie man es nicht mehr will.
Das ist doch jetzt die graue Theorie, wenn man aber so richtig verliebt ist, findet man es vielleicht nicht so toll, wenn der Andere vor dem Frühstück verschwindet oder man sich nur dreimal die Woche sieht, wenn es denn öfter geht.
Ob die Leidenschaft jetzt länger bleibt, wenn man den Zusammenlebenstress nicht hat, dafür aber den Getrenntseinstress ist eine gute Frage. Da gibts wahrscheinlich Paare, wo das mit der Trennung doch besser läuft.
Und klar, man will einfach mal Zeit für sich haben und nicht die ganze Zeit aufeinanderhocken.