Ramadan - Der Sinn dahinter

AW: Ramadan - Der Sinn dahinter

Nicht?
Okay, okay, du lebst ja auch in einer anderen Welt wie der hiesigen, wo die Gemeinden während des Fastenmonats riesige Zelte aufgebaut haben, the Iftar Çadırır (Iftar Chadiri), sprich der Fastenabbruchzelt, in denen allen voran viele Zigeuner ihr Abendessen in Feldgeschirr auffüllen und daneben etliche Zelte vor Besucher überlaufen.
Du lebst auch nicht in einer Welt, in der die Städte bis zum Sahur, dem Fastenbeginn den Tagesablauf in die Nacht verlegt, sprich die Autos bis 2 Uhr in der Frühe umher fahren, hupen, die Läden auf sind, man schoppt, selbst die Kinder sind mit dabei.
Diese Welt ist wie zwiegespalten, man weiß nicht wie viel Hohn und Feindseligkeit man ausgesetzt ist, wenn man sich während der Fastenzeit in einer Cafeteria eine Tasse Kaffee trinkt.
Ich freue mich auf das Ende des Fastenmonats, weil es den Zwiespalt beendet.:lol: Weil man dann nicht mehr grübeln muss, wieso die meisten Menschen wie lebendige Leichen ausschauen.
Und mit dem Fastenmonat geht auch der fette Almosenmonat für die vielen Bettler jedes Alters und Geschlechts zu Ende.

Aber meine Frage zielte nicht auf dieses Beobachtungen hinaus, eher was der Grund zur Freude wäre bzw. wie jeder einzelne diese Freude erklären könnte, weit über dem Zitat von Kilicaslan.


finde ich sehr interessant, alles von verschiedenen blickwinkel zu betrachten oder hinterfragen.
 
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Schöne Erinnerungen an die (unschuldige) Kindheit, die Familie sitzt zusammen, alles ist friedlich und so fort. Ich kann mir schon vorstellen, dass daraus eine Gefühlswelt entsteht, der man sich nur schwer entziehen kann. Diese Indoktrination von Kindesbeinen an führt oft zu Handlungen, die nicht rational erklärbar sind. Irgendwann glaubt man, bestimmte Dinge gerne und aus freiwilligen Stücken zu tun.

Als Außenstehender muss man das einfach aussitzen :lol:

Aber fast jedes deutsche Kind begreift irgendwann, Weihnachtsmann und Osterhasen gibt es nicht. Weihnachten wird zwar trotzdem gefeiert, aber ohne christliche Inhalte, was einigen Moralhütern auch zu viel ist.

Feiern die Muslime nun Ramadan, weils halt so im Koran steht oder wird das historisch hinterfragt? Denn warum die Muslime einen Monat fasten, konnte mir Wikipedia nichts genaues sagen.
 
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Den Sinn solch hoher Feiertage definiert wohl jeder für sich selbst.
Was mir daran gefällt: Das Leben schaltet einen Gang zurück, die Leute nehmen sich Zeit um auch mal an andere zu denken, und es braucht offenbar solche festgesetzten Anlässe um mit der Familie Zeit zu verbringen. Insofern sehe ich in solchen Feiertagen eher eine Kulturleistung als einen tiefen religiösen Hintergrund.

Für religiöse Menschen dienen solche Tage natürlich auch dazu, ihren Glauben zu zelebrieren und sich gegenseitig der richtigen Weltanschauung zu versichern. Vieles davon erscheint mir aber in Ritualen erstarrt und es wird eher ein Zeremoniell 'durchgestanden' als tatsächlich ein religiöses Fest gefeiert.
 
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Feiern die Muslime nun Ramadan, weils halt so im Koran steht oder wird das historisch hinterfragt? Denn warum die Muslime einen Monat fasten, konnte mir Wikipedia nichts genaues sagen.

ich vermute, die wenigsten setzen sich mit dem WARUM auseinander! aber das ist ja in der christlichen religion nicht anderst! frag mal den mann/frau auf der strasse warum es weihnachten gibt! da wirst du wahrscheinlich genauso erstaunte blicke ernten!

gefastet wird ja auch im christentum, speziell die katholiken! nicht in dem umfang, aber bis ostern gilt es da auch strenge fastenregeln zu befolgen! ob da jeder weiss warum er das macht? die meisten menschen machen alles mit, weil es die mehrheit so macht oder weil man es erwartet, ohne zu wissen WARUM!
 
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ich vermute, die wenigsten setzen sich mit dem WARUM auseinander! aber das ist ja in der christlichen religion nicht anderst! frag mal den mann/frau auf der strasse warum es weihnachten gibt! da wirst du wahrscheinlich genauso erstaunte blicke ernten!

gefastet wird ja auch im christentum, speziell die katholiken! nicht in dem umfang, aber bis ostern gilt es da auch strenge fastenregeln zu befolgen! ob da jeder weiss warum er das macht? die meisten menschen machen alles mit, weil es die mehrheit so macht oder weil man es erwartet, ohne zu wissen WARUM!

Weihnachten ist dafür da, dass sich für Spielzeug- und Parfümhersteller das Jahr überhaupt rechnet. Den roten Mantel vom Weihnachtsmann hat sich Coca-Cola ausgedacht und dann war noch irgendwas mit Betlehem. Selbst gläubige Katholiken konnten mir zum Beispiel Pfingsten nicht erklären.

Ganz so harmonisch läuft ja Ramadan nun auch nicht ab, es wird ja nur gewartet, bis die Sonne untergeht um dann alles möglichst doppelt so schnell und doppelt so laut nachzuholen. Es ist vielleicht noch nicht so verfremdet wie Weihnachten bei uns, aber scheinbar auf dem besten Weg dorthin.
 
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Den Sinn solch hoher Feiertage definiert wohl jeder für sich selbst.
Was mir daran gefällt: Das Leben schaltet einen Gang zurück, die Leute nehmen sich Zeit um auch mal an andere zu denken, und es braucht offenbar solche festgesetzten Anlässe um mit der Familie Zeit zu verbringen. Insofern sehe ich in solchen Feiertagen eher eine Kulturleistung als einen tiefen religiösen Hintergrund.

Für religiöse Menschen dienen solche Tage natürlich auch dazu, ihren Glauben zu zelebrieren und sich gegenseitig der richtigen Weltanschauung zu versichern. Vieles davon erscheint mir aber in Ritualen erstarrt und es wird eher ein Zeremoniell 'durchgestanden' als tatsächlich ein religiöses Fest gefeiert.
Ah-a...
Kult..ur, Kultur, Kult, Sinnbild, Monument der Sozialisation.
Schoeen und gut, Nein, ich habe nicht vor dies zu verurteilen, doch haben sich bis dato nur Außenstehende zur Wort gemeldet, wie es sein könnte. Wobei Blacks Parallelziehung zum Christentum etwas von der eigenen Betroffenheit wiedergab. Aber selbst wenn Black's Relativierung und Turgay's Schilderung vom Frieden den Ramadan erklären sollte, lässt es einen wichtigen Punkt unerwähnt.
Dieser Punkt, der mich veranlasst hat den Ramadan zu thematisieren, ist wohl den Praktizierenden nicht mehr ein Aspekt, der eigentlich, sei es ein Moslem oder gar ein Heide, sie persönlich stärken würde.
Ich vermute, dass man wie es bei Turgay und Ingoman oder Mann:lol:, auch hieß, dass man diesen KULT nur für praktische Zwecke nutzt, halt um eine familiär friedliche Stimmung zu erreichen.
O..la la, wenn es nur dies wäre.

Ich halte mich der Erklärung für meinem Beweggrund solange zurück, bis sich ein Praktizierende dazu geäußert hat.
 
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Weihnachten ist dafür da, dass sich für Spielzeug- und Parfümhersteller das Jahr überhaupt rechnet. Den roten Mantel vom Weihnachtsmann hat sich Coca-Cola ausgedacht und dann war noch irgendwas mit Betlehem. Selbst gläubige Katholiken konnten mir zum Beispiel Pfingsten nicht erklären.

Ganz so harmonisch läuft ja Ramadan nun auch nicht ab, es wird ja nur gewartet, bis die Sonne untergeht um dann alles möglichst doppelt so schnell und doppelt so laut nachzuholen. Es ist vielleicht noch nicht so verfremdet wie Weihnachten bei uns, aber scheinbar auf dem besten Weg dorthin.

da hast du absolut recht! der sinn endet im unsinn!

stell sich einer mal vor, morgen würde man weihnachten als feiertagtag streichen(1.und 2.feiertag). das würde eine protestwelle geben! auch von denen, die garnicht wissen weswegen es dieses fest gibt!

ich wundere mich immer, das man sich im prinzip selber geiselt und fastet, das abends zum iftar sogar die stimme weg ist, weil dem körper wasser fehlt, aber das eigentliche fest(bayram) des profit wegens unter den tisch fallen gelassen wird! gerade hier, in den touristikbezirken!
gestern, öffneten die laeden wie gewohnt, sogar die supermaerkte schickten ihre mitarbeiter ins rennen! nur keinen kuruş verpassen!

in meinem viertel gibt es fast nur laeden für gezielt einheimische, die haben zu!

da ist deutschland deutlich radikaler: feiertage-ZU! das ist wenigstens konsequent!
 
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Ich halte mich der Erklärung für meinem Beweggrund solange zurück, bis sich ein Praktizierende dazu geäußert hat.

da hast du absolut recht! der sinn endet im unsinn!

stell sich einer mal vor, morgen würde man weihnachten als feiertagtag streichen(1.und 2.feiertag). das würde eine protestwelle geben! auch von denen, die garnicht wissen weswegen es dieses fest gibt!
Dein und Black's Parallelen zum Christentum ermutigen mich euch zu fragen, was euch der Heiligabend sagt, euch persönlich.
 
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Ah-a...
Kult..ur, Kultur, Kult, Sinnbild, Monument der Sozialisation.
Schoeen und gut, Nein, ich habe nicht vor dies zu verurteilen, doch haben sich bis dato nur Außenstehende zur Wort gemeldet, wie es sein könnte. Wobei Blacks Parallelziehung zum Christentum etwas von der eigenen Betroffenheit wiedergab. Aber selbst wenn Black's Relativierung und Turgay's Schilderung vom Frieden den Ramadan erklären sollte, lässt es einen wichtigen Punkt unerwähnt.
Dieser Punkt, der mich veranlasst hat den Ramadan zu thematisieren, ist wohl den Praktizierenden nicht mehr ein Aspekt, der eigentlich, sei es ein Moslem oder gar ein Heide, sie persönlich stärken würde.
Ich vermute, dass man wie es bei Turgay und Ingoman oder Mann:lol:, auch hieß, dass man diesen KULT nur für praktische Zwecke nutzt, halt um eine familiär friedliche Stimmung zu erreichen.
O..la la, wenn es nur dies wäre.

Ich halte mich der Erklärung für meinem Beweggrund solange zurück, bis sich ein Praktizierende dazu geäußert hat.


"Olala -wenn es nur dies wäre...." klingt so, als hättest Du Geheimwissen? :wink:

Ein/e 'Praktizierende/r' zum Thema Ramadan? Daran glaube ich hier nicht mehr, wenn der Begriff 'Glauben' in diesem Zusammenhang erlaubt ist.

Nachdem, wie hier einige Religions - Threads geendet sind, wird wohl kaum noch jemand Lust haben, etwas dazu aus religiöser Sicht zu schreiben.
Nett wäre es trotzdem.
 
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