AW: Religionsfreiheit
bonsoir LiberalSerdar
Staatliche Garantie der Religionsfreiheit bedeutet nach meiner Definition:
Es ist nicht die Aufgabe des Staates, all seine Staatsbürger durch staatliche Kontrolle zur Einhaltung religiöser Vorschriften aufs Paradies zu schicken. Gleichwohl ist es aber die Aufgabe des Staates, den Gläubigen unterschiedlicher Religionen das Praktizieren ihrer Religionsvorschriften ohne Einschränkung zu ermöglichen, damit sie die Früchte ihrer Religion "Paradies" oder was auch immer, ernten.
die Gesetze zur Religionsfreiheit geben womöglich den Gläubigen mehr Spielraum zur Auslegung der Religionsfreiheit zu ihren Gunsten als es Religionsgegner wie ich lieb ist. Aber darüber braucht man keinerlei Romane, ich meine damit Erfindungen, zu schreiben: Die Gesetze liegen vor. Man braucht sie nur zu lesen...
... und sich bei Meinungsunterschieden zu streiten.
das ist immer so in Fragen der Justiz.
macht Dein Nachbar etwas lautes um 22h05, obwohl es schon gesetzliche Nachtruhe ist, und zwar von der Sekunde auf die nächste :biggrin: , dann holt Du nicht sofort Deinen Rechtsbeistand, auch nicht wenn Du schon den ganzen Tag krank im Bett liegst und Ruhe bräuchte: Dein Nachbar wusste nicht, dass er Dich stört, oder er kann nichts dafür, er hatte schon vor 3 Tage seine Gäste geladen, und kann ihnen nicht knallhart um 22h05 schon rügen, doch so laut zu sein. hilft manchmal sogar gar nicht, je nach Alter und Gesinnung der Leute... man würde Dich vermutlich sogar auslachen, wo man an sich da wäre, um Deine Rechte zu wahren!
das ist oft so in Fragen der Justiz.
das nennt man dulden, tolerieren, und ist ein fundamentaler Brauch, um friedlich miteinander zu leben.
dann gibt es diese Rechte, wo es gar nicht von einer Sekunde auf die nächste gehen kann, weil die Grenze gar nicht formuliert wurde ...
das ist natürlich Sch... (ich meinte natürlich 'schade' :wink: ), aber das ist so.
da müssen wohl oder übel beide Kontrahenten ein Gespür und eine Verantwortung entwickeln, was sie dem anderen zumuten können, damit man beiderseits zufrieden leben kann.
wer soll verzichten?
derjenige, der stören möchte
oder
derjenige, der seine Ruhe will?
Beispiel: darf ich eine Moschee mit meinen Schuhen betreten?
salut