Schwimmen lernen

  • Ersteller des Themas alsadaha
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AW: Schwimmen lernen

Ach, das erinnert mich an meinen Sohn.. Er hat zwei oder drei Anläufe gebraucht, bis er's lernte: erst war ihm das Wasser zu kalt, dann zu tief, dann stand er am Beckenrand und diskutierte wie ein Weltmeister über Wasser an sich...

Ganz genau so ist mein Sohn.:)

...........- und glasklare Bestechung. Ich hab ihm ein Set Pokémon-Karten versprochen, falls er es schaffen würde, eine bestimmte Strecke (vielleicht 10 Meter oder so) allein hinzukriegen................................

Lass ihn einfach, Alsadaha. Wenn er so weit ist, ist er so weit. Klingt banal, aber die einen Kinder tummeln sich schon sehr früh im Wasser, die anderen erst, wie Andrea auch schrieb, brauchen halt länger. Und dass phantasiebegabte Kinder die allergrößten Ängste haben, finde ich normal, aber das wächst sich irgendwann bei passender Gelegenheit aus. Mein früherer Angsthase hüpft inzwischen jedenfalls anstandslos vom 7,5 -Meter-Brett und hat sich neulich sogar aufs Zehner getraut - und das macht jetzt mir wiederum klammheimlich Schiss... :shock:

ps Wie läuft denn das eigentlich mit Haarewaschen bei Euch? Machst Du das, oder lässt Du ihn den Kopf selbst unter die Brause halten oder ins Wasser tauchen?


Seine Haare wasche ich (beim Duschen) immer- ohne jegliche Probleme.
In der Badewanne würde er auch nicht unter Wasser tauchen.

Den Bestechungstrick haben wir auch schon erfolglos durch. Ich habe ihm vor der ersten Stunde versprochen, daß wir, wenn er es tatsächlich lernt, zusammen zu Toys ur us gehen und er sich aussuchen darf (1 Teil), was er will. Das würde ich auch einhalten! Nun fragte er mich gestern, ob er sich auch was aussuchen darf, wenn er es nicht schafft.:-?

Ich werde ihm ab morgen für jeden Tag, den er durchhält, eine kleine Überraschung versprechen (die er auch täglich nach dem Schwimmen erhält).
 
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Ich möchte mich damit auch nicht mehr auseinandersetzen- der Zug ist abgefahren. :wink:

Da bin ich anderer Ansicht. Es ist nie zu spät. Warum nehmt ihr euch nicht zu dritt einen Lehrer und lernt gemeinsam schwimmen? Ich bin überzeugt davon, dass dein Sohn deine Ängste ahnt, und es wäre sicher ein wahnsinniger Ansporn für ihn, das mit euch zusammen zu lernen.

Und ich weiß, wovon ich spreche: Meine Mutter hat mit meiner Schwester und mir zusammen schwimmen gelernt.
 
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Ach ja, mein Sohn hat übrigens vier Kurse bis zum Seepferdchen gebraucht - allerdings, weil er auch während des Schwimmens nie die Klappe halten konnte.
 
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Da bin ich anderer Ansicht. Es ist nie zu spät. Warum nehmt ihr euch nicht zu dritt einen Lehrer und lernt gemeinsam schwimmen? Ich bin überzeugt davon, dass dein Sohn deine Ängste ahnt, und es wäre sicher ein wahnsinniger Ansporn für ihn, das mit euch zusammen zu lernen.

Vielleicht ist es sogar so, daß er meine Ängste doch fühlt.

Aber ich werde mich damit (mit meiner Person) nicht mehr auseinandersetzen!
Es geht ja eben nicht um die Schwimmübungen bei mir, sondern um die Panik, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Mit 40 Jahren möchte ich nun doch kein Schwimmbad mehr vor Panik zusammenschreien.:razz:
 
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Ich will nicht penetrant sein, aber ich denke, dass ein gescheiter Schwimmlehrer Methoden hat, um dir die Panik zu nehmen. Aber wenn du es lieber ohne einfühlsamen Lehrer versuchen willst, sag mir vorher Bescheid. Ich wäre gern dabei, wenn du das Schwimmbad zusammenschreist. :lol:
 
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Wie verhält er sich denn sonst im Schwimmbad/ Nichtschwimmerbecken? Man kann nämlich auch dort schwimmen lernen, dafür muss man nicht ins tiefe Becken. Wichtig ist doch erstmal das er die Schwimmbewegungen lernt und sich über Wasser halten kann. Irgendwann, normalerweise wenn die Kumpels sich nur noch im tiefen Wasser aufhalten, will er auch dort rein.

Ich habe heute unsere Sportlehrerin getroffen und die mal danach gefragt. Schwimmen kann ein Teil des Unterrichts sein wenn die Klasse die Möglichkeit dazu hat. Kann ein Kind nicht schwimmen und hat Angst vorm tiefen Wasser darf es nicht dazu gezwungen werden. Fällt somit dann auch aus der Benotung raus.
LG Aylin
 
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Wie verhält er sich denn sonst im Schwimmbad/ Nichtschwimmerbecken? Man kann nämlich auch dort schwimmen lernen, dafür muss man nicht ins tiefe Becken. Wichtig ist doch erstmal das er die Schwimmbewegungen lernt und sich über Wasser halten kann. Irgendwann, normalerweise wenn die Kumpels sich nur noch im tiefen Wasser aufhalten, will er auch dort rein.

Ich habe heute unsere Sportlehrerin getroffen und die mal danach gefragt. Schwimmen kann ein Teil des Unterrichts sein wenn die Klasse die Möglichkeit dazu hat. Kann ein Kind nicht schwimmen und hat Angst vorm tiefen Wasser darf es nicht dazu gezwungen werden. Fällt somit dann auch aus der Benotung raus.
LG Aylin

Aha, das habe ich gar nicht gewußt! Das ist aber sehr nett, daß Du nachgefragt hast.
Dieser Aspekt ist sehr interessant- aber da bei uns ja alles so dörflich ist, jeder jeden kennt, und die Direktorin eh ein Fall für sich ist (wäre eine längere OT-Geschichte), bin ich froh, wenn mein Sohn möglichst unauffällig diese vier Jahre hinter sich bringt.
Trotzdem werde ich mir das für den Fall aller Fälle merken. Danke!:)

Die ersten zwei Stunden dieses Intensivkurses und außerdem auch die ganzen wöchentlichen Stunden seines normalen Kurses fanden im Nichtschwimmerbecken statt.
Dort "lief" er die ganze Zeit mit den Füßen auf dem Boden und hat nur mit dem Oberkörper mitgemacht, was gefordert wurde.
Ich habe ihn die ganzen zwei Stunden gewarnt, daß er lieber direkt die Füße hochmacht, weil es im tiefen Wasser nicht anders geht- er sagt, er kriegt die Füße nicht hoch, die fallen immer wieder runter.:-?

LG, alsadaha
 
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Hi,

okay, das klingt jetzt sicher saublöd: aber Panik ist ein erlerntes Verhalten, mit anderen Worten (und das ist die gute Nachricht!): man kann sie auch wieder verlernen.

Man ist nie ganz erwachsen, Alsadaha, ein Teil von uns ist immer Kind und versucht noch zu wachsen. Und wenn Du schreibst, dass es Dein Leben beeinflusst (daraus lese ich: beeinträchtigt) hat, nicht schwimmen zu können, gibt es keinen Menschen und keinen einzigen Umstand auf der Welt, der Dich daran hindern kann, es jetzt noch zu lernen.

Aber die Entscheidung dafür musst Du selbst treffen, den inneren Ruck, der dazu gehört, den müsstest Du selbst entwickeln. Weswegen es bestimmt auch keinen Sinn hat, wenn ich Dir jetzt gut zurede und erzähle, wie schön es ist, auf dem Wasser zu liegen, einfach zu merken, dass es trägt, dass einem gar nichts passieren kann..

Schwimmen und Tauchen ist für mich persönlich eine Art Urzustand. Ein Kind im Mutterleib schwebt ja auch zunächst mal ganz schwerelos im Fruchtwasser - beschwerlicher wird es erst, nachdem man auf die Welt kommt. Und der Kontakt mit Wasser kann diesen Urzustand in gewisser Weise auf ganz sinnlicher Ebene wiederherstellen. Glaube ich zumindest. ;-)

Aber weniger esoterisch geht's auch: Du kannst alles erreichen, was Du willst, wenn Du es Dir selbst "erlaubst". Über Deine eigenen Ängste hinausgehst, hinauswächst. Auch, wenn's einem selbst ganz unbehaglich dabei zu Mute sein mag.

Was mir persönlich immer mal wieder zu denken gibt: die Beobachtung, dass Kinder sich selten trauen, über ihre eigenen Eltern hinauszuwachsen. Und das ist auch normal. Denn Kinder wollen einfach nur, dass ihre Erwachsenen, ihre Eltern, für sie "groß", einfach "die Großen" sind.

Und das heißt für mich als Erwachsene: Traue auch ich mich, meine eigenen Begrenzungen zu sprengen? Oder erwarte ich, dass mein Kind es stellvertretend für mich tut, weil "alle" es nun einmal tun (außer mir selbst)?

Du wirst selbst wissen, wie Du am besten damit umgehst - aber wenn Du möchtest, dass Dein Kind schwimmt, schwimm voran, voraus. Es kann gar nichts passieren, im Gegenteil: ich könnte mir vorstellen, dass es Dich sehr stolz machen würde. ;)


ps Mein Vater hat auch erst mit Anfang/Mitte 40 unter vielen Ängsten schwimmen gelernt.

pps Mein Bruder hat seine früher ausgeprägte Höhenangst dadurch bekämpft, dass er Klettern ging. Ich selbst bin da eher feige: ohne finanzielle "Belohnung" (dank Job) läuft nichts, privat meide ich jede hohe Aussichtsplattform. :redface: Ein klarer, Punkt, an dem ich z.B. noch arbeiten könnte.

ppps Dafür hab ich immerhin Tauchen gelernt. Und weißt Du was? Vorm ersten Freiwassertauchgang hab ich geheult vor Schiss. Und vor Scham. Wer will schon ewig im Freibad Kacheln zählen? Na also - und ich wollte halt tauchen und Fische sehen! Und Du, liebe Alsadaha, würdest im Grunde Deines Herzens auch gern schwimmen können, aber jetzt soll Dein Sohn das für Dich und Euch erledigen.. Sag selbst: Ist das fair? :wink:
 
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Okay, ich sagte, es hat mich mein Leben lang beeinträchtigt, aber eher so, daß ich mich und meine Panik immer erklären mußte.
Ich meide das Wasser und es hat mir nie gefehlt, ehrlich!
Um mir das wirklich zu glauben, müsstest Du mich vielleicht persönlich kennen.

Ich habe beispielsweise noch nie im Urlaub gedacht, ich möchte da jetzt gerne rein, oder ich beneide die anderen.
Wäre es so, hätte ich mir wahrscheinlich schon längst einen Ruck gegeben und mich überwunden- denn auch ich bin mir wichtig, nicht nur mein Sohn.

Ich möchte vor allem aus Sicherheitsgründen, daß mein Sohn es lernt.
Was ist beispielsweise, wenn er älter ist, alle gehen davon aus, jeder kann schwimmen, und ein Freund schmeißt ihn einfach in´s Becken? Oder wie gesagt, bald in der Grundschule.
Ich wünsche ihm, daß er leicht und sicher durch sein Leben kommt.
Aber dafür kann ich mich nicht, und damit meine ich nur ganz speziell diese Sache, verbiegen.

Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine.:confused:
 
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