Sozialstaat Deutschland

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Junimond

Guest
AW: Sozialstaat Deutschland

meine vorstellung war bisher diese.......

man wird arbeitslos, beantragt unter umständen wohngeld, fällt man in H4 übernimmt das amt die miete (ggf. muss man eine andere wohnung nehmen, wenn die eigene über den H4-sätzen liegt). bevor einem die wohnung gekündigt wird, muss man mindestens drei monate im rückstand sein. hat man da nicht die zeit, behördliche hilfe in anspruch zu nehmen?

also was läuft da schief, wenn menschen trotzdem obdachlos werden?
 

Ottoman

Well-Known Member
AW: Sozialstaat Deutschland

meine vorstellung war bisher diese.......

man wird arbeitslos, beantragt unter umständen wohngeld, fällt man in H4 übernimmt das amt die miete (ggf. muss man eine andere wohnung nehmen, wenn die eigene über den H4-sätzen liegt). bevor einem die wohnung gekündigt wird, muss man mindestens drei monate im rückstand sein. hat man da nicht die zeit, behördliche hilfe in anspruch zu nehmen?

also was läuft da schief, wenn menschen trotzdem obdachlos werden?

Da kann so vieles schief laufen.
Ich hatte drei Monate zuvor bei meiner Firma gekündigt und machte für meine Schwester einen Meister, weil sie sich für ihre Firma Vorteile davon erhoffte. Gleichzeitig hatte ich so mehr Zeit für meine Frau, bis sie in Deutschland Fuß fassen konnte. Ich fand die Konbination sehr gut, bis meine Schwester - morgens um 4 Uhr - sie aus dem Hause warf. Wir wollten ursprünglich dort bleiben, bis ich den Meister hatte und anschließend einen neuen Job.
 

Novus

Well-Known Member
AW: Sozialstaat Deutschland

Da kann so vieles schief laufen.
Ich hatte drei Monate zuvor bei meiner Firma gekündigt und machte für meine Schwester einen Meister, weil sie sich für ihre Firma Vorteile davon erhoffte. Gleichzeitig hatte ich so mehr Zeit für meine Frau, bis sie in Deutschland Fuß fassen konnte. Ich fand die Konbination sehr gut, bis meine Schwester - morgens um 4 Uhr - sie aus dem Hause warf. Wir wollten ursprünglich dort bleiben, bis ich den Meister hatte und anschließend einen neuen Job.

hast eine sehr gute Beschäftigung, mit Luxus Geschäftswagen und entsprechendem Gehalt, gibs alles auf und in Abhängigkeit eines Angehörigen zu Leben, es geht schief und du hast nichtmal aus deiner vorherigen sehr guten Beschäftigung paar cent übrig, um dir vorübergehend eine Ferienwohnung zu Mieten und schreist nach dem Staat.
Ich sehe an deiner Geschichte die geringste Schuld bei dem Staat.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Sozialstaat Deutschland

hast eine sehr gute Beschäftigung, mit Luxus Geschäftswagen und entsprechendem Gehalt, gibs alles auf und in Abhängigkeit eines Angehörigen zu Leben, es geht schief und du hast nichtmal aus deiner vorherigen sehr guten Beschäftigung paar cent übrig, um dir vorübergehend eine Ferienwohnung zu Mieten und schreist nach dem Staat.
Ich sehe an deiner Geschichte die geringste Schuld bei dem Staat.



Wenn man "für ein paar Cent" eine Ferienwohnung mieten könnte, wäre wohl kein Mensch obdachlos. :roll:
 

hilal74

Well-Known Member
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Da kann so vieles schief laufen.
Ich hatte drei Monate zuvor bei meiner Firma gekündigt und machte für meine Schwester einen Meister, weil sie sich für ihre Firma Vorteile davon erhoffte. Gleichzeitig hatte ich so mehr Zeit für meine Frau, bis sie in Deutschland Fuß fassen konnte. Ich fand die Konbination sehr gut, bis meine Schwester - morgens um 4 Uhr - sie aus dem Hause warf. Wir wollten ursprünglich dort bleiben, bis ich den Meister hatte und anschließend einen neuen Job.

Ach du Schreck.Das ist ja übel.Die landläufige Meinung ist ja tatsächlich, dass niemand in Deutschland auf der Straße leben muss und bei einigen ist das auch eine selbstgewählte Obdachlosigkeit.Andere hingegen sind durch missliche Umstände in der Situation kein Dach über dem Kopf zu haben und nicht selten ist es der Fall, dass sie sich nicht auskennen und nicht wissen, wo sie Hilfe suchen und bekommen können.Da bleibt als einziger Ausweg, das man wenn man hat, bei Verwandten oder Freunden kurzfristig unterkriecht.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: Sozialstaat Deutschland

Als die erste Frau meinen Bruder verlassen hat, erst mal heimlich, da hatte sie sofort eine 60m2 Wohnung (dank Kind), die passenden Möbel dazu usw.

Einen regulären Job hatte sie auch nicht, aber viel Hilfe von irgendwelchen Fraueninitiativen.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Sozialstaat Deutschland

Als die erste Frau meinen Bruder verlassen hat, erst mal heimlich, da hatte sie sofort eine 60m2 Wohnung (dank Kind), die passenden Möbel dazu usw.

Einen regulären Job hatte sie auch nicht, aber viel Hilfe von irgendwelchen Fraueninitiativen.

Ein treffendes Beispiel. Solche Selbsthilfeorganisationen übernehmen mehr und mehr die Rolle des vielgerühmten "Sozialstaats". Die am schnellsten gewachsene Einrichtung in Deutschland ist Die Tafel. Eine Organisation, die Lebensmittel verteilt. Ich glaube, so etwas gab es nicht mal in der DDR.
 

blackcyclist

Gesperrt
AW: Sozialstaat Deutschland

Ein treffendes Beispiel. Solche Selbsthilfeorganisationen übernehmen mehr und mehr die Rolle des vielgerühmten "Sozialstaats". Die am schnellsten gewachsene Einrichtung in Deutschland ist Die Tafel. Eine Organisation, die Lebensmittel verteilt. Ich glaube, so etwas gab es nicht mal in der DDR.

Nein, gab es da nicht, es gab aber auch keine Obdachlosen und Arbeitslosen. Man wurde eben zu seinem Glück gezwungen, ob man nun wollte oder nicht.
Wie man nach der Wende erfahren hat, haben viele nicht mal die niedrigen Mieten von um die 50 Mark bezahlt. Und das waren nicht nur Leute, die wenig Geld hatten.

Abgesehen davon waren die Grundnahrungsmittel ja spottbillig, viele Privatbauern haben zum Beispiel Brot statt Getreide verfüttert, weil es billiger war.

Die Fraueninitiativen haben ihr im übrigen nur geholfen, das sie das Kind bekommt soll. Die Wohnung und den Rest hat der Sozialstaat natürlich schon bezahlt.
 

Ottoman

Well-Known Member
AW: Sozialstaat Deutschland

hast eine sehr gute Beschäftigung, mit Luxus Geschäftswagen und entsprechendem Gehalt, gibs alles auf und in Abhängigkeit eines Angehörigen zu Leben, es geht schief und du hast nichtmal aus deiner vorherigen sehr guten Beschäftigung paar cent übrig, um dir vorübergehend eine Ferienwohnung zu Mieten und schreist nach dem Staat.
Ich sehe an deiner Geschichte die geringste Schuld bei dem Staat.

Bevor man sich anmaßt gleich ein Urteil dieser Art zu fällen, sollte man sich doch zumindest etwas Mühe geben, um vielleicht ein paar Zusatzinformationen einzuholen, als nur ein kleines Puzzelteil als Basis zu nehmen, für Deine Reaktion!

Luxuswagen und Putzfrau zu haben heißt nicht gleich Millionen zu schöffeln. Vorallem nicht gleich nach dem Studium, nicht wahr? Konntest Du nicht wissen,...
Diesen Job im Ausland hatte ich wie erwähnt direkt im Anschluß an das Studium. In 9 Monaten kann man einiges auf die Seite bringen, aber wohl alles in einem begrenzten Rahmen. Zudem habe ich kurz zuvor geheiratet, was ich alles selbst bezahlt habe. Es war dennoch wesentlich günstiger, wenn ich mir so eine türkische "Durchschnitthochzeit" ansehe. Nicht nur die Meisterschule und meine Frau allein waren der Grund für die Kündigung.
In einem Land wie die USA ist man selbst für vieles verantwortlich, daher verdient man wesentlich mehr als hier. In Deutschland zahlt man viel in den Topf ein - was auch gut ist. Sollte man sich in einer Notlage befinden, dann wird einem geholfen. Zumindest bin ich immer davon ausgegangen.

Für mich nicht nachvollziehbar, wie man den Menschen zumuten kann auf dem nackten Boden zu schlafen, ohne Dusche und ohne einer echten Heizung. Die Baracke klammere ich mal ganz aus. Für mich war es ein kurzes Vergnügen, doch für andere Menschen in ähnlichen Situationen - ohne einen guten Job - sieht das sicherlich ganz anders aus. Wie von Dir, auf erspartes hinzuweisen und den Staat außen vor zu lassen, halte ich für ein sehr ignorantes Verhalten!
 

sabareeshan

Active Member
AW: Sozialstaat Deutschland

also wir haben hier in berlin einen patienten aus dem krankenhaus in unsere wg übernommen da er obdachlos war, da er aber keinen pflege bedarf hatte haben wir uns um eine andere unterkunft für ihn bemüht hier in berlin gibt es heimbetriebe (Obdachlosenheime) in dem man jahrelang wohnen kann da das amt die kosten zahlt es war nur ein einziger anruf und der herr hatte ein zimmer mit bett, tisch couch, kompletter küche, badezimmer mit dusche und wc, das einzige was er nicht hat ist ne waschmaschine, aber in dem haus gibt es einen sogenannten waschraum dazu benötigt man nur nen schlüssel aus dem büro und waschmittel waschmaschinen gibt es da

der gute mann war ganze zwei tage in der einrichtung und hat dann das leben auf der strasse wieder vorgezogen warum versteh ich nicht, da wir in diesem heim viele patienten sowohl medizinisch als auch pflegerisch versorgen, der preis pro person und zimmer geht von 268 bis 450€ pro monat welche vom amt komplett bezahlt wird, ich frage mich da immer warum das amt nicht lieber ne wohnung zahlt statt dort die zimmer aber naja.

ich bin der meinung es gibt hier in deutschland schon sehr viel hilfen man muß nur wissen an wen man sich wenden kann damit man die hilfe auch bekommt, bzw. muß sie auch angenommen werden
 
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