Türkei 2017: Referendum

In der Türkei sind die Leute weniger schlafmützig und wehren sich jetzt schon.
Es gab auch in der frühen DDR schon Proteste.
Ich kann die Hoffnung ja verstehen, denke aber, für die nächsten Jahre werden wir uns mit dem Sultanat rumschlagen müssen. Dass es nicht ewig dauern wird, dafür spricht meiner Ansicht nach seine außenpolitische Isolation und die Tatsache, dass sich ausländische Investoren bei anhaltenden Unruhen zurück ziehen werden.
 
Was wird jetzt eigentlich aus der MHP? Devlet Bahçeli hat nicht geliefert. Die allermeisten MHP-Anhänger haben mit Nein gestimmt, vor allem in den Hochburgen der Partei am Mittelmeer, und sind stattdessen der MHP-Dissidentin Meral Akşener gefolgt.
 
Ich schlage vor, dass wir das Ausländergesetz dahingehend ändern, dass mittelfristig alle dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen ausländischer Abstammung ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschafter besitzen. Titel wie die Niederlassungserlaubnis, für deren Erwerb praktisch dieselben Bedingungen gelten wie für die deutsche Staatsbürgerschaft, sind überflüssig und sollten abgeschafft werden. Es ist auf die Dauer kein erträglicher Zustand, dass wir Millionen von dauerhaft hier lebenden Nichtbürgern haben.
Weiß nicht, ich konnte da bis jetzt gut mit leben und sehe nicht, warum ich das auch in Zukunft nicht können sollte. Was ist daran unerträglich?

Es ist natürlich befremdlich, hunderttausende Menschen unter uns zu wissen, die, aus welchen Gründen auch immer, die Demokratie in einem anderen Land abwählen. Aber deren Einstellung ändert sich ja nicht, wenn wir sie zwangsgermanisieren. Und die türkische Staatsbürgerschaft aberkennen, damit sie in der TR keinen Unfug mehr wählen, können wir ohnehin nicht. Das Problem bleibt.
 
Ich schlage vor, dass Türkischstämmige, die ein gestörtes Verhältnis zu Türken und dem Islam haben, von ihrem Leiden erlöst werden, indem man ihnen die türkische Staatsangehörigkeit entzieht und sie mit einem lebenslänglichen Türkei-Einreise-Verbot belegt.
Inwiefern sind sie dann „von ihrem Leiden erlöst“? Haben sie dann kein „gestörtes Verhältnis“ mehr zur Türkei oder ihre Religion?

Im übrigen irritiert mich immer wieder, wie Du die Türkei und ihre Repräsentanten oder hier: die Türkei und eine Religion in einem Atemzug nennst. Die Türkei ist nicht der Islam oder muslimisch. Die Leistungsträger, die, die den Rest des Landes am Kacken halten, haben Europa gewählt und nicht den Neosultan. In Europa hat der Islam wie jede andere Religion ihren gebührenden Platz, mehr aber auch nicht.
 
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Ich schlage die Streichung des Aufenthaltstitels Niederlassungserlaubnis vor. Ausländer, die eine Niederlassungserlaubnis erhalten können, können auch gleich Deutsche werden, wodurch sie Rechte erwürben, die sie als Ausländer nicht hätten.
Sie sollten das Recht dazu haben. Wer dauerhaft hier lebt, soll auch Mitbürger werden dürfen mit allen Rechten und Pflichten. Aber Zwangsgermanisierung halte ich gar nichts von. Sehe auch nicht, was damit gelöst würde.
 
Ein Ende für Erdogan?
Da lachen ja die ......................
Ich gebe ihm keine fünf Jahre mehr. Erdogan will die Todesstrafe. Die Todesstrafe ist das Nein zu Europa. Istanbul, Ankara, Izmir, die Marmara-Region haben für Europa votiert.
Sollte es stimmen und sich herumsprechen, dass 3 oder 4 Millionen ungestempelte Stimmzettel, alle mit Evet, unter die gültigen gemischt wurden, wird das an RTE kleben bleiben wie ein Kaugummi am Hacken.
Das waren nur zweieinhalb, aber egal. Das Wahlgesetz sieht ausdrücklich vor, daß diese Stimmen nicht hätten gezählt werden dürfen. Die Wahlkommission hat entschieden: Wir zählen sie doch. Dazu aber hat die Wahlkommission nicht die gesetzgeberische Kompetenz. Das Referendum ist ungültig – Oder wir haben es hier mit einem Putsch zu tun:eek:.
Das interessiert ihn so wenig wie weiland Erich Honecker.

Und was geschah mit Erich ein paar Monate später und was spielte eine Rolle dabei?

Genau das dachte ich auch. Massive Wahlfälschungen waren der Anfang vom Ende.
 
Ich kann die Hoffnung ja verstehen, denke aber, für die nächsten Jahre werden wir uns mit dem Sultanat rumschlagen müssen. Dass es nicht ewig dauern wird, dafür spricht meiner Ansicht nach seine außenpolitische Isolation und di.e Tatsache, dass sich ausländische Investoren bei anhaltenden Unruhen zurück ziehen werden.
Daß RTE nicht morgen zurücktritt, das ist mir schon auch klar. Aber in den nächsten Jahren fällt die Entscheidung für oder gegen Europa. Wenn sich einerseits ausländische Investoren zurückziehen und andererseits der große braindrain einsetzt, sich die Intelligenzia aus der Türkei auf den Weg macht, weil sie unter RTE keine Perspektive mehr für sich sieht, dann ist vorbei. Dann wird sich das Sultanat auf Jahrzehnte halten – In einem Armenhaus. Das aber entscheidet sich so oder so in den nächsten Jahren. Und eine knappe Mehrheit war schon unter diesen miesen Bedingungen für ein Ja zu Europa; dagegen, die Türe zuzuschlagen.
 
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