Türkei 2017: Referendum

Wenn 2 Drittel der Deutschtürken mit ja gestimmt haben

Die Wahlbeteiligung sollte bei deiner Aussage berücksichtigt werden. :)

@beren Kann man so weit gehen, zu sagen, daß die, die nicht zur Wahl gegangen sind, schon so sehr mental in der Bundesrepublik angekommen sind, daß ihnen sonstwo vorbeigeht, was in der Türkei geschieht – oder zumindest, daß sie sich dafür nicht mehr verantwortlich sehen? :)
 
Zum Ausschneiden und Sammeln:

Während insgesamt nur rund 51 Prozent beim türkischen Verfassungsreferendum mit Ja stimmten, sprach sich eine deutliche Mehrheit der in Deutschland wählenden Türken für die von Präsident Recep Tayyip Erdogan angestrebte Einführung eines Präsidialsystems aus. Der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge kam das Ja-Lager hierzulande auf 63,1 Prozent.

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In Deutschland waren 1,43 Millionen Türken zur Wahl aufgerufen. Vom 27. März bis zum 9. April konnten sie bundesweit ihre Stimme in 13 Wahllokalen abgeben, die in den türkischen Konsulaten sowie in weiteren Großstädten eingerichtet worden waren. Die Wahlbeteiligung lag Medienberichten zufolge nur bei knapp 46 Prozent. Viele der insgesamt rund drei Millionen türkischstämmigen Menschen in Deutschland waren zudem gar nicht wahlberechtigt.
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http://www.augsburger-allgemeine.de...eobachter-kritisieren-Maengel-id40876406.html

Das ist ja schon eine Aussage. Während in der Türkei die Referendumsbeteiligung bei 85% lag, war sie hier bei 46%. Na gut, zuzüglich derjenigen, die gestern in der Türkei in Urlaub waren, aber das werden so viele nicht sein.
 
@beren Kann man so weit gehen, zu sagen, daß die, die nicht zur Wahl gegangen sind, schon so sehr mental in der Bundesrepublik angekommen sind, daß ihnen sonstwo vorbeigeht, was in der Türkei geschieht – oder zumindest, daß sie sich dafür nicht mehr verantwortlich sehen? :)



Nein, denke ich nicht.

Viele wie @Almancali sind nur nicht wählen, weil ein Konsulat eben nicht einfach um die Ecke ist. Andere wie die Nachbarn von meinen Eltern wären hier in Berlin mitgegangen, wenn meine Eltern sie mitgenommen hätten. Wieder andere hätten gerne gewählt, aber sie sind eingebürgert und haben kein recht wählen zu gehen.
 
@beren Kann man so weit gehen, zu sagen, daß die, die nicht zur Wahl gegangen sind, schon so sehr mental in der Bundesrepublik angekommen sind, daß ihnen sonstwo vorbeigeht, was in der Türkei geschieht – oder zumindest, daß sie sich dafür nicht mehr verantwortlich sehen? :)

Möchtest du die deutsch-türkische Community nun dringend noch weiter spalten?
Wir haben eine Reihe von Mitbürgern mit türkischem Pass, die gezeigt haben, dass sie mit dem deutschen Grundgesetz, das auch sie schützt, nichts anfangen können. Denen sollte unser innenpolitisches Augenmerk gelten. Warum andere gar nicht erst abgestimmt haben, spielt erst mal keine Rolle. Und die Frage, wie Deutsche mit türkischen Wurzeln wohl gestimmt hätten, wenn sie keine Deutschen wären, ist absurd bis gefährlich.
 
Möchtest du die deutsch-türkische Community nun dringend noch weiter spalten?
So hatte ich das jetzt überhaupt nicht gemeint?

Es haben nicht einmal 500.000 türkischstämmiger Mitbürger hierzulande für das Präsidialsystem gestimmt, und dafür werden die anderen zweieinhalb Millionen prompt wieder mit in Haftung genommen, das ist meine Frage. Alle jammern sie wieder, daß unsere türkischen Mitbürger offenkundig noch rückständiger sind als selbst die in der Türkei selber, und fragen sich, wer Schuld daran ist. Meine Frage ist, welche Rückschlüsse die 66 komma Prozent überhaupt auf die anderen zulassen.
 
Inhaltlich nichts Neues, die taz war da interessanter, aber schöner Kommentar in der Süddeutschen.

Für jene in Europa, die mit Unverständnis und wachsender Irritation auf Erdoğans Anhängerschaft geblickt haben, bedeutet das Wahlergebnis: Es gibt keinen Grund, das Land aufzugeben. Die Türkei ist mehr als nur Erdoğan-Land, Millionen Menschen sind nicht einverstanden mit dem Abbau des Rechtsstaats. Sie brauchen weiter Unterstützung.
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http://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei-erdoan-ist-ein-kuemmerlicher-sieger-1.3465878
 
Proteste in der Metropole Istanbul

Oppositionsgruppen haben nach Beschwerden über Unregelmäßigkeiten beim Referendum in der Türkei zu Protesten in der Metropole Istanbul aufgerufen. Die Gegner des Präsidialsystem wollen sich am Montagabend unter anderem in den Stadtteilen, Besiktas, Kadiköy und Sariyer versammeln, wie mehrere zivilgesellschaftliche Gruppen auf Twitter mitteilten. Die Gruppe „Hayir Besiktas“ (Nein Besiktas) schrieb etwa: „Wir sind hier gegen Betrügereien, Ungerechtigkeiten und gestohlene Stimmen!“ (dpa, afp)
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http://www.berliner-zeitung.de/poli...-maengel-bei-tuerkei-referendum-fest-26721494
 
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