Türken lesen durchschnittlich alle zehn Jahre ein Buch

dann können wir sicherlich mal bücher tauschen, sofern wir annähernd das gleiche mögen. ist ja schade, wenn so ein buch nur einmal gelesen wird!

Gerne. Aber nur mit Rücktausch, Bücher sind wie meine Kinder. :D


Ich schaff am WE auch mal ein Buch am Tag. Aber ich les echt sehr schnell, Worte les ich gar nicht zuende, mein Gehirn komplettiert die irgendwie von selbst o_O
 
Es gibt offenbar eine enorm hohe Dunkelziffer türkischer Leser, die man mit üblichen Methoden, sprich Umsätzen von Verlagen, Buchhändlern usw. gar nicht erfassen konnte.
Der Trend geht also zum Zweitbuch. Mindestens!

Es gibt da so ein Lädchen. In Sultanahmet. Abseits der Touristenpfade. Von aussen sieht das aus wie ein ganz normaler Kopierladen. Kommt man rein, stehen da lauter Bücher. Selbst eingebunden. Ausgefallene Titel, Exotisches, Rares, Kurioses, Phantastisches. Der Senior des Ladens arbeitete im Staatsarchiv/Staatsbibliothek. Und legte so ziemlich jedes Buch, das ihm in die Griffel kam, auf den Kopierer.

Der Kunde hat die Wahl zwischen einem Sach- und einem alphabetischen Katalog. Hat man das Gewünschte gefunden, gibt man seine Bestellung auf und kann ca. 3 Tage später ein schön eingebundenes Buch abholen. Der Typ hat Zeug, das ist der Hammer. Woanders lange vergriffen, verschütt gegangen- er hats. Er hat einfach alles.

Dann ist da noch der Fachbuchladen in Besiktas. Etwa 150 Meter unterhalb davon ist eine Kirtasiye (Schreibwarenladen). Der hat sozusagen die "Bestseller" des Fachbuchladens, vor allem die ausländischen Bücher, aber auch die höherpreisigen Türkischen, in seinen Regalen stehen. Kopierauftrag, gebundenes Buch (aber nicht so schön wie der Laden in Sultanahmet!) am nächsten Tag fertig. Ersparnis je nach Titel: 30 bis 120 Lira.
 
Ich oute mich:
Der oder die das Zug der gedruckten Lektüre ist schon abgefahren, bedenkt man, wie viel im Cyber-Zeitalter zu lesen möglich ist, finde ich.
Es sei denn, man benötigt Fachliteratur und das durchstöbern danach im Internet ist zeitraubender,aber hey, lebe man ohne Sinn, wenn man keine Bücher liest?
Wetten nicht..:)!
 
Die Leselust/sucht hat bei mir schon als Kind angefangen. Zwei meiner Tanten arbeiteten im Buch"gewerbe". Eine in einer Druckerei im Büro und die andere im Leipiger Kommissions- und Großbuchhandel. Jedes Weihnachten und Geburtstag bekam ich so cirka 10 Bücher. Von da an, merkte man lange nichts mehr von mir, bis ich sie alle durch hatte.
Das ist so geblieben bis heute. Ich weiß nicht mehr wohin damit. Aber wegwerfen geht auch nicht.
Einen e-Book-Reader habe ich aber trotzdem. Läßt sich einfach besser in den Urlaub mitnehmen und ist nicht so schwer.
Ich habe dafür gesorgt das meine Tochter genauso gerne und viel liest und sie gibt das an ihre Tochter weiter. Die Enkelin ist ja erst drei Jahre, aber ihr Büchervorrat ist wirklich riesig und sie will immer vorgelesen haben. Also der Buchdruck wird nicht aussterben, dafür sorgen wir schon.
 
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