Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Leider gehen diese bescheidenen Deutschkenntnisse bei vielen auch mit bescheidenen Fähigkeiten in der türkischen Sprache zusammen. Und letztendlich ist das ganze nicht nur diesen Jugendlichen oder deren Familien anzulassen (das Thema wurde hier schon öfter zur Sprache gebracht!).


Es hat vor allem etwas mit Wollen und Interesse zu tun. Wer meint, mit Kanakspraak besonders cool zu wirken, fällt spätestens beim ersten Bewerbungsgespräch auf die Schnauze. Dann bleibt aber immer noch die Ausrede als Türke diskriminiert zu werden. Besser kann man sich doch eine Lebenslüge nicht aufbauen
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Es hat vor allem etwas mit Wollen und Interesse zu tun. Wer meint, mit Kanakspraak besonders cool zu wirken, fällt spätestens beim ersten Bewerbungsgespräch auf die Schnauze. Dann bleibt aber immer noch die Ausrede als Türke diskriminiert zu werden. Besser kann man sich doch eine Lebenslüge nicht aufbauen
Ich finde, Du springst, wie immer bei diesem Thema, sehr kurz. Und das, wo Du Dich so sehr für Geschichte interessiert und meinst man könnte daraus lernen.
Geschichte fängt nicht erst vor 50 Jahren und früher an. Es gab Zeiten in Deutschland, nicht so lang her, in denen es egal war, ob man kanakisch oder gar nicht gesprochen hat, irgendeine halbwegs bezahlte Arbeit fand man immer, selbst wenn man selbst gar nicht wollte.

Es liegt nie nur an den Leuten. Es liegt immer auch an der gesellschaftlichen Situation.

Meines Erachtens sollte man nie vorschnell mit einem Urteil bzw. einer Verurteiung zur Hand sein.

Vor kurzem hieß es, Arbeitslose wollen nicht arbeiten. Wer will, findet einen Job.
Heute arbeiten Schul-Praktikanten für nix in Altersheimen volles Programm.
Universitätsabgängen als Praktikanten für nix oder mit Halbtagsgehältern in Fulltimejobs in Forschungseinrichtungen. Sitzen Leute für fast nix bei Rewe an der Kasse, werden von Hinz und Kunz auf Harz weißickwieviel aufgestockt und haben richtige Arbeitsplätze vernichtet.

Es kommt noch dahin (wieder), dass man für seine Lehrzeit kein Geld bekommt, sondern zahlen muss.
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Ich finde, Du springst, wie immer bei diesem Thema, sehr kurz. Und das, wo Du Dich so sehr für Geschichte interessiert und meinst man könnte daraus lernen.
Geschichte fängt nicht erst vor 50 Jahren und früher an. Es gab Zeiten in Deutschland, nicht so lang her, in denen es egal war, ob man kanakisch oder gar nicht gesprochen hat, irgendeine halbwegs bezahlte Arbeit fand man immer, selbst wenn man selbst gar nicht wollte.

Es liegt nie nur an den Leuten. Es liegt immer auch an der gesellschaftlichen Situation.

Meines Erachtens sollte man nie vorschnell mit einem Urteil bzw. einer Verurteiung zur Hand sein.

Vor kurzem hieß es, Arbeitslose wollen nicht arbeiten. Wer will, findet einen Job.
Heute arbeiten Schul-Praktikanten für nix in Altersheimen volles Programm.
Universitätsabgängen als Praktikanten für nix oder mit Halbtagsgehältern in Fulltimejobs in Forschungseinrichtungen. Sitzen Leute für fast nix bei Rewe an der Kasse, werden von Hinz und Kunz auf Harz weißickwieviel aufgestockt und haben richtige Arbeitsplätze vernichtet.

Es kommt noch dahin (wieder), dass man für seine Lehrzeit kein Geld bekommt, sondern zahlen muss.[/quote]


Genau das Gegenteil wird passieren. Schon in ein paar Jahren werden die Arbeitskräfte händeringend gesucht und die Löhne massiv steigen.
 
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Genau das Gegenteil wird passieren. Schon in ein paar Jahren werden die Arbeitskräfte händeringend gesucht und die Löhne massiv steigen.[/quote]

Erstmal nur eine Hoffnung, aber:
Im Niedriglohnsektor wird wenig gebraucht.
Statt Arbeitsplätze zu exportieren (wäre auch furchtbar), oder Fachkräfte auszubilden, wird die Wirtschaft Fachkräfte importieren und damit die Gehälter drücken.
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Genau das Gegenteil wird passieren. Schon in ein paar Jahren werden die Arbeitskräfte händeringend gesucht und die Löhne massiv steigen.

Erstmal nur eine Hoffnung, aber:
Im Niedriglohnsektor wird wenig gebraucht.
Statt Arbeitsplätze zu exportieren (wäre auch furchtbar), oder Fachkräfte auszubilden, wird die Wirtschaft Fachkräfte importieren und damit die Gehälter drücken.[/quote]


Diese Fachkräfte gibt es aber nicht in Hülle und Fülle
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Ob bewusst oder unbewusst, natürlich ist es Aus- bzw. Abgrenzung wenn Arbeitskollegen, die sich im gleichen Raum aufhalten, die Heimatsprache verwenden obwohl sämtliche Anwesenden die Landesprache beherrschen. Das gilt zunächst einmal völlig unabhängig von der Frage, aus welchem Grund man/frau "unter seinesgleichen bleibt" sowie von der weiteren Frage, wie negativ/positiv das von den Anwesenden persönlich empfunden wird und zuletzt welche negativen/positiven Auswirkungen dieses Verhalten objektiv auf die gesellschaftliche Entwicklung bzw. für die Integration hat.
Meine Einstellung: Würde ich im Ausland leben, hätte die neue Sprache allerhöchste Priorität. Wäre ich dort am Arbeitsplatz (oder in der Freizeit) unter Leuten aus meiner Heimat, würde ich aus "Lust an der Freude" wahlweise auch die Heimatsprache sprechen, hätte aber keine Problem in der neuen Sprache zu bleiben, wenn ich diese sehr gut beherrsche; wären hingegen Landsleute anwesend, würde ich das selbstverständlich unterlassen, damit jeder Anteil nehmen und niemand das Gefühl bekommen kann, aussen vor zu bleiben. Anteilnahme und Respekt...
Bei Einwänden gegen diese Auffassung wie etwa "das interessiert doch hier niemanden", "wir können uns sowieso nicht leiden da spielt das auch keine Rolle mehr", " das ist ja nicht böse gemeint sondern gibt uns einfach ein gutes Gefühl", "meine Witze kann ich in der Fremdsprache einfach nicht so gut erzählen" hätte meine Oma geantwortet: Ganz egal, das muss einfach nicht sein. In diesem Sinne..
VG
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

Auch in meiner Schule gibt es diverse Nationalitäten. Oft kommt es vor, dass sich eine Gruppe bildet und gemeinsam gequatscht wird, natürlich auf Deutsch. Fangen dann die Araber in der Gruppe an sich auf Arabisch zu unterhalten, entferne ich mich nun demonstrativ. Ich habe keine Lust, dämlich daneben zu stehen und derart ignoriert zu werden
 
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bonjour pit

Ob bewusst oder unbewusst, natürlich ist es Aus- bzw. Abgrenzung wenn Arbeitskollegen, die sich im gleichen Raum aufhalten, die Heimatsprache verwenden obwohl sämtliche Anwesenden die Landesprache beherrschen.

ok, das ist sogar in dem fall viel mehr: provokation, die nur absolutes unfrieden vorbereiten soll... es sei denn es handelt sich um sehr intime gespräche. dann aber gibt es die frage, welche intime gespräche darf man dort führen, weil man nicht erkannt wird: stiehlt man regelrecht die zeit (arbeitsplatz! handelt es sich um grobem misbrauch)? nimmt man sich rechte frei, die die anderen nicht haben?
dann ist es wieder eine provokation und zwar eine noch grössere pinocchio

Meine Einstellung: Würde ich im Ausland leben, hätte die neue Sprache allerhöchste Priorität.

billig, unanständig, falsch!

hast du je versucht, türkisch, bambara, arabisch oder chinesisch zu erlernen!

du weisst, dass man als europäer behaupten kann, dass die allermeisten europäer es nicht schaffen, und dann, dann kann ich mich dahinter verkriechen...

könnte ich, würde ich, aber da es für uns schier unmöglich ist...

tatsache ist, dass heute, und früher in der kolonialzeit, die europäer sich einen dreck um die landessprachen gekümmert haben: sie haben sogar die wenigen schriftlichen zeugen dieser sprachen verbrannt, hinterher konnte sie gar niemand mehr erlernen ...

bisher konnten die germanen ausnahmslos ALLE einwanderer zwingen, inklusiv der vorherrschenden preussen (man muss sich das vorstellen!), ihre heimatssprache zu vergessen. einzige ausnahme: die juden, weil sie ja ein deutsches dialekt namens jiddisch sprechen!

fast kein einziger pole spricht polnisch, die preussische sprache ist ganz ohne glanz noch pracht nahezu total verloren gegangen, und magyar existiert nur deshalb immer noch, weil österreicher und keine deutschen das sagen hatten :idea:

sonst wäre ganz gewiss auch die ungarische sprache (eine art türkensprache) weg ...

du träumst von märchen, und erzählst uns märchen :frown:

salut
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

bonjour pit



ok, das ist sogar in dem fall viel mehr: provokation, die nur absolutes unfrieden vorbereiten soll... es sei denn es handelt sich um sehr intime gespräche. dann aber gibt es die frage, welche intime gespräche darf man dort führen, weil man nicht erkannt wird: stiehlt man regelrecht die zeit (arbeitsplatz! handelt es sich um grobem misbrauch)? nimmt man sich rechte frei, die die anderen nicht haben?
dann ist es wieder eine provokation und zwar eine noch grössere pinocchio



billig, unanständig, falsch!

hast du je versucht, türkisch, bambara, arabisch oder chinesisch zu erlernen!

du weisst, dass man als europäer behaupten kann, dass die allermeisten europäer es nicht schaffen, und dann, dann kann ich mich dahinter verkriechen...

könnte ich, würde ich, aber da es für uns schier unmöglich ist...

tatsache ist, dass heute, und früher in der kolonialzeit, die europäer sich einen dreck um die landessprachen gekümmert haben: sie haben sogar die wenigen schriftlichen zeugen dieser sprachen verbrannt, hinterher konnte sie gar niemand mehr erlernen ...

bisher konnten die germanen ausnahmslos ALLE einwanderer zwingen, inklusiv der vorherrschenden preussen (man muss sich das vorstellen!), ihre heimatssprache zu vergessen. einzige ausnahme: die juden, weil sie ja ein deutsches dialekt namens jiddisch sprechen!

fast kein einziger pole spricht polnisch, die preussische sprache ist ganz ohne glanz noch pracht nahezu total verloren gegangen, und magyar existiert nur deshalb immer noch, weil österreicher und keine deutschen das sagen hatten :idea:

sonst wäre ganz gewiss auch die ungarische sprache (eine art türkensprache) weg ...

du träumst von märchen, und erzählst uns märchen :frown:

salut


Als Märchenonkel bist du aber unübertroffen:!:
 
AW: Türkisch sprechen bei der Arbeit - was denkt Ihr?

bonjour pit



ok, das ist sogar in dem fall viel mehr: provokation, die nur absolutes unfrieden vorbereiten soll... es sei denn es handelt sich um sehr intime gespräche. dann aber gibt es die frage, welche intime gespräche darf man dort führen, weil man nicht erkannt wird: stiehlt man regelrecht die zeit (arbeitsplatz! handelt es sich um grobem misbrauch)? nimmt man sich rechte frei, die die anderen nicht haben?
dann ist es wieder eine provokation und zwar eine noch grössere pinocchio



billig, unanständig, falsch!

hast du je versucht, türkisch, bambara, arabisch oder chinesisch zu erlernen!

du weisst, dass man als europäer behaupten kann, dass die allermeisten europäer es nicht schaffen, und dann, dann kann ich mich dahinter verkriechen...

könnte ich, würde ich, aber da es für uns schier unmöglich ist...


du träumst von märchen, und erzählst uns märchen :frown:

salut



Hallo solresol,

ich sagte, wenn ich im Ausland leben würde, hätte die Sprache für mich höchste Priorität. Ich halte das für selbstverständlich. Was den Schwierigkeitsgrad der Sprachen angeht- Europäische Sprachen oder Türkisch halte ich ohne weiteres für erlernbar, bei Arabisch wird es schwieriger, ist aber immer noch machbar. Bei Chinesisch würde es vielleicht kritisch- aber letztlich ist alles eine Frage der Zeit und des Willens. Abgesehen davon, wenn jemand meine Sprache nicht spricht, weil er sie nicht bzw. zu wenig beherrscht, wäre ich der Letzte, der deswegen meckert, sofern er sich darum bemüht, dass sich das eines Tages ändert.

Iyi aksamlar
 
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