Unterricht in der Herkunftssprache

Ich finde es ist toll wenn man neben Deutsch auch die Sprache der Eltern als Unterrichtssprache in der Schule hat.
Es ist etwas anderes nur zu reden, TV, Zeitungen sondern auch zielgerichtet Diktate, Abhandlungen, Interpretationen zu absolvieren.

Diese Menschen können Brückenbauer sein.

In Berlin gibt es das schon lange: von der ersten Klasse bis zum Abitur:
http://www.berlin.de/sen/bildung/besondere_angebote/staatl_europaschule/
http://bildungsserver.berlin-brande...s/europa-und-schule/europaschulen-berlin/?L=0

"Zur Zeit besuchen über 6.000 Schülerinnen und Schüler die 17 Grundschulen und 13 weiterführenden Schulstandorte mit insgesamt neun Sprachkombinationen: Deutsch-Englisch, Deutsch-Französisch, Deutsch-Italienisch, Deutsch-Neugriechisch, Deutsch-Polnisch, Deutsch-Portugiesisch, Deutsch-Russisch, Deutsch-Spanisch, Deutsch-Türkisch."

"..........keine Eliteeinrichtung für besonders Begabte oder Diplomatenkinder. Der gleichberechtigte Zugang zu der Europa-Schule Berlin ist charakteristisch: Bewusst wird kein Schulgeld erhoben. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, entscheidet das Los und nicht der Geldbeutel der Eltern oder deren Einflussnahme."
 
Ja, zurecht.
Wenn ich in ein anderes Land gehe, dann habe ich gefälligst selber dafür zu sorgen, dass ich und meine Kinder die Sprache lernen.... Nicht der Staat.


Ja, richtig, aber meine Eltern, wie auch viele der ersten Generation wollten ja nur etwas Geld verdienen und wenn sie ausgesorgt hätten, wollten sie auch in die Heimat zurück. Mein Vater sagt, er habe deshalb den Deutschkurs damals abgebrochen, weil das bisschen ihm reichte. Das Arbeiten war eh Vollzeit und Schichtarbeit und dann noch drei Kinder, da bleibt wenig Zeit für eine Sprache. Außerdem gab es auch in Banken und Behörden immer einen Übersetzer. Leider hat er aber die Rechnung nicht mit uns Kindern gemacht, denn als er 1984 in die Türkei zurück wollte, wurden wir Kinder laut und haben uns heftig dagegen gewehrt. Wir wollten nicht zurück, warum auch. Okay, das hießt dann, dass ich meinen Eltern bei allem helfen musste - wie bei vielen wichtigen Sachen heute noch .
 
Nja, wie auch immer....
Ich finde, das ist nicht Sache der Schule, sondern der Eltern.

Eine Sprache richtig zu lernen, von der Grammtik bis Satzstellung die richtige Schreibweise und Aussprache, ist gut und wichtig, auch wenn es "nur" türkisch oder arabisch ist. Und das ist nicht die Sache der Eltern.

Ich hatte übrigens "muttersprachlichen Ergänzungsunterreicht also türkisch", französisch, englisch, deutsch und ich kann keine Sprache richtig. Dafür kann ich rechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es ist toll wenn man neben Deutsch auch die Sprache der Eltern als Unterrichtssprache in der Schule hat.
Es ist etwas anderes nur zu reden, TV, Zeitungen sondern auch zielgerichtet Diktate, Abhandlungen, Interpretationen zu absolvieren.

Diese Menschen können Brückenbauer sein.

In Berlin gibt es das schon lange: von der ersten Klasse bis zum Abitur:
http://www.berlin.de/sen/bildung/besondere_angebote/staatl_europaschule/
http://bildungsserver.berlin-brande...s/europa-und-schule/europaschulen-berlin/?L=0

"Zur Zeit besuchen über 6.000 Schülerinnen und Schüler die 17 Grundschulen und 13 weiterführenden Schulstandorte mit insgesamt neun Sprachkombinationen: Deutsch-Englisch, Deutsch-Französisch, Deutsch-Italienisch, Deutsch-Neugriechisch, Deutsch-Polnisch, Deutsch-Portugiesisch, Deutsch-Russisch, Deutsch-Spanisch, Deutsch-Türkisch."

"..........keine Eliteeinrichtung für besonders Begabte oder Diplomatenkinder. Der gleichberechtigte Zugang zu der Europa-Schule Berlin ist charakteristisch: Bewusst wird kein Schulgeld erhoben. Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, entscheidet das Los und nicht der Geldbeutel der Eltern oder deren Einflussnahme."
Außerdem gibt es auch zahlreiche bilinguale Kitas in der Stadt:
http://www.businesslocationcenter.d...tadt/kindertagesbetreuung/mehrsprachige-kitas

sozusagen ohne Ende.
 
Ja, richtig, aber meine Eltern, wie auch viele der ersten Generation wollten ja nur etwas Geld verdienen und wenn sie ausgesorgt hätten, wollten sie auch in die Heimat zurück. Mein Vater sagt, er habe deshalb den Deutschkurs damals abgebrochen, weil das bisschen ihm reichte. Das Arbeiten war eh Vollzeit und Schichtarbeit und dann noch drei Kinder, da bleibt wenig Zeit für eine Sprache. Außerdem gab es auch in Banken und Behörden immer einen Übersetzer. Leider hat er aber die Rechnung nicht mit uns Kindern gemacht, denn als er 1984 in die Türkei zurück wollte, wurden wir Kinder laut und haben uns heftig dagegen gewehrt. Wir wollten nicht zurück, warum auch. Okay, das hießt dann, dass ich meinen Eltern bei allem helfen musste - wie bei vielen wichtigen Sachen heute noch .


Und Wochenendarbeit und Überstunden über Überstunden.
 
Irgendwie verstehe ich das nicht. Was stört dich daran, dass die Schule das organisieren/anbieten möchte?

Eltern sind Eltern, aber keine pädagogischen Fachkräfte, die explizit dafür ausgebildet sind.
Es stört mich noch nicht mal.
Ich finde es überflüssig.
Wie gesagt.... Ausländischen Kindern soll in erster Linie die deutsche Sprache beigebracht werden.


Und Wochenendarbeit und Überstunden über Überstunden.
Ja und?
Ich rede nicht von unseren Eltern, sondern von unseren Kindern.

Ich sage ja gar nicht, dass man das machen kann/ soll/ darf. Aber das ist nicht die Aufgabe der Schule.
Das ist die Aufgabe von Verbänden, Konsulaten, Kulturvereinen.
 
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