Veganismus-Ethik oder Dogma?

Damit hier keiner denkt ich mache das weil ich ein guter Mensch bin. Nein, nein ich esse wenig Fleisch weil ich sonst noch mehr vom Rheuma spüre und auch eine Gicht-große Zehe bekomme.
Wäre das nicht, würde ich wahrscheinlich auch mehr Fleisch essen. Denn ich merke das ich manchmal nicht wirklich satt werde und dann anfange die Kühlschranktür ständig aufzumachen und zu gucken ob noch etwas eßbares drin ist.
 
was glaub ich den meisten nicht klar zu sein scheint:
ich werte nicht etwa das Essen von Menschen als etwas normales
geschweigedenn finde ich, dass Kannibalismus praktiziert werden sollte.
Zu diesem Schluss kommt man nur, wenn man es als völlig leigitim ohne jeden Zweifel ansieht, dass Tiere = Essen sind.
Ganz im Gegenteil bin ich der Meinung, dass weder Tiere noch Ommas gegessen werden sollten,
weil beides aus meiner Sicht extrem schlimm ist.
Für mich hat Omma viel Charakter, viel Herz, viel Liebe die sie anderen geben kann, viel was sie zu einem achtenswerten Lebewesen macht. Ebenso sehe ich Tiere.
Viele haben die Meinung man kann eine Katze oder einen Hund nicht essen, weil das ein Freund ist.
Ein selbstständiges Wesen mit Gedanken, Gefühlen, mit Charakter - wie ein kleiner pelziger, treuer Gefährte.

Ich bin mit sehr nahem Umgang zu Tieren groß geworden.
Mit Hunden, Katzen, Hühnern, Pferden, Schweinen, Fischen...alles was so kreucht und fleucht. Während meine Mutti gearbeitet hat, bin ich in der Wildnis rumgetollt und hab Schnecken bei ihrem Alltag zugeschaut.
Wie sie neugierig vor sich hinkriechen, wie Bewegungen und Berührungen sie zurück schrecken lassen, wie sie andere Schnecken treffen und auf sie reagieren.
Hühner hielt ich immer für blöde Viecher. Erst als ich 16 war und mir ein Fasanenküken zulief, nachdem gegenüber die Wiese gemäht wurde, hab ich gemerkt, dass auch die dummen Viecher einen Charakter haben, einen eigenen Willen - wie mein Kaninchen davor, wie ein Hund.

Mit 6Jahren hab ich zum Entsetzen meiner Mutter dann verweigert Fleisch zu essen.
aus dem einfachen Grund: ich hab gemerkt, dass wir mehr als genug andere Dinge zu essen haben, sodass ich nicht darauf angewiesen bin Fleisch zu essen.
Warum also sollte eines von diesen Liebenswerten Geschöpfen für mein Essen sein Leben lassen?
Warum ich das mit der Omma als Argument bringe?
Weil Kleineruvaer zu Mutti immer gesagt hat "nein, ich ess das nicht. wenn du Oma isst, dann ess ich das. sonst nicht."
 
@eruvaer
In einem anderen Thread freust du dich darauf, Eier in die Pfanne zu hauen. Wieviele "liebenswerte Geschöpfe" für die Eierproduktion vernichtet werden, weißt du sicher.

ich esse extrem selten mal Eier. meistens, wenn Mutti mir welche von ihrer Freundin mitbringt, die selbst Hühner haben - da sie Nachbarn hat, haben sie keinen Hahn.
kein Hahn, keine Befuchtung, keine Abtreibung...
ich kann ja auch nicht jedes Mal, wenn ich einen Eisprung hab mich befruchten lassen, nur damit nix "weg kommt" o_O
 
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