AW: Wahlrecht für Bienen und Erdbeeren
Ich glaube, das Problem liegt tiefer. Die Kirche fürchtet sich vor so etwas wie freier Spiritualität, dem eigentlichen, seelisch-geistigen Nährboden der Religion.
Spiritualität kann in vielen Gewändern in Erscheinung treten kann und ist nicht an Ideologie oder religiöse Einrichtungen und schon gar nicht an Tradition oder Buchstabengläubigkeit gebunden.
Ich würde nicht so weit gehen, ein tiefer liegendes Problem darin zu sehen.
Der Mensch im Universum dürfte sich immer mit Spiritualität umgeben haben. "Warum atme ich?", "Warum existiere ich?", "Gibt es da neben den Menschen und Tieren mit denen ich zusammen lebe, und den Bergen, Naturphänomen, noch etwas anderes, Großartiges ausserhalb meiner Sicht-/Erkenntnisweite?"
Z.B. gibt es natürlich auch unter Christen oder Muslime Gläubige mit einer spirituellen Lebenseinstellung. Ganz gleich, ob es postulierten Dogmen entspricht (Stichwort: Buchstabengläubigkeit).
Nun aber zurück zu meinem ersten Satz: Das Christentum oder der Islam fürchteten (und fürchten) sich vor jeglichem seelisch-geistigen Nährboden aller Art, der Menschen zu einem freien, selbstbestimmten, kritischen Denken animiert und Verhaltensweisen, Ideen, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden in frage stellt. Substanziell in frage stellt.
Die Antwort eines Christentums oder Islams darauf ist die Drohung. Die Bestrafung. Im Leben und auch nach dem Leben. So wird es wohl Menschen auf der Welt geben, die sich als zivilisiert bezeichnen würden, gegen Folter und die Todesstrafe wären, aber gleichzeitig einer Religion folgen könnten (und der Erziehung der Kinder in der selbigen), welche nach dem Tod bei Zuwiderhandlung von Dogmen mit Höllenqualen, Folter droht. Auf Erden auf die Einhaltung der Genfer Konventionen pochen und sich als "Demokrat" sehen, aber im kirchl./islam. "afterlife" sind alle Errungenschaften und Ansichten des Humanismus im A...
Die in diesem Thread erwähnten Bienen und Erdbeeren und das Wahlrecht hätte man genauso gut durch etwas anderes ersetzen können.
Es gibt kein tieferliegendes Problem:
Sobald ein Mensch in der Öffentlichkeit ein "Kunstwerk" entwirft, welches aus dem vom Christentum (oder Islam) selbst festgesetzten, konstruierten Rahmen fällt, ist es "entgrenzte" Kunst.
Lediglich die Rhetorik als Antwort auf solche Kunst ist im Christentum (durch die Hierarchisierung von Personen wie in einem Großunternehmen und studierten Thelogen auf den Universitäten) scheinbar espritvoller als im Islam. Und, dass das Christentum in den westlichen Industrieländern durch die Zeitgeschichte gezähmt wurde.