warum glauben?

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marion42

Guest
warum glaubt ihr?


egal ob jetzt christ oder moslem oder jude....


ich persönlich setze mich schon sehr lange mit diesem thema auseinander..



selbst hat es sich mir nicht erschlossen, wie man gläubig sein kann.
welches die beweggründe sind, bzw. welchen nutzen es hat.


ich stell mir mal einfach vor...
jeder der zur welt kommt, lebt 20 jahre seines lebens, ohne entsprechende einweisung in die regeln der weltreligionen.
also weder von den eltern darauf hin erzogen, noch durch besuche in gotteshäusern oder ähnlichem mit religionen in kontakt gekommen.

dann stell ich mir vor, jetzt kommt da jemand und erzählt diesem menschen..
du, vor 2000 jahren, da war ein typ, der ist nach drei tagen wieder lebendig geworden und hat gesagt er sei der sohn eines überirdischen wesen´s namens gott.

wer ist gott...würde vielleicht gefragt werden..

ja, gott ist alles...alle paar hundert jahre schickt er jemanden auf die erde, der seine regeln erklärt..die nächsten hunderte von jahren ist die menschheit dann damit beschäftigt, diese regeln mit kriegen und morden und verfolgungen, zu verkünden.
gott hat noch keiner gesehen und auch nicht persönlich mit ihm gesprochen, aber alle glauben an ihn.

manche mehr und manche weniger...

dann lernt dieser mensch alles was mit religionen zusammenhängt..

er liesst, als neutraler betrachter, die geschichte der menschheit mit ihren religionen..

würde dieser mensch gläubig werden?

an das gute glauben?

wo ist das gute in religionen????


ich empfinde es eigentlich nur als streitobjekt, und das, seitdem es sie gibt..

wieviel leid und tod hat glauben schon gebracht!!
wieviele lügen gehen einher, mit dem thema..

ob juden und christen, christen und moslems, moslems und juden..dazu die ganzen kleingruppierungen..

kriege..ohne ende...christen mit christen..wie in irland..

nur weil jeder glaubt, er glaubt das richtige.

also ich werd glauben wohl nie verstehen....

vielleicht kann es mir ja mal einer erklären...



lg marion :)
 
O

Ottoman

Guest
AW: warum glauben?

Pragmatisch betrachtet, kurz und bündig:

- die Furcht vor dem Tode wird einem genommen
- ein Ersatz für das Gesetzbuch (vorallem in früheren Zeiten)
- "Glaube versetzt Berge" - daran ist sicherlich etwas dran.
- Vorallem in schweren Zeiten gibt einem der Glaube Kraft (sicherlich kann man
dies psychologisch erklären)

"... Opium des Volkes"
 
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marion42

Guest
AW: warum glauben?

Pragmatisch betrachtet, kurz und bündig:

- die Furcht vor dem Tode wird einem genommen
- ein Ersatz für das Gesetzbuch (vorallem in früheren Zeiten)
- "Glaube versetzt Berge" - daran ist sicherlich etwas dran.
- Vorallem in schweren Zeiten gibt einem der Glaube Kraft (sicherlich kann man
dies psychologisch erklären)

"... Opium des Volkes"

wird nicht durch religion der tod erst zur angst erklärt?
das ende..andem die mögliche strafe steht.

kann man dem menschen keine gesetze vermitteln, ohne das überirdisches im spiel ist?
 
O

Ottoman

Guest
AW: warum glauben?

wird nicht durch religion der tod erst zur angst erklärt?
das ende..andem die mögliche strafe steht.

kann man dem menschen keine gesetze vermitteln, ohne das überirdisches im spiel ist?


Vor dem Fegefeuer hätte ich keine Angst, wobei ich eh drumherum kommen kommen werde :wink: . Die Angst vor dem endgültigen GAME OVER überwiegt viel mehr. Zumindest ist dies meine persönliche Meinung.

Die "überirdischen Gesetze" werden doch ohnehin von sehr wenigen eingehalten. Wir kennen mehr oder weniger unser Gestetzesbuch, doch vorallem haben wir noch unser Gewissen.
 
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marion42

Guest
AW: warum glauben?

Vor dem Fegefeuer hätte ich keine Angst, wobei ich eh drumherum kommen kommen werde :wink: . Die Angst vor dem endgültigen GAME OVER überwiegt viel mehr. Zumindest ist dies meine persönliche Meinung.

Die "überirdischen Gesetze" werden doch ohnehin von sehr wenigen eingehalten. Wir kennen mehr oder weniger unser Gestetzesbuch, doch vorallem haben wir noch unser Gewissen.

eben..fegefeuer..auch so ein begriff, der unterschwellige ängst vor dem ende schürt..

warum muss man angst haben, vor dem endgültigen game over?
versteh ich nicht..ich weiss das es so ist und gut..
warum vor etwas angst haben, das ich nicht ändern kann.
alles hat seinen anfang und sein ende.

ich finde es nicht schlimm, das ende irgendwann zu erreichen..schlimmer fände ich die vorstellung hier bis zum unendlichen ausharren zu müssen..
die erde noch in 10 millionen jahren erleben zu müssen..

haben die menschen ein gewissen?
ich weiss nicht..wenn ich mir so anschaue was alles auf der welt passiert..ob mit oder ohne religion.


und oft habe ich auch bei religiösen menschen das gefühl, das gewissen gerne beruhigt wird, mit dem bezug zu gott..dem kann man ja bequem alle seine unzulänglichkeiten in die schuhe schieben...denn er hat es ja so gewollt..

ist gott die ausrede für unser handeln?
 
O

Ottoman

Guest
AW: warum glauben?

eben..fegefeuer..auch so ein begriff, der unterschwellige ängst vor dem ende schürt..

Es gab mal das Fegefeuer für Kinder, was später von der Kirche wieder abgeschafft wurde. Noch weiter zurück existierte das Fegefeuer noch nicht einmal; wurde von der Kirche allerdings nachgeholt.

warum muss man angst haben, vor dem endgültigen game over?
versteh ich nicht..ich weiss das es so ist und gut..
warum vor etwas angst haben, das ich nicht ändern kann.
alles hat seinen anfang und sein ende.

Das Empfinden variiert wohl von Mensch zu Mensch sehr stark.
Personen die einem nahe standen nie mehr wieder sehen zu können... ein endgültiges Ende, macht mich zumindest traurig. Die Vorstellung vor der ewigen Dunkelheit, auch wenn man nichts mehr davon mitbekommt. Der Körper der einem vorher wichtig war, den man gewaschen und gepflegt hatte... zerfressen zu werden von Maden... all das trägt nicht sehr dazu bei mich mit dieser Vorstellung anfreunden zu können. Selbst wenn es ein Leben danach gebe, würde der Körper zerfressen werden außer man läßt sich einfrieren oder verbrennen. Aber dann würde ich diesen Körper mehr als Hülle sehen- Vorstadium zum eigentlichen Leben.

ich finde es nicht schlimm, das ende irgendwann zu erreichen..schlimmer fände ich die vorstellung hier bis zum unendlichen ausharren zu müssen..
die erde noch in 10 millionen jahren erleben zu müssen..

Zugegeben, zu Vorstellung ewig Leben zu müssen ist auch etwas bedrückend.
Wobei die Zeit sowieso relativ ist.

haben die menschen ein gewissen?
ich weiss nicht..wenn ich mir so anschaue was alles auf der welt passiert..ob mit oder ohne religion.

Jeder von uns könnte Mörder werden. Es kommt auf die Umstände, das Umfeld, aktuelle Ereignisse,... an. "Haben die Menchen Gewissen...", ja, mit sehr unterschiedlicher Ausprägung vielleicht.

und oft habe ich auch bei religiösen menschen das gefühl, das gewissen gerne beruhigt wird, mit dem bezug zu gott..dem kann man ja bequem alle seine unzulänglichkeiten in die schuhe schieben...denn er hat es ja so gewollt..

ist gott die ausrede für unser handeln?

Das ist richtig. Darüber hinaus kann man sich ja noch die Seele waschen lassen.
 

alterali

Well-Known Member
AW: warum glauben?

Ich sehe den Hang zur Gläubikeit beim Menschen als eine Art genetisches Programm, das ihm hilft, Unerklärbares zu erklären, Regeln zum Lösen von Problemen (Tod, Trauer, Angst usw.) zu suchen. Überlebensstrategie.

Das hat erst einmal nichts mit Religion oder Gott zu tun: Aberglauben, Ahnen, Vergöttlichung von Naturerscheinungen wie Sonne, Mond, Regen, Sturm, Dürre, Flut tun es auch.

Die Religionen versuchen dies zu kanalisieren.

Jeder kommt im Leben dazu, über die Sache nachzudenken:
Wo leben die Geister der Ahnen, wo lebt Gott?
Wieso sollte sich ein Gott gerade den Menschen offenbaren, wo die Erde nicht einmal ein Popel im Weltall ist.
Welchen Gott haben Algen, Bäume, Bazillen, Schlangen, Krähen, Schimpansen?
Welchen Gott hatte Lucy?

Wenn man über die Religionen selbst nachdenkt, dann nehmen die Fragen des Verstandes überhand. Zumal mir vieles an den Religionen kontrproduktiv erscheint.

Dennoch, der Verstand kann den Hang zu Gläubigkeit nicht wegreden.

Selbst unter Wissenschaftlern gibt es genügend, die an eine Art Gott glauben (wollen), Und ich denke, dass das nicht nur Alibiaussagen sind.
 
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marion42

Guest
AW: warum glauben?

Ich sehe den Hang zur Gläubikeit beim Menschen als eine Art genetisches Programm, das ihm hilft, Unerklärbares zu erklären, Regeln zum Lösen von Problemen (Tod, Trauer, Angst usw.) zu suchen. Überlebensstrategie.

genetisch überliefert von steinzeitmenschen, die noch nicht wussten wie blitz und donner funktionieren..also einfaches erbgut und im grunde so überflüssig wie der blinddarm?

Die Religionen versuchen dies zu kanalisieren.

zu kanalisieren oder ihren vorteil daraus zu schlagen?


Wenn man über die Religionen selbst nachdenkt, dann nehmen die Fragen des Verstandes überhand. Zumal mir vieles an den Religionen kontrproduktiv erscheint.

Dennoch, der Verstand kann den Hang zu Gläubigkeit nicht wegreden.

vielleicht ja doch..denn wenn wir wirklich unbedarft aufwachsen würden..also ohne diese dinge zu verklären..wie blitz und donner..sondern gleich lernen würden, wie diese dinge ablaufen, eben rein naturwissentschaftlich..

aber die menschheit wächst ja nicht unbedarft auf, weil jeder von kindesbeinen an, die regeln über den gläubigen menschen mitgeteilt bekommt..

kleinen kindern wird doch schon mit dem " lieben" gott gedroht...
kreuze oder andere symbole bestimmen den alltag...

Selbst unter Wissenschaftlern gibt es genügend, die an eine Art Gott glauben (wollen), Und ich denke, dass das nicht nur Alibiaussagen sind.

und auch die wissenschaftler sind mit tausendjährigen traditionen aufgewachsen, sie können gar nicht so neutral sein, wie sie er gerne wären..

alleine die möglichkeit, das es tatsächlich in den genen abgespeichert ist..

kombiniert eben, mit einer perfekt inzinierten gehirnwäsche über die jahrtausende...
 
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Ottoman

Guest
AW: warum glauben?

und auch die wissenschaftler sind mit tausendjährigen traditionen aufgewachsen, sie können gar nicht so neutral sein, wie sie er gerne wären..

alleine die möglichkeit, das es tatsächlich in den genen abgespeichert ist..

kombiniert eben, mit einer perfekt inzinierten gehirnwäsche über die jahrtausende...

Was die Wissenschaftler angeht fallen mir: Albert Einstein und Steven Hawkins spontan ein.

In ihren Büchern kam Gott immer wieder vor. Vielleicht ist folgender Satz sehr zutreffend: "Je mehr ein Mensch weiß, desto mehr weiß er, dass er nichts weiß".

Wenn man nichts weiß, dann kommt in die Weltformel GOTT hinzu.
 
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marion42

Guest
AW: warum glauben?

Was die Wissenschaftler angeht fallen mir: Albert Einstein und Steven Hawkins spontan ein.

In ihren Büchern kam Gott immer wieder vor. Vielleicht ist folgender Satz sehr zutreffend: "Je mehr ein Mensch weiß, desto mehr weiß er, dass er nichts weiß".

Wenn man nichts weiß, dann kommt in die Weltformel GOTT hinzu.

ich weiss das ich nichts weiss...ist auch so ein schönes zitat..( ich weiss nur gerade nicht von wem..)


ja, aber auch sie waren nicht neutral...

alle dinge über glauben können doch nur subjektiv sein, weil es doch kaum menschen gibt, die unter objektiven bedingungen aufwachsen..
 
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