warum glauben?

AW: warum glauben?

glauben ist für mich etwas immanentes, was mit erfahrung und innerem wissen zu tun hat. und im prinzip gehört genau das nicht zu den dingen, die man zu markte trägt bzw. als etwas einzigartiges "verkauft"... weil es einfach nicht einzigartig sein kann, eben weil jeder mensch andere erfahrungen, richtwerte und erlebnisse in diesen glauben einbringt.

Genau. :) Und ich werde immer skeptisch, wenn jemand sagt, dass er an "gar nichts" glaubt. Vielleicht glaubt er oder sie dann nicht an Gott, lehnt Religionen für sich ab und wähnt sich innerlich unabhängig und aufgeklärt - aber auf Dauer sucht sich doch jeder Mensch seine spirituellen Inselchen im Alltag: und auch das hat was mit Glauben oder vielmehr dem Bedürfnis zu tun, loszulassen, aufzutanken, sich auf sich selbst oder meinetwegen auch irgendein ordnendes Prinzip zu besinnen.. Und ob man das in der Musik, der Natur, im Sport oder einer anderen, hausgemachten Ersatzreligion findet, ist letztlich egal. Im Kern läuft es auf das selbe hinaus: sich (wieder) zu erden und etwaige Missklänge mit sich und anderen harmonisch aufzulösen.
Natürlich ist das alles nicht "objektiv", braucht und kann es auch nicht sein. Das, was wir als vermeintlich objektiv ansehen, wird zwangsläufig durch die Brille getönt, mit der wir die Welt betrachten. Und der Wunsch nach bestimmten Ritualen, die als sinnstiftend empfunden werden und das Hier und Heute gewissermaßen rhythmisieren, ist völlig normal. Menschlich. Wie Sdost schon schrieb, wurde das bezeichnenderweise auch im Kommunismus gepflegt. Dazu fällt mir spontan und völlig unsortiert unter anderem die Jugendweihe in der früheren DDR ein..

Mit anderen Worten: ganz ohne "Religion" geht's nicht. :wink:
 
AW: warum glauben?

@ anouk

die jugendweihe ist ein ritual, das eben völlig ohne religiösen hintergrund, als gesellschaftliches ritual gewählt wurde.

ich streite ja nicht ab, das es diese dinge geben muss, weil sie eben zum menschlichen miteinander dazugehören.

aber eben wirklich nur in dem sinne betrachtet, was es darstellt..gesellschaftliches miteinander ohne " aberglauben"..

das ist eine realitätsbezogene veranstaltung gewesen,
konfirmationen und kommunionen gehen einher mit der kirche, bzw dem glauben.

ich glaube wirklich an nichts ..schon komisch...

ne zeitlang hatte ich meine persönliche these, gott ist die natur..
sprich die erde auf der wir leben ist alles eins..
erde zu erde..bzw, ich fühl mich geerdet...

ich bin auch immer noch in dem denken..die natur ist die allmacht, für mich in diesem falle, mit religiösem ausdruck belegt, göttlich.

aber ich betrachte die natur auch nicht als denkendes, bewusst handelndes..sondern als eine reine zufallsentwicklung, die gewisse chemische komponenten ins leben gerufen haben...

und die, wenn andere komponenten eintreten, wie meteoriten oder so, genauso schnell wieder vorbei ist..

alles ist in verbindung miteinander..die erde und der kosmos..

und ich fühle mich trotzdem wohl, ohne dieses denken, was wird später und was kommt.
ich betrachte mich als teil des ganzen, ich gehöre einfach dazu...zur erde..ich komme von ihr und ich bleibe auf ihr..
bzw ich verteile mich irgendwann, in jahrmillionen, als feinstaub im weltall..

und das klappt wunderbar, so zu leben, ohne gott als krücke oder entschuldigung oder als hilfe zu brauchen.

ich bin für mein handeln, mit meiner umwelt, verantwortlich..ich und kein anderer...

wenn ich dagegen gläubig wäre..könnt ich ja immer zu mir selbst sagen..das warst ja gar nicht du..das hat gott gewollt...


lg marion
 
AW: warum glauben?

Aber damit glaubst Du eben auch, Marion: an die Verbindung zwischen Erde und Kosmos, dass Du ein Teil des Ganzen bist und irgendwann Feinstaub wirst. :) Eine schöne Vorstellung - aber eben auch ein gedankliches Konstrukt, das sich mit einem übergeordneten Prinzip und der Zukunft, nicht mit dem Hier und Heute befasst.. Siehst Du die Parallele?
 
AW: warum glauben?

Aber damit glaubst Du eben auch, Marion: an die Verbindung zwischen Erde und Kosmos, dass Du ein Teil des Ganzen bist und irgendwann Feinstaub wirst. :) Eine schöne Vorstellung - aber eben auch ein gedankliches Konstrukt, das sich mit einem übergeordneten Prinzip und der Zukunft, nicht mit dem Hier und Heute befasst.. Siehst Du die Parallele?

ja klar..seh ich schon..
auch ich mache mein denken und handeln an gewissen dingen fest..
auch finde ich die 10 gebote durchaus sinnvoll..


aber, ich käme nie auf die idee loszulaufen und nen krieg zu beginnen, um andere von meiner idee zu überzeugen.

im gegensatz zu den heute grössten religionseinrichtungen, die missionieren und wenn das nicht hilft, mit bomben und gottes hilfe...die welt umkrempeln wollen.

mir wird das göttliche einfach zu sehr ausgenutzt....und eben sehr sehr viele menschen, die dem aberglauben zugetan sind, sind dadurch manipulierbar.
es werden eben ängste geschührt, mit und durch die religion...( duck dich beim beten, z,b)

vielleicht müsste ich die frage anders stellen...warum glauben an einrichtungen die nur schlechtes bringen...
 
AW: warum glauben?

Aber damit glaubst Du eben auch, Marion: an die Verbindung zwischen Erde und Kosmos, dass Du ein Teil des Ganzen bist und irgendwann Feinstaub wirst. :) Eine schöne Vorstellung - aber eben auch ein gedankliches Konstrukt, das sich mit einem übergeordneten Prinzip und der Zukunft, nicht mit dem Hier und Heute befasst.. Siehst Du die Parallele?

ach und noch was...

nein, ich glaube in diesem falle nicht...ich weiss es, das ist der unterschied.
wir wissen, das wir in einem festen system sind.

alles ist verknüpft miteinander, und sei es durch magnetismus...

das ist wissen! schaft.

das andere ist nur vermutung....:)
 
AW: warum glauben?

hi hi..besonders die vorstellung staub zu werden, und irgendeinen verzweifelten hausmann, der zukunft, der nen schleier tragen muss, damit frau sein barthaar nicht sehen kann..( weil es ja so wuschig macht)..zum wahnsinn zu treiben..
weil ich mich, so als feinstaub, auf alle wichtigen dinge des alltags verteilen werde..ich werde hoffentlich..ganze grossmonitore an den wänden, mit ner schönen fetten schicht staub überziehen....;-)
 
AW: warum glauben?

warum glaubt ihr?


egal ob jetzt christ oder moslem oder jude....

Allein schon die Einteilung des Glaubens in solche Kategorien schreckt mich ab...

Es geht in der heutigen Gesellschaft wenn man über Glauben/Religion spricht immer nur darum, welcher Konfession man zugehörig ist..

Ich persönlich definiere meinen Glauben nicht dadurch dass ich mir ein Kreuz an die Wand nagele oder einen Koran oder Torah mein eigen nenne.
Ich denke Glauben sollte den Menschen an sich erfüllen...und zwar der Glaube an "das Übernatürliche" bzw. "all unser Vater/Mutter" (Ich drücke dass jetzt so geschwollen aus um nicht mit irgendwelchen disskusionswürdigen Begriffen wie Gott/Allah und so zu hantieren, da ich denke dass es unerheblich ist wie wir "ES" nennen da wir alle an das eine Glauben).

Wenn ich die heutige religiöse Gesellschaft und Machtordnung sehe, dann könnte der Eimer in den ich kotzen möchte nicht groß genug sein (gell, mar :roll: :lol:)...Die heutige religiöse Führung der Weltreligionen ist doch meistens ein von korrupten, frauenverachtenden und nach weltlichen Dingen gierendes "Pack".
Da wird zum einen Personenkult errichtet der absolut fragwürdig ist (siehe Pabst) oder Bevölkerungen mit irgendwelchen religiösen Botschaften geknechtet, unterdrückt, in Kriege geführt etc...

Ich bin der Meinung dass man seinem Glauben im Herzen trägt und es eine Frage der Zeit ist, bis man "den Glauben" für sich erfährt und verinnerlicht.


MfG Shaffty

PS: Übrigens eine provokante These ist, dass ohne Religion das Leben der Menschen viel friedlicher wäre.... Hab das mal als Klausurthema gehabt.:!:
 
AW: warum glauben?

weil ich mich, so als feinstaub, auf alle wichtigen dinge des alltags verteilen werde..ich werde hoffentlich..ganze grossmonitore an den wänden, mit ner schönen fetten schicht staub überziehen....;-)

Bewirb' Dich doch für ein Remake von "Good bye, Lenin!" :) Am Ende wird die Asche der verstorbenen Mutter mit einer selbstgebastelten Silvesterrakete in den Himmel geschossen, genau so, wie sie es sich gewünscht hat.. tolle Szene! (Und überhaupt: toller Film!) :wink:
 
AW: warum glauben?

Bewirb' Dich doch für ein Remake von "Good bye, Lenin!" :) Am Ende wird die Asche der verstorbenen Mutter mit einer selbstgebastelten Silvesterrakete in den Himmel geschossen, genau so, wie sie es sich gewünscht hat.. tolle Szene! (Und überhaupt: toller Film!) :wink:

kenn ich nicht den film, aber die möglichkeit der entsorgung meiner asche würde mir schon gut gefallen..ist auch billiger als ein sarg und der ganze quatsch..

ab in den orbit mit mir...
nächtes sylvester kauf ich mir dann mal meine erste rakete, und heb sie auf für später..

gute idee..danke anouk ;-)
 
AW: warum glauben?

Allein schon die Einteilung des Glaubens in solche Kategorien schreckt mich ab...

nicht nur die kathegorien..sondern dieses " was ist denn jetzt überhaupt richtig"..jeder sagt er hätte die ultimative gebrauchsanweisung, von gott, persönlich in der hand..


Es geht in der heutigen Gesellschaft wenn man über Glauben/Religion spricht immer nur darum, welcher Konfession man zugehörig ist..

Wenn ich die heutige religiöse Gesellschaft und Machtordnung sehe, dann könnte der Eimer in den ich kotzen möchte nicht groß genug sein (gell, mar :roll: :lol:)...Die heutige religiöse Führung der Weltreligionen ist doch meistens ein von korrupten, frauenverachtenden und nach weltlichen Dingen gierendes "Pack".
Da wird zum einen Personenkult errichtet der absolut fragwürdig ist (siehe Pabst) oder Bevölkerungen mit irgendwelchen religiösen Botschaften geknechtet, unterdrückt, in Kriege geführt etc...

die heutige?..
also wenn ich so in der geschichte zurückschaue, ist religion von jeher damit beschäftigt gewesen, ihre macht auszubauen..
die alten römer haben die alten griechen verhauen und über all dem standen irgendwelche priester, die zeus oder diverse andere gottheiten bemüht haben, ihre kriegslust zu legalisieren.

die christliche kirche zeichnet sich seit anbeginn durch morde aus....
jahrhunderte lang, waren sie bemüht, jeden herrscher ( könige und landesfürsten) zu meucheln, der nicht in das horn des jeweiligen papstes geblasen hat.

wenn es nach kirchen ginge, könnten wir heute alle noch nicht lesen und schreiben und würden brav und fürchtig in die tempel laufen und kritiklos das gesagte widerkäuen..

Ich bin der Meinung dass man seinem Glauben im Herzen trägt und es eine Frage der Zeit ist, bis man "den Glauben" für sich erfährt und verinnerlicht.


MfG Shaffty

PS: Übrigens eine provokante These ist, dass ohne Religion das Leben der Menschen viel friedlicher wäre.... Hab das mal als Klausurthema gehabt.:!:

und?..wie ist die klausur verlaufen?

welches ergebnis hat es dir gebracht?...

friedlicher oder nicht?

lg marion :)
 
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