A
Anouk
Guest
AW: warum glauben?
Genau.
Und ich werde immer skeptisch, wenn jemand sagt, dass er an "gar nichts" glaubt. Vielleicht glaubt er oder sie dann nicht an Gott, lehnt Religionen für sich ab und wähnt sich innerlich unabhängig und aufgeklärt - aber auf Dauer sucht sich doch jeder Mensch seine spirituellen Inselchen im Alltag: und auch das hat was mit Glauben oder vielmehr dem Bedürfnis zu tun, loszulassen, aufzutanken, sich auf sich selbst oder meinetwegen auch irgendein ordnendes Prinzip zu besinnen.. Und ob man das in der Musik, der Natur, im Sport oder einer anderen, hausgemachten Ersatzreligion findet, ist letztlich egal. Im Kern läuft es auf das selbe hinaus: sich (wieder) zu erden und etwaige Missklänge mit sich und anderen harmonisch aufzulösen.
Natürlich ist das alles nicht "objektiv", braucht und kann es auch nicht sein. Das, was wir als vermeintlich objektiv ansehen, wird zwangsläufig durch die Brille getönt, mit der wir die Welt betrachten. Und der Wunsch nach bestimmten Ritualen, die als sinnstiftend empfunden werden und das Hier und Heute gewissermaßen rhythmisieren, ist völlig normal. Menschlich. Wie Sdost schon schrieb, wurde das bezeichnenderweise auch im Kommunismus gepflegt. Dazu fällt mir spontan und völlig unsortiert unter anderem die Jugendweihe in der früheren DDR ein..
Mit anderen Worten: ganz ohne "Religion" geht's nicht. :wink:
glauben ist für mich etwas immanentes, was mit erfahrung und innerem wissen zu tun hat. und im prinzip gehört genau das nicht zu den dingen, die man zu markte trägt bzw. als etwas einzigartiges "verkauft"... weil es einfach nicht einzigartig sein kann, eben weil jeder mensch andere erfahrungen, richtwerte und erlebnisse in diesen glauben einbringt.
Genau.
Natürlich ist das alles nicht "objektiv", braucht und kann es auch nicht sein. Das, was wir als vermeintlich objektiv ansehen, wird zwangsläufig durch die Brille getönt, mit der wir die Welt betrachten. Und der Wunsch nach bestimmten Ritualen, die als sinnstiftend empfunden werden und das Hier und Heute gewissermaßen rhythmisieren, ist völlig normal. Menschlich. Wie Sdost schon schrieb, wurde das bezeichnenderweise auch im Kommunismus gepflegt. Dazu fällt mir spontan und völlig unsortiert unter anderem die Jugendweihe in der früheren DDR ein..
Mit anderen Worten: ganz ohne "Religion" geht's nicht. :wink: