Was tun mit Oma?

ege35

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

das sind aber die alten menschen die keine angehörigen hier haben...ich finde es eine sauerei,so mit alte menschen um zu gehen sie einfach ab zu schieben weil deutschland den arsch nicht an die wand bekommt....wer hat unser deutschland nach dem krieg den aufgebaut..es waren die alten....

ui da könnte ich so richtig an die decke gehen,abschieben und tschüß:evil:

Ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen in einem Heim in der Slowakei besser geht, als in Deutschland. Dort werden sie vielleicht "wärmer" behandelt, als in D.
 
L

Laledevri

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Früher gab es die Pflegeproblematik in dem Sinne nicht, da die Leute einfach- altersunabhängig- viel früher an ihren Wehwehchen gestorben sind. Heute sind Menschen jahrelang bettlägerig, bekommen Herzmedikamente und bleiben deshalb am Leben- auch wenn ihre sonstigen Gebrechen sie schon längst erlöst hätten. Manche können in ihren Stammbäumen die Todesursachen finden, da steht gelegentlich mal Oberschenkelhalsbruch. Daran stirbt heute kaum noch eine Omi oder ein Opi, aber oft geht nach dem Oberschenkelhalsbruch die Pflegeschleife los.

Wenn ich in einen großen Familienverbund integriert bin (so, wie ich mir das bei Sinto vorstelle) ist sicherlich eine Pflege zu Hause machbar. Meine Oma lebt in einer Wohnanlage, die mit einem Pflegdienst zusammen arbeitet. Sie wollte das so, nachdem sie das Haus verkauft hat, weil für sie alleine zu gross. Sie ist 86 und kann noch alleine sehr gut. Alle ihre Kinder leben im selben Ort, sie wollte zu keinem der Kinder ziehen und autark bleiben. Jeden Tag ist jemand bei ihr (3 Onkels plus deren Frauen, meine Mutter, zwei Cousinen). Wenn die Pflegebedürftigkeit eintreten würde, wäre eine Pflege durch die Angehörigen in Kooperation mit dem zum Haus gehörigen Pflegedienst realisierbar. Das haben alle gemeinsam besprochen.

Mein Vater hat vor fünfzehn Jahren eine andere Frau geheiratet und mir klipp und klar erklärt, ich hätte als Altlast in seinem neuen Leben nichts verloren. Der weiss natürlich noch nicht einmal, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe. Warum sollte ich mich um ihn kümmern, wo er mich derart weggestossen hat?

Bei meiner Mutter sieht es ganz anders aus. Da denkt man manchmal schon- was ist, wenn? Ich bin das einzige Kind, Tausende von Kilometern weg. Sie ist 61 und superfit, ich schiebe den Gedanken noch weg. Allerdings fände ich es grässlich, sie ganz alleine in Deutschland in einem Pflegeheim zu wissen. Sofern sie es wollte, würde ich sie hierher holen. Aber ob man einen alten Baum so krass verpflanzen kann? Wie gesagt, den Gedanken schiebe ich noch weit weg...
 

ege35

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

Bei meiner Mutter sieht es ganz anders aus. Da denkt man manchmal schon- was ist, wenn? Ich bin das einzige Kind, Tausende von Kilometern weg. Sie ist 61 und superfit, ich schiebe den Gedanken noch weg. Allerdings fände ich es grässlich, sie ganz alleine in Deutschland in einem Pflegeheim zu wissen. Sofern sie es wollte, würde ich sie hierher holen. Aber ob man einen alten Baum so krass verpflanzen kann? Wie gesagt, den Gedanken schiebe ich noch weit weg...

Das nennst du alt? Ich bin mit 60 in die Türkei ausgewandert - allein!
 
I

isviçre

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen in einem Heim in der Slowakei besser geht, als in Deutschland. Dort werden sie vielleicht "wärmer" behandelt, als in D.

Wenn dort die gleichen Bedingungen herrschen, wird es nicht anders sein als in D.
Für jemanden, der trotz des hohen Alters noch klar bei Sinnen ist, ist es bitter, sich in den letzten Monaten / Jahren des Lebens nicht mehr in der Muttersprachen unterhalten zu können.
 
L

Laledevri

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Auf you tube gibt es die Doku "Oma geht nach Thailand". Da geht es um alte Menschen, manche davon mit einer Minirente, andere gut situiert, die im Alter nach Thailand übersiedeln, um dort für wenig Geld in den Genuss guter und liebevoller Pflege zu kommen.

Warum auch nicht? frage ich mich da. Wenn die "Alten" den Mut zur Verpflanzung noch aufbringen ist das sicher eine Option. Gerade für die mit kleinem Geldbeutel.


Ansonsten hörte ich, hier in der Türkei seien Pflegekräfte aus den zentralasiatischen Staaten gefragt. Also schaffen es die Familien auch nicht immer alleine. Und in den "Huzurevi" hier muss ja auch irgendjemand wohnen, sonst würden die dicht machen. Ich glaube, die Entscheidung fürs Pflegeheim ist nicht immer der angeblichen deutschen "Kälte" geschuldet.
 

hilal74

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

@ alkim Jeder muss das für sich entscheiden. Ich kann nur für mich sprechen und für mich kommt es derzeit nicht in Frage und die Frage stellt sich derzeit auch nicht.Wir sind in der glücklichn lage 3 Altenpfleger in der Familie zu haben und das macht vieles einfacher.
Wir sind auch alle berufstätig und wechseln uns wie gesagt ab. Das Glück,dass alle in der Familie mitziehen,hat nicht jeder und das weiß ich auch.
Meine Mutter war immer für uns da,hat auf unsere Kinder aufgepasst und wir konnten sie jederzeit rufen, wenn Hilfe gebraucht wurde. Solange es für uns machbar ist, werden wir uns zu Hause um sie kümmern.Sollte sich ihr gesundheitlicher Zustand verschlechtern und die Pflege zu Hause nicht mehr möglich sein, werden wir uns wieder zusammensetzen und überlegen wie es weitergehen kann. Wir lassen es auf uns zukommen und freuen uns jetzt das unsere Mutter sich wohlfühlt in ihrer vertrauten Umgebung.
Ich verurteile niemanden, der seine Eltern in einem Pflegeheim unterbringt. Manchmal gehts eben nicht anders.Bei der Wahl der Heimes sollte man allerdings sehr genau hingucken.Ist nicht alles Gold was glänzt
 

alkim

Active Member
AW: Was tun mit Oma?

Ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen in einem Heim in der Slowakei besser geht, als in Deutschland. Dort werden sie vielleicht "wärmer" behandelt, als in D.

denke ich auch,aber muss das sein,das wir unser alten menschen so abschieben....
ich find es einfach nur traurig.....

ich muss aber jetzt mal sagen das türkische altersheim in berlin(da war meine oma zum schluss drin) kann ich nur empfehlen,die pfleger sind so lieb,wie sie mit den alten menschen umgehen....ich habe sie mal belauscht wie sie mit meiner oma reden...klar musste er lauter schrein weil sie fast taub war...aber er hat sie so liebevoll behandelt das ich weinen musste ,vor glück....
dort waren sie nicht nur für die älteren menschen da,auch für die angehörigen....wie liebevoll haben sie mich betreut als meine oma gestorben ist,haben uns bei der beerdigung geholfen...sogar 4 pfleger waren bei der beerdigung dabei....
 

alteglucke

Moderator
AW: Was tun mit Oma?

Wer hat überhaupt noch Eltern, bei denen Pflege droht? wer hat mit seinen Eltern schon mal darüber gesprochen, was sie sich für den Fall wünschen?

Bei meinem Vater ist der Fall nun eingetreten. Er ist herzkrank und dement. er kann viele Dinge nicht mehr allein machen wegen der Herzkrankheit und andere macht er einfach nicht als Folge der Demenz. Er ist inzwischen medikamentös sehr gut eingestellt - jedenfalls was die Demenz betrifft. Trotzdem muss er praktisch rund um die Uhr betreut werden. Das macht im Wesentlichen meine Mutter, das funktioniert aber auch nur, weil er zur Zeit wieder/noch zugänglich und friedlich ist.

Eine ganze Reihe von anderen Dingen habe ich übernommen: Einkaufen (mit meinen Eltern zusammen, denn die wollen schließlich auch mal vor die Tür), Arztbesuche, alles, was irgendwie mit Behörden, Krankenkassen und so zusammenhängt, usw. Das geht bei mir in dem Maß aber auch nur, weil ich zur Zeit keinen Job habe.

Und ich würde niemals ausschließen, dass mein Vater in einem Heim betreut wird, wenn die Situation schlimmer wird oder meine Mutter auch pflegebedürftig wird. Schlimmer bedeutet: wenn er aggressiv wird oder wegläuft. Ich finde, das sollte man schon zu seinem und unserem Schutz tun.
 
Top