Was tun mit Oma?

alkim

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AW: Was tun mit Oma?

@ alkim Jeder muss das für sich entscheiden. Ich kann nur für mich sprechen und für mich kommt es derzeit nicht in Frage und die Frage stellt sich derzeit auch nicht.Wir sind in der glücklichn lage 3 Altenpfleger in der Familie zu haben und das macht vieles einfacher.
Wir sind auch alle berufstätig und wechseln uns wie gesagt ab. Das Glück,dass alle in der Familie mitziehen,hat nicht jeder und das weiß ich auch.
Meine Mutter war immer für uns da,hat auf unsere Kinder aufgepasst und wir konnten sie jederzeit rufen, wenn Hilfe gebraucht wurde. Solange es für uns machbar ist, werden wir uns zu Hause um sie kümmern.Sollte sich ihr gesundheitlicher Zustand verschlechtern und die Pflege zu Hause nicht mehr möglich sein, werden wir uns wieder zusammensetzen und überlegen wie es weitergehen kann. Wir lassen es auf uns zukommen und freuen uns jetzt das unsere Mutter sich wohlfühlt in ihrer vertrauten Umgebung.
Ich verurteile niemanden, der seine Eltern in einem Pflegeheim unterbringt. Manchmal gehts eben nicht anders.Bei der Wahl der Heimes sollte man allerdings sehr genau hingucken.Ist nicht alles Gold was glänzt

da habt ihr echt glück, ich stehe mit meinem ex-mann alleine da...er kümmert sich so gut es geht jetzt um sie bis ich das blöde ok vom amt bekommen das ich zu ihnen ziehen kann....bei uns geht alles gerade drunter und drüber..entscheidungen meinerseits habe ich alle über bord geschmissen und handel nur noch so das es das beste für meine eltern ist.....

zumal ich eigentlich nur das enkelkind bin,aber sie seit geburt für mich da waren...und ihre leiblichen kinder sich nen scheiß kümmern :evil:
aber rumjammern,weil meine eltern die türe für sie zu machten....
 

ege35

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

Wenn dort die gleichen Bedingungen herrschen, wird es nicht anders sein als in D.
Für jemanden, der trotz des hohen Alters noch klar bei Sinnen ist, ist es bitter, sich in den letzten Monaten / Jahren des Lebens nicht mehr in der Muttersprachen unterhalten zu können.

Es ist doch so, dass genau die Leute, die nicht mehr klar bei Sinnen sind, in den Pflegeheimen landen. Körperliche Behinderungen sind einfacher zu handhaben.
 

alkim

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AW: Was tun mit Oma?

Und ich würde niemals ausschließen, dass mein Vater in einem Heim betreut wird, wenn die Situation schlimmer wird oder meine Mutter auch pflegebedürftig wird. Schlimmer bedeutet: wenn er aggressiv wird oder wegläuft. Ich finde, das sollte man schon zu seinem und unserem Schutz tun.

es wird schlimmer...so wie ich raus lese hat er nur eine leichte demenz,?
also noch am anfang,da ist eine pflege noch leichter,aber sobald sie in die mittelschwere überschreitet wird es schwerer....

ich habe mich damals beraten lassen wie man damit umgeht...war echt hilfreich in manchen situationen....kann ich nur empfehlen
 

alkim

Active Member
AW: Was tun mit Oma?

Na ja, in 20 Jahren wäre sie 81 und alt. Meine Mutter ist in ihrer ganzen Art superjung, auch vom Aussehen. Und Ege, dass Du über 60 bist hätte ich nicht gedacht, Du wirkst auf mich auch sehr jung(geblieben). Das ist ein Kompliment.

das muss ich jetzt auch mal sagen...ich hab dich auch jünger geschätzt vom aussehen.....auch von deiner arbeit her....

da kenn ich andere fälle:rolleyes:
 
Z

-Zarife-

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Du hast gut reden, tatsächlich in die Situation bist du aber nicht gekommen, dann würdest du jetzt anders denken.

Hast du eine Ahnung, was es bedeutet, sich ständig um einen Menschen zu kümmern? Noch dazu, wenn dieser Mensch verwirrt ist und manchmal nicht weiß wo er ist und was er macht!
Wenn du selbst mal zur Toilette mußt, oder nur das Zimmer verläßt müßtest du ihn anbinden damit nichts passiert.

Auch ich habe mal gesagt, meine Eltern kommen nie in ein Heim und
ich werde auch soweit ich die Kraft dazu habe das vermeiden, aber ich KANN nicht einfach zu Hause bleiben, verstehst du? Unser Staat sagt nicht zu mir, du bist eine liebe Tochter, wir zahlen dir dein Gehalt weiter.

Ganz davon abgesehen, ich sitze nicht zu Hause und langweile mich, ich arbeite Vollzeit und nebenbei mache ich meinen Haushalt und kümmere mich um meine Eltern.

Davon reden ist was ganz anderes als es tatsächlich zu tun.

Ach noch etwas. Meine Eltern waren und sind auch heute noch immer für uns Kinder da, soweit sie das können. Sie lieben uns und wir lieben sie. Sie waren und sind die besten Eltern die man sich nur wünschen kann
Ich habe mich auch um meinen Vater gekümmert , wir sind immer nach Duisburg zu ihm gefahren , ich habe ihn zu seinen chemos begleitet weil er es alleine nicht mehr konnte , ich musste ihm teilweise beim waschen helfen und ich habe seine aussetzer mitbekommen durch das morphium wenn er nicht mehr wusste wo er war und wirres zeug geredet hat , ich wusste was auf mich zukommen würde und trotz alledem waren ich und mein Mann uns einig das er zu uns kommen wird damit er seine letzten wochen nicht in ein Heim muss um dort zu sterben!

Du weisst gar nicht was ich alles durch gemacht habe , auch war ich an seinem sterbebett und habe ihm im Arm gehalten bis er eingeschlafen ist und das ist alles andere als friedlich gewesen ihm ist die Leber geplatzt weil der Tumor alles dicht gemacht hatte, ich weiss schon wovon ich rede und trotzdem würde ich es immer wieder tun wollen.
 
P

Pit 63

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Meine Mutter will nicht von mir gepflegt werden und ich würde sie auch nicht pflegen wollen.
Ist das Egoismus? Ja.
Ist das verwerflich? Ansichtssache.
Das kann letztlich jeder nur für sich selbst entscheiden.

Hätte ich Kinder, würde ich ebenfalls nicht von ihnen gepflegt werden wollen.
Ich würde aber auch nicht infolge von Alter und Gebrechlichkeit körperlich/geistig untätig dahinvegetieren wollen, sondern vorher ein freigewähltes Ende setzen.
Bis dahin lässt es sich mit einem Pflegedienst ganz gut zurechtkommen.

Da ich noch nicht soweit bin und keine Kinder habe, könnte man das von mir Gesagte als theoretische, unrealistische persönliche Rechtfertigung verwerfen- doch wer will das und warum.

Ich sehe hier unterschiedliche Erwartungshaltungen aufgrund unterschiedlicher Erfahrungswerte und Denkgewohnheiten, die mehr oder weniger moralisch und ideologisch aufgeladen sind.
Ich finde, man kann das alles so oder so sehen.

 

ege35

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

Meine Mutter will nicht von mir gepflegt werden und ich würde sie auch nicht pflegen wollen.
Ist das Egoismus? Ja.
Ist das verwerflich? Ansichtssache.
Das kann letztlich jeder nur für sich selbst entscheiden.

Hätte ich Kinder, würde ich ebenfalls nicht von ihnen gepflegt werden wollen.
Ich würde aber auch nicht infolge von Alter und Gebrechlichkeit körperlich/geistig untätig dahinvegetieren wollen, sondern vorher ein freigewähltes Ende setzen.
Bis dahin lässt es sich mit einem Pflegedienst ganz gut zurechtkommen.

Ich würde nicht erwarten, von meinen Kindern gepflegt zu werden, würde es auch nicht wollen. Meine Kinder denken vermutlich auch nicht im Traum dran.
Wenn sie dazu gezwungen würden, würden sie mich womöglich am Ende hassen, was nachvollziehbar wäre.
Lieber, wie Pit sagt: sondern vorher ein freigewähltes Ende setzen.
Ich hoffe, ich verpasse den Zeitpunkt nicht!
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Das Personal ärgert sich auch nicht über volle Hosen, sondern darüber da man es ihnen so schwer macht von Seiten der Heimleitungen und über die Personalsituation.Dazu kommen noch Angehörige die sich nicht bei ihren Eltern sehen lassen und wenn dann nur,um zu meckern:roll:

Daran wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern. In dem Fall sind die Leute wirklich "im Stich" gelassen. Jemand vertraute mir einmal an, dass die Sterberate im Altenheim um Weihnachten am höchsten ist. Alle Jahre wieder die Frage: Wer wird nach Hause abgeholt und wer verbringt die Feiertage im Heim?

Einen Aspekt, der für ein Pflegeheim spricht, habe ich aber erst hier im Örtchen kennengelernt: Eine alte Frau aus der Nachbarschaft, quasi an das Haus gebunden, 1mal am Tag kam der Pflegedienst kurz vorbei, das wars.
Aufgrund gesundheitlicher Probleme kam die Frau in das Seniorenheim in der Kreisstadt. In ihrem Fall ein echter Zugewinn an Lebensqualität. Nicht nur, weil sie keinen Haushalt mehr schmeissen musste, sie traf auch einige der Freunde und Bekannten wieder, die sie zuhause nicht mehr besuchen konnten weil sie selbst Pflegefälle waren und in dem Heim leben.

Von einem Tag auf den anderen hatte sich der Alltag der Frau um 180 Grad gedreht. Die Frau blühte richtig auf und hat keinerlei Sehnsucht danach, wieder allein in ihrem Wohnzimmer zu sitzen und auf den Tod zu warten.
 
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