Was tun mit Oma?

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Pit 63

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Ich denke dabei auch nicht wirklich an Sterbehilfe ....

... sondern einfach an die Art und Weise, wie man seinen letzten Weg gehen und gestalten möchte ....

Eine Verfügung von Todes wegen habe ich schon aufgesetzt- dabei geht es aber nur um den Erbschaftsaspekt.
Alles andere ist noch offen. Aber Du hast Recht, es macht Sinn, alles andere ebenfalls rechtzeitig zu regeln.
 

sonja.s

New Member
AW: Was tun mit Oma?

Eine Verfügung von Todes wegen habe ich schon aufgesetzt- dabei geht es aber nur um den Erbschaftsaspekt.
Alles andere ist noch offen. Aber Du hast Recht, es macht Sinn, alles andere ebenfalls rechtzeitig zu regeln.

Nun, da hast du ja schon mal einen extrem wichtigen Aspekt abgesichert .... aber, mir perönlich wäre es auch wichtig, zu wissen, wie ich unter die Erde komme .... ist dir das völlig egal ... dann brauchst du natürlich auch keine Vorkehrungen zu treffen ....

aber, wenn du in diesem Zusammenhang irgend eine Vorstellung, irgendeinen Wunsch hast, dann würde ich das doch im Testament formulieren .... das ist die einzigen Chance, die du jemals hast, anderen Menschen bedingungslos deinen Willen aufzuzwingen !!!!

Tu es !!! The Chance will never come back :wink: (sie gieren alle nach deinem Erbe ...:lol:)
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Was tun mit Oma?

So ähnlich war es auch bei meiner Tante. Das Altenheim war in ihrer Situation das Beste, was ihr passieren konnte. Und ich denke, das lässt sich vermutlich auch auf viele übertragen, die den Tag allein im Haus ihrer Familie verbringen, die gerade die nötige Kohle ranschafft.

Ja, bei manchen Menschen ist das die richtige Entscheidung. Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass es nur ein entweder (Zuhause) /oder (Heim) in dieser Frage gibt. Ein Pflegeheim ist nur eine Alternative von mehreren Möglichkeiten.

Wenn ich mich richtig erinnere war es Dänemark, wo seit rund 20 Jahren keine neuen Heimplätze mehr dazugebaut wurden, sondern mehr und mehr auf häusliche Pflege, bessere Unterstützung der Angehörigen, ortsnahe Wohngemeinschaften, seniorengerechte Wohnungen etc. gesetzt wird.
 

hilal74

Well-Known Member
AW: Was tun mit Oma?

Von einem Tag auf den anderen hatte sich der Alltag der Frau um 180 Grad gedreht. Die Frau blühte richtig auf und hat keinerlei Sehnsucht danach, wieder allein in ihrem Wohnzimmer zu sitzen und auf den Tod zu warten.

Alleine zu sein zu Hause und nur auf den Pflegedienst zu warten, der der einzige soziale Kontakte zur Außenwelt ist, ist für viele auch eine schlimme Vorstellung und da halte ich es auf jeden Fall für besser ein schönes Pflegeheim zu suchen, wo man nicht so isoliert lebt.
 

Janett

Member
AW: Was tun mit Oma?

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei der Pflege ist auch die Veränderung, die mit einem geschieht. Ich denke, dass es meinen Eltern oder wem auch immer nicht von Vorteil ist von mir gepflegt zu werden.
Ich würde bis zur Selbstaufgabe, immer am Rande der Erschöpfung alles für meine Eltern tun, die eigene Unzufriedenheit aber bestimmt auf sie übertragen, sie im Erntsfall dafür verfluchen, dass sie mich so kaputt machen.Die Entbehrungen wären zu groß als dass man sie ihnen nicht doch ab und zu vorhalten wird. Diese Ungerechtigkeit haben sie nicht verdient.

Gleichfalls stelle ich mir vor, dass sie aufgrund körperlicher Belange pflegebedürftig sind, aber geistig voll fit. Sie können selbst ihre Situation nicht ertragen, der körperliche Verfall würde sie mürrisch, streitsüchtig usw. machen. Ist für eine Eltern-Kind-Beziehung nicht erstrebenswert, sich Dinge an den Kopf zu werfen, die man sonst nie sagen würde.

Zum Glück haben meine Eltern diese Erwartungshaltung an mich nicht. Und ich erwarte das auch nicht von meinem Kind, von niemandem.
 
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Pit 63

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei der Pflege ist auch die Veränderung, die mit einem geschieht. Ich denke, dass es meinen Eltern oder wem auch immer nicht von Vorteil ist von mir gepflegt zu werden.
Ich würde bis zur Selbstaufgabe, immer am Rande der Erschöpfung alles für meine Eltern tun, die eigene Unzufriedenheit aber bestimmt auf sie übertragen, sie im Erntsfall dafür verfluchen, dass sie mich so kaputt machen.Die Entbehrungen wären zu groß als dass man sie ihnen nicht doch ab und zu vorhalten wird. Diese Ungerechtigkeit haben sie nicht verdient.

Gleichfalls stelle ich mir vor, dass sie aufgrund körperlicher Belange pflegebedürftig sind, aber geistig voll fit. Sie können selbst ihre Situation nicht ertragen, der körperliche Verfall würde sie mürrisch, streitsüchtig usw. machen. Ist für eine Eltern-Kind-Beziehung nicht erstrebenswert, sich Dinge an den Kopf zu werfen, die man sonst nie sagen würde.

Zum Glück haben meine Eltern diese Erwartungshaltung an mich nicht. Und ich erwarte das auch nicht von meinem Kind, von niemandem.

Zu dieser Problematik habe ich eine Geschichte über einen problematischen Pflegefall einer Frau gehört, der sich- allerdings bei geistiger Teilnahmslosigkeit- über Jahre hinzog. Der Tenor in der Familie war: Bitte, bitte, bitte, wir haben Dich wirklich alle lieb aber kannst Du jetzt nicht endlich sterben!?
 
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