Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

Also wenn zu mir jemand in der Türkei extrafreundlich war, wollte er mir eine Lederjacke oder eine Goldkette verkaufen.

Ich habe es jetzt in Deutschland öfters erlebt, die Leute sind schon meist reserviert, aber wenn Hilfe gebraucht wird, dann stehen auch (fast) alle zusammen.

Wenn ich im Bus sitze, sinniere ich auch lieber vor mir hin, höre Musik oder lese, ich hätte überhaupt keinen Bock, das mir da jemand die Ohren vollheult oder ein Gespräch aufdrängelt. Und so geht es den meisten Deutschen.

Wie schauts denn eigentlich mit ehrenamtlichen Engagement in der Türkei aus? In Deutschland ist das weit verbreitet und viele engagieren sich wirklich ziemlich stark.
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

... wenn dem so wäre, hätte mein Vater meine Mutter nicht kennengelernt, Demzufolge wäre ich nicht geboren und wäre nun nicht stolz darauf selbst Vater zu werden....*g*

Grüße...
C8)8)lworx
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

Wow ich hätte nicht gedacht, dass die Teilnahme hier so groß sein wird, vielen Dank, es freut mich, dass das Thema Interesse gefunden hat.

In Ostanatolien hat die Frau heute noch einen geringen Stellenwert, aber im Westen nicht, die klassische Frau aus Izmir weiß was sie will und die wenigsten heiraten heute einen "Pascha", zumal in der Türkei der Heiratstrend richtung abwärts geht.

Was für mich Izmir ist, ist auch Duisburg, wir haben in Duisburg ein zu Hause wo wir Winter-Sommer beheizt und bekühlt wohnen, auch in Izmir haben wir ein zu Hause wo wir im Winter beheizt und im Sommer bekühlt bleiben können.

Unser Starbucks in Duisburg macht die gleichen Kaffees wie in Starbucks Izmir.
Für mich kommen beide Städte aufs Gleiche hinaus, egal welche Hinsicht ich mir zu Gemüte führe.
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

... wenn dem so wäre, hätte mein Vater meine Mutter nicht kennengelernt, Demzufolge wäre ich nicht geboren und wäre nun nicht stolz darauf selbst Vater zu werden....*g*

Grüße...
C8)8)lworx

Meine Eltern kannten sich aus dem gleichen Kaff aus Izmir bereits, so oder so war ich also am "kommen" :biggrin:
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

Also wenn zu mir jemand in der Türkei extrafreundlich war, wollte er mir eine Lederjacke oder eine Goldkette verkaufen. .

grins. Kann passieren. Ich erlebe jedoch generell in den Geschaeften hier, dass es noch so etwas wie Service gibt. Auch die Lieferungen nach Hause, meistens gratis und super schnell. Und unschlagbar ist natürlich auch, dass man im Laden die Preise runterhandeln kann. Bei meiner elektrischen çaydanlık die Tage 25 Lira:biggrin:

Ich habe es jetzt in Deutschland öfters erlebt, die Leute sind schon meist reserviert, aber wenn Hilfe gebraucht wird, dann stehen auch (fast) alle zusammen. .

Man ist als Deutscher irgendwie so gepolt, das man erst mal versucht alleine klar zu kommen, um den Mitmenschen nicht zur Last zu fallen. Es ist in Deutschland aber auch nicht so, dass selbstverstaendlich ein Mann herbeieil und hilft, wenn eine Frau was schweres schleppt.

Wenn ich im Bus sitze, sinniere ich auch lieber vor mir hin, höre Musik oder lese, ich hätte überhaupt keinen Bock, das mir da jemand die Ohren vollheult oder ein Gespräch aufdrängelt. Und so geht es den meisten Deutschen. .

Hatte heute mal wieder so einen Tag, wo ich mit fast allen İstanbuler Verkehrsmitteln per Du war. Das soziale Gespraech haelt einem da eigentlich keiner. Jeder hockt für sich.

Wie schauts denn eigentlich mit ehrenamtlichen Engagement in der Türkei aus? In Deutschland ist das weit verbreitet und viele engagieren sich wirklich ziemlich stark.

Vereinskultur kann man hier suchen. Wenngleich es natürlich auch solche Vereinigungen ghibt, die sich engagieren. Aber darin unterscheiden sich die beiden Laender schon sehr stark.
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

In Ostanatolien hat die Frau heute noch einen geringen Stellenwert, aber im Westen nicht, die klassische Frau aus Izmir weiß was sie will und die wenigsten heiraten heute einen "Pascha", zumal in der Türkei der Heiratstrend richtung abwärts geht.

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Bitte verallgemeinere doch nicht so! 'Moderne' Frauen gıbt es auch in Antep, Adana und ansonsten auch östlich von Ankara. Es kommt immer auf den Hintergrund der Familie an, ob sie eher kemalistisch oder traditionell orientiert ist. Es sind immer noch verschwindend wenig Paare, die 'einfach so' zusammenleben, selbst unter denen, die im Ausland studiert haben. Die Ehe ist nach wie vor die einzige wirklich akzeptierte Lebensform von Mann und Frau. Viele, die über 30 sind, leben noch unverheiratet bei den Eltern. Und arbeiten sie nicht in derselben Stadt, aus der die Familie stammt, teilt man sich die Wohnung mit einer Gleichaltrigen oder einem Gleichaltrigen in aehnlicher Situatıon.

Gestiegen ist allenfalls die Scheidungsrate. Und manche heiraten vielleicht spaeter, war am Wochenende erst zu Gast bei einer Hochzeit, er war 40, sie 35- für beide die erste Ehe.

Probleme in den Ehen selbst haben oft weniger mit dem klassischen Paşatum zu tun als vielmehr damit, dass etliche türkische Maenner einfach entsetzliche Muttersoehnchen sind und die kaynana immer wieder reinfunkt, weil sie den Sohn nicht loslassen kann. Und dieses Phaenomen taucht quer durch alle Schichten auf, von der Landarbeiterin bis zur Lungenfachaerztin...
 
AW: Was wäre wenn......"wir" in der Türkei geblieben wären?

Bitte verallgemeinere doch nicht so! 'Moderne' Frauen gıbt es auch in Antep, Adana und ansonsten auch östlich von Ankara. Es kommt immer auf den Hintergrund der Familie an, ob sie eher kemalistisch oder traditionell orientiert ist. Es sind immer noch verschwindend wenig Paare, die 'einfach so' zusammenleben, selbst unter denen, die im Ausland studiert haben. Die Ehe ist nach wie vor die einzige wirklich akzeptierte Lebensform von Mann und Frau. Viele, die über 30 sind, leben noch unverheiratet bei den Eltern. Und arbeiten sie nicht in derselben Stadt, aus der die Familie stammt, teilt man sich die Wohnung mit einer Gleichaltrigen oder einem Gleichaltrigen in aehnlicher Situatıon.

Gestiegen ist allenfalls die Scheidungsrate. Und manche heiraten vielleicht spaeter, war am Wochenende erst zu Gast bei einer Hochzeit, er war 40, sie 35- für beide die erste Ehe.

Probleme in den Ehen selbst haben oft weniger mit dem klassischen Paşatum zu tun als vielmehr damit, dass etliche türkische Maenner einfach entsetzliche Muttersoehnchen sind und die kaynana immer wieder reinfunkt, weil sie den Sohn nicht loslassen kann. Und dieses Phaenomen taucht quer durch alle Schichten auf, von der Landarbeiterin bis zur Lungenfachaerztin...

Ich weiß, dass es im Osten auch moderne Frauen gibt.
Deswegen sind ja auch viele von denen um Izmir unterwegs 8).
Wir kennen mehrere Familien die in Izmir einen Zweitsitz oder sogar ihren Hauptsitz haben.
 
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