Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

Tut mir leid, aber in Anbetracht dessen (...)
macht mir dieser Thread Bauchschmerzen.

Danke Dir für den Hinweis. Trotzdem meine ich, ist nichts Böses daran, wenn Fiktion und Realität so aufeinander prallen wie ausgerechnet jetzt gerade..

Wer weiß denn, wie es Naddl im Moment gerade geht? Eine mehr oder weniger "abstrakte" Diskussion kann unter Umständen auch entlastend sein. Türen öffnen, Gespräche einleiten. Ich bin Dir sehr dankbar, dass Du das eingebracht hast..

lg
anouk
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

ich würde meiner tochter bescheid geben, das ich verreisen werde. dann werde ich mich in ein flugzeug setzen und noch einmal die welt von oben betrachten, bevor es nach "unten" geht. am liebsten unter bäumen , mit dem blick auf grünes laub sitzend würde ich adieu sagen.
sucht mich nicht. ich war nie da.

Du würdest Dich also nicht mal von Deiner Tochter "richtíg" verabschieden?:(

Ich als Tochter wäre entsetzt, wenn ich an der aufgelösten Wohnung etc. erkennen könnte, daß meine Mutter "es" wußte, aber mir nichts davon gesagt hat.:icon_frown:
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

Irgendwie erinnert mich dass an meine Cousine.... die im Alter von 27 Jahren an Brustkrebs gestorben ist........... und die letzten Monate ihres Lebens im Krankenhaus gewartet hat (ihre Liebsten um sich rum)... Es war schrecklich so einen jungen wundervollen Menschen so hilflos zu sehen wie er auf das Unausweichliche wartet.

Schrecklich!:-(
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre


das paradoxe daran war, dass sie mit Abstand die Fröhlichste immer war, und es schwer war für die Aussenstehenden ihre Emotionen zu kontrollieren......dass hat allerdings auch meinen totalen Respekt verdient, weil sie sich bis zuletzt nicht selbst aufgegeben hatte, sondern legendlich ihr Körper nicht mehr konnte/und wollte.

Rest in Peace....:(
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

puhhhh...
Erstmal meiner Mutter bescheid geben und den ganzen tag drüber nachdenken mir klar machen das es zu ende geht...
Hmmm alle meinen freunden bescheid geben nochmal zusammen was zu unternehmen das letzte mal und in ruhe dann zuahause so nach 3 wochen mit familie um mich herum in ruhe meine letzten Atemzüge genießen..!
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

sehr ergreifendes thema...ich würde so viel zeit wie möglich mit den menschen die ich liebe verbringen wollen, also meiner familie und meinen freunden.ansonsten würde ich nochmal über mein leben nachdenken was richtig und was falsch war...und ich würde nochmal irgendwohin fahren wo ich nur positive, schöne erinnerungen daran hatte!
ansonsten würde ich die menschen,die mir irgendwann wichtig waren und mit denen ich aus irgendwelchen gründen keinen kontakt mehr habe, aufsuchen und ihnen danken für die zeit,die ich mit ihnen hatte,zB ex-freunde...
und ich würde eine party schmeißen wo ich eben alle menschen einladen würde die mir im laufe meines lebens begegnet sind und mit ihnen zusammen abschied feiern...
ist wirklich sehr traurig darüber nachzudenken...:cry:
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

..ich denke man sollte den teufel nicht an die wand malen..sorry aber, ich lebe und wenn irgendwann mal so eine situation kommen sollte, dann werde ich mir gedanken machen....
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

Du würdest Dich also nicht mal von Deiner Tochter "richtíg" verabschieden?:(

Ich als Tochter wäre entsetzt, wenn ich an der aufgelösten Wohnung etc. erkennen könnte, daß meine Mutter "es" wußte, aber mir nichts davon gesagt hat.:icon_frown:


was ist ein "richtiger" abschied ?
muss ich meinen abschied als tragödie sehen oder als ein adieu bis später, das ist doch auch die frage die ich mir als betroffene stellen müsste... und diese frage ist für mich nicht neu , ich habe sie schon einmal im leben stellen müssen, ich war tatsächlich eben genau in der situation, die du als fiktiv aufgreifst.
ich war in der situation, die anouk beschreibt: jemanden fürs kind suchen, papiere orden, familie darauf vorbereiten , abschied nehmen von meinem leben...und ich habe danach fast dasselbe getan, was ich hier als meine "letzte zeit" anführte; ich habe reisen gemacht. und ich weiss, das dieses bewusste abschiednehmen von der welt meiner vorstellung von der freiheit des lebens ganz nahe kam.
diese situation hat meine tochter schon erlebt, sie weiss, das es in dieser form kein abschiednehmen mehr geben wird.
menschen, die schon einmal den tod überwunden haben, denken da mit sicherheit ganz anders. und auch die angehörigen haben einen anderen bewussten blick auf dieses ereignis, welches jeden menschen ereilt.
natürlich habe ich solche ereignisse schon lange vorher mit meiner tochter und meinen freunden "durchgespielt" . es ist mein wunsch, ob ich ihn realisieren kann, steht auf einem anderen blatt. aber ich weiss, das weder meine tochter noch meine freunde diesen wunsch missverstehen werden. sowohl ich als auch meine tochter sind uns unserer freiheit bewusst.
unser ganzes leben unterliegt, ob wir wollen oder nicht, gewissen kompromissen, rücksichtnahmen auf andere menschen, gewissen anpassungen und gesellschaftlichen zwängen. in meinen letzten wochen möchte ich mich davon tatsächlich befreien.
wie so viele menschen sich wünschen, die letzten tage , wochen, monate genau so zu verbringen, mit den dingen, die ihnen noch auf der seele liegen, wünsche ich mir, das dieser letzte wunsch respektiert wird.
mit dem nahenden tod würde ich mich auf eine reise ohne wiederkehr begeben. und würde ich meinem nahenden tod als eine solche reise sehen. ich möchte diese reise so wie alle reisen antreten, die ich im laufe meines lebens gemacht habe- ohne großen "bahnhof" ohne winken und ohne dramatische abschiedsszenen.
fast alle meine freunde sind langjährige , ja sogar kindheits-freunde, die mich kennen und meine ansichten über das leben und den tod kennen.
menschen, die mich lieben, werden mich verstehen. ich gehöre nicht zu den menschen, die ihr leben lang über den tod schweigen oder den tod verdrängen , und das dürber reden können , das macht mir tatsächlich auch mein leben leichter! leichter auch insofern, das ich mich bemühe, mein leben so gestalten, das ich meine letzten wochen NICHT damit verbringen müsste, erst einmal zu beginnen, mich für mein leben zu "entschuldigen" .
auch wie der tod sich uns nähert, wie wir ihn als ereignis in unserem leben sehen , hat auch damit zu tun , wie man sein leben gesehen hat .
man darf einfach nicht vergessen, das tod immer präsent ist. täglich...
all das sind die dinge, die meine nahestehenden menschen auch über mich wissen . das macht es mir leicht, meinem wunsch nachzugehen, denn menschen, die mich lieben, verstehen mich auch ohne großen worte.

MAR
 
AW: Wenn Dein Leben in vier Wochen vorbei wäre

das paradoxe daran war, dass sie mit Abstand die Fröhlichste immer war,

das ist tatsächlich so. wenn man zeit hat, sich des todes bewusst zu werden, gehört er dazu. man akzeptiert das unausweichliche. für die umstehenden, die sich meist bis dato noch nie mit dem tod in solcher unmittelbarer nähe auseinandergesetzt haben, ist es unerträglich.
 
Top