Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

Ich danke euch allen von ganzen herzen.... Ich weis nicht aber.... Ich hab angst das, dass alles hier mir wieder passiert...meine andere oma und meine 2 opa sind in der türkei.....ich würde des nie im leben verkraften...wenn sie von uns gehen ohne das ich sie wieder sehe....... ICh werde versuchen stark zu bleiben...aber das auch nur wegen meiner mutter...........
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

Liebe OrientExpress,
dass was ich dir jetzt schreibe fällt mir nicht leicht, aber ich versuchs trotzdem. es ist nie leicht einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich selbst hab mit 14 Jahre meine Mutter verloren und bin gar nicht drauf klar gekommen, ich hab nur noch terror geschoben. ich hab mutwillig sachbeschädigung begannen hab irgendwelche mülltonnen in die luft gejagt und all sowas. man kann als mensch mit diesem schmerz nicht klar kommen, man fühlt sich von jedem mißverstanden selbst von seinen verwandten. mein zwilling sagte mir, dass sich meine mutter dafür schämen würde wie ich mich in dem moment aufgeführt habe und sie hatte recht.
der jenige der stirbt möchte nicht das du um ihn trauerst und deinem leben nicht mehr nach gehst. er möchte, in jedem schritt den du gehst in deinem herzen dabei sein, das dein Lächeln auch sein lächeln ist und so weiter, das Leben geht weiter und vor nimmt die Person weiter an deinem Leben teil.du darfst die person nicht vergessen, niemals, aber tiefe trauer will sie auch nicht.

ps: tut mir sehr leid.
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

erstmal mein aufrichtiges beileid...es tut mir wirklich sehr leid..
irgendwie komisch, ich hatte grad auch vor, in die runde zu fragen, wie andere mit trauer umgehen. ich habe vor 2 jahren meine mutter verloren und komme damit immernoch nicht klar. ich möchte heiraten nächstes jahr aber ich glaub nicht, dass ich das verkrafte. leider verdränge ich immer noch alles. ich hab das nie ernst genommen, dass mama so krank war. ich wollte es nicht sehen. sie ist/war meine mutter schließlich. sie kann doch nciht einfach fortgehen, dachte ich. uns alleine lassen. das schöne (für sie) war, dass sie in ihrer heimat gestorben ist. an den tag war ich leider nicht da, ich wußte nicht, dass es ihr schlecht geht. keiner wußte das. es war ganz plötzlich. ich saß im bus unterwegs zu ihnen, als überraschung. doch leider hab ich das nicht geschafft, sie ist 20 min vorher gestorben...
ich wünsche allen, die sowas mit erleben, viel kraft um das zu überstehen. auch mir..
ich glaub, jeder verarbeitet das anders. ich kenn meinen weg immernoch nicht.:cry:
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

... herzlich Beileid auch von mir, Orientexpress. Einen geliebten Menschen zu verlieren, tut weh, und ich glaub, um so mehr, je weniger man damit rechnet. Man wünscht sich, die Welt möge stillstehen oder doch wenigstens für einen Moment innehalten, aber sie tut es nicht, stattdessen dreht sie sich weiter und weiter und weiter... Früher ging es mir wie Hatice, ich war dann auch wie erstarrt, und die Gefühle kamen erst später raus. Vor allem, als mein Vater gestorben ist, er starb an Lungenkrebs, es zog sich über Wochen hin, und die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Ich war jede Nacht bei ihm in der Klinik, und meine Schwester jeden Tag. Wir lösten einander ab. Später kam noch mein Onkel. Draußen war es noch kalt, aber vor dem Fenster blühte schon ein Magnolienbaum. Ich begann wieder an Gott zu glauben. Ich las in der Bibel und begann zu beten, obwohl ich den Glauben, in dem ich erzogen worden war, eigentlich ablehnte. Aber ich wußte nicht, was ich sonst tun konnte. Keine Idee. Ich hatte mit den Ärzten geredet und wußte, dass Papa sterben würde, aber er wollte es nicht wahrhaben. Er kämpfte. Er war erst 57. Später kämpfte er nicht mehr. Er sagte, ich solle auf meine Geschwister aufpassen. Ich sagte, er solle sich keine Sorgen machen. Wir schaffen das schon. Dann starb er, am 10. April 1986, morgens um 7 Uhr. Beschönigend könnte man sagen: Es war ein sanfter Tod. Das habe ich auch allen erzählt, nur einer Freundin nicht. Denn in Wahrheit war sein Tod, was Simone de Beauvoir beschrieb: ein unverschuldeter Gewaltakt. Ich weiß es, denn ich war dabei und hielt seine Hand. - Es kann auch anders sein, glaube ich inzwischen. Je nachdem, ob jemand gelebt, sich ausgelebt und seinen Frieden mit allem gemacht hat. Mein Vater hatte es schwer, weil er sich um uns Kinder gesorgt hat, und weil er noch so viel wollte im Leben; das hat es ihm schwer gemacht. Andere Menschen, die alt sind, abgeklärter, oder die die Dinge um sich herum einfach nur geordnet und in guten Händen wissen, gehen vielleicht einfacher. Leichtfüßiger. Mit leichtem Gepäck und nicht in der Furcht, etwas Unwiederbringliches versäumt zu haben.

Es ist egal, ob man dabei ist oder nicht, Orientexpress. Es spielt keine Rolle. Deine Großmutter wäre bestimmt nicht gegangen, wenn noch etwas Ungeklärtes zwischen Euch gestanden hätte. Es mag radikal klingen, aber es ist egal, ob man sich noch einmal gesehen hat oder nicht - jedes Mal kann das letzte Mal sein. Kann. Alte Menschen wissen das, sie sagen es nur nicht. Sie lassen von Wiedersehen zu Wiedersehen los, glaube ich, mit einer Weisheit, die wir Jungen (relativ Jungen..) noch gar nicht kennen. Alles Weitere liegt immer nur in Gottes Hand. Man weiß es nicht. Wer kennt denn die Zukunft?
Auch ich hatte Schuldgefühle, damals. Sogar viele. Und ich konnte nicht weinen. Es gab viel zu viel zu tun, danach. Und meine Geschwister haben so viel geweint, das reichte schon. Der Knoten hat sich erst Wochen später gelöst. Da konnte ich weinen, für mich allein. Und dann, Monate später, empfand ich sogar ganz plötzlich wieder so was wie Glück: mitten in einem Konzert. Leonard Bernstein dirigierte Haydns "Schöpfung". Ich war glücklich und radelte nach Hause, und jede Sorge, jeder Kummer, war zumindest einen Abend lang vergessen. Thanks to Lenny, der inzwischen auch schon im Himmel ist. Musik kann helfen. Einen viel zu langen Brief an jemanden schreiben, der nur noch in der Erinnerung lebt, kann auch helfen. Und der Rest kommt mit der Zeit. Die Zeit lindert alles. Was Deine Oma Dir mitgegeben hat, kannst und wirst Du nie verlieren. Ihr Körper ist gestorben, so wie alles auf der Welt irgendwann vergeht: aber ihre Seele lebt. Auch in Dir und in Deinen Erinnerungen.

Liebe Grüße

Anouk
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

Zitat von OrientExpress:
Mich würde es interessiern wie ihr mit dem tod einer euch wichtigen person umgeht???

Ich weis nicht aber ich habe
Momentan das Problem das ich absoulut nicht weis wie ich das verarbeiten soll....


Bitte echt um eure Hilfe.........

LG OrietExpress


Mein herzliches Beileid!!!
ich habe meinen Vater damals verloren, als ich 13 Jahre alt war. 2 Jahre später meine Mutter. Ich dachte, ich werde es niemals überleben...Dieser Schmerz!! Alles war so leer in mir. Gott sei Dank hatte ich meine Schwestern, die 6 und 8 Jahre älter waren als ich. Sonst weiß ich nicht, wie es weiter gegangen wäre. Sie haben sich um mich gekümmert.
Aber meine Trauer ist bis heute noch geblieben, denn ich habe meine Eltern, vor allem meine Mutter sehr geliebt. Ich konnte auch nicht dabei sein, als sie starb, weil ich angeblich zu jung war. Durfte sie nicht sehen. Und das war das schlimmste überhaupt für mich. Wir waren wie Freundinnen. Ich habe heute noch, nach über 30 Jahren ein Foto meiner Eltern in meinem PKW. Ich betrachte beide als meine Schutzengel. Für manch einen vielleicht unverständlich, aber nicht für mich!!

Mit 21 Jahren verlor ich meinen 1.Mann. Ich heiratete ihn, als wir 2 Jahre zusammen waren. 3 Monate später hatte er einen tödlichen Autounfall und ich fiel in ein tiefes Loch...Ich wollte mich umbringen, doch ich hatte viele Freundinnen und Freunde, die mir zur Seite standen. Vor 9 Jahren starb mein 2. und letzter Mann an einem Hirntumor. Nach 6 Jahren Ehe. Es war grausam und ich wollte wieder mal nicht weiter leben.Denn es zeriss mir wieder mal mein Herz. Aber ich blieb stark für meine beiden Kinder, die ich mit ihm habe. Es macht also keinen Sinn nach solchen harten Schicksalen (auch anderen) an sterben zu denken. Denn das Leben geht immer weiter. So hart es auch ist. Sie sind alle in meinem Herzen und in meinen Gedanken...und ich glaube nicht, dass sie wollten, dass ich im Leben nicht mehr glücklich werde und nur trauere und mir Vorwürfe mache. Egal in welcher Hinsicht!
Und das Gleiche wollte/will Deine Oma ganz sicher auch nicht. Ich weiß...Sie wird Dich immer beschützen und in Deiner Nähe sein. Denn Ihre Seele ist bei Dir. Niemand weiß, wann er geht. Und da kann es immer wieder vorkommen, dass man sich vorher nicht noch mal gesehen hat.Also mach Dir keine Vorwürfe. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da kannst Du weinen und Dich von all Deinen Schuldgefühlen befreien. (Die Du nicht haben musst). Bleib stark. Für Dich und für all die, die Dich lieb haben und die Du lieb hast. Und vielleicht gibt es ja eine Gelegenheit Deine Opas und Deine Oma zu besuchen. Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir, dass Du stark genug bist. Ich umarme Dich. hexina148
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

orient.. basin sagolsun!
mit zwisprache und gebete wird deine oma immer in deiner nähe sein..!

@ hexina148

:shock: wieviel schmerz kann ein mensch noch ertragen??
solche schicksalschläge zu lesen macht mich extrems betroffen :oops:
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

Zitat von hexina148:
Mein herzliches Beileid!!!
ich habe meinen Vater damals verloren, als ich 13 Jahre alt war. 2 Jahre später meine Mutter. Ich dachte, ich werde es niemals überleben...Dieser Schmerz!! Alles war so leer in mir. Gott sei Dank hatte ich meine Schwestern, die 6 und 8 Jahre älter waren als ich. Sonst weiß ich nicht, wie es weiter gegangen wäre. Sie haben sich um mich gekümmert.
Aber meine Trauer ist bis heute noch geblieben, denn ich habe meine Eltern, vor allem meine Mutter sehr geliebt. Ich konnte auch nicht dabei sein, als sie starb, weil ich angeblich zu jung war. Durfte sie nicht sehen. Und das war das schlimmste überhaupt für mich. Wir waren wie Freundinnen. Ich habe heute noch, nach über 30 Jahren ein Foto meiner Eltern in meinem PKW. Ich betrachte beide als meine Schutzengel. Für manch einen vielleicht unverständlich, aber nicht für mich!!

Mit 21 Jahren verlor ich meinen 1.Mann. Ich heiratete ihn, als wir 2 Jahre zusammen waren. 3 Monate später hatte er einen tödlichen Autounfall und ich fiel in ein tiefes Loch...Ich wollte mich umbringen, doch ich hatte viele Freundinnen und Freunde, die mir zur Seite standen. Vor 9 Jahren starb mein 2. und letzter Mann an einem Hirntumor. Nach 6 Jahren Ehe. Es war grausam und ich wollte wieder mal nicht weiter leben.Denn es zeriss mir wieder mal mein Herz. Aber ich blieb stark für meine beiden Kinder, die ich mit ihm habe. Es macht also keinen Sinn nach solchen harten Schicksalen (auch anderen) an sterben zu denken. Denn das Leben geht immer weiter. So hart es auch ist. Sie sind alle in meinem Herzen und in meinen Gedanken...und ich glaube nicht, dass sie wollten, dass ich im Leben nicht mehr glücklich werde und nur trauere und mir Vorwürfe mache. Egal in welcher Hinsicht!
Und das Gleiche wollte/will Deine Oma ganz sicher auch nicht. Ich weiß...Sie wird Dich immer beschützen und in Deiner Nähe sein. Denn Ihre Seele ist bei Dir. Niemand weiß, wann er geht. Und da kann es immer wieder vorkommen, dass man sich vorher nicht noch mal gesehen hat.Also mach Dir keine Vorwürfe. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da kannst Du weinen und Dich von all Deinen Schuldgefühlen befreien. (Die Du nicht haben musst). Bleib stark. Für Dich und für all die, die Dich lieb haben und die Du lieb hast. Und vielleicht gibt es ja eine Gelegenheit Deine Opas und Deine Oma zu besuchen. Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir, dass Du stark genug bist. Ich umarme Dich. hexina148


Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
 
AW: Wie geht ihr mit dem Verlust einer Person um?

Zitat von OrientExpress:
Mich würde es interessiern wie ihr mit dem tod einer euch wichtigen person umgeht???

Ich weis nicht aber ich habe
Momentan das Problem das ich absoulut nicht weis wie ich das verarbeiten soll....


Bitte echt um eure Hilfe.........

LG OrietExpress

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.

Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.

Beim Tode eines geliebten Menschen schöpfen wir eine Art Trost aus dem Glauben, dass der Schmerz über unseren Verlust sich nie vermindern wird.
 
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