Muß auch mal
gesagt werden. Bei allem Konsens, daß die Welt eine weitaus bessere ist ohne ihn als Präsident, und daß er die USA an einen gefährlichen Abgrund gefahren hat ...
immer noch fährt mit der Leugnung der Wahlniederlage, weit über seine Präsidentschaft hinaus prägt.
Herr Maas, was hat die Amtszeit von Trump an Positivem gebracht?
Heiko Maas: Bei allen außenpolitischen Meinungsverschiedenheiten fallen mir doch zwei Bereiche ein, in denen Trump etwas Positives bewegt hat. Das ist zum einen in Afghanistan, wo wir erstmals direkte Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban haben. Diese müssen wir jetzt weiter begleiten mit dem Ziel, das dort Erreichte so gut wie möglich abzusichern. Dazu dürfen wir nicht durch voreilige Festlegungen auf ein Abzugsdatum den Druck herausnehmen.
Die andere große Errungenschaft ist sicherlich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten. Wir sind mit manchem an Trumps Nahost-Politik nicht einverstanden, aber nach Jahren des Stillstands ist hier etwas in Bewegung geraten. Diese Chance muss genutzt werde, um auch die drängenden Fragen im Nahost-Friedensprozess anzugehen.
Trotzdem sind Sie froh, dass Trump geht?
Maas: Ich bin froh, wenn im Oval Office nicht mehr Europa in einem Atemzug mit Russland und China zu den größten Feinden der USA gezählt wird.