Wie lange muss man Geduld haben?

Catsili

Active Member
AW: Wie lange muss man Geduld haben?

Heiratet doch einfach! :lol:

Zack - Problem gelöst popcorn
 

alterali

Well-Known Member
AW: Wie lange muss man Geduld haben?

Hallo zusammen,

puh... ich weiß gar nicht genau...

Ich bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen.


.........
Was soll ich tun?
Man kann Geduld nicht in Stunden, Jahren messen.
Man sollte seiner Liebe auch eine Chance geben.
Aber wenn man sich schon eine solche Frage stellt, dann gibt nur eines: abwenden, Schluss machen ohne wenn und aber.
Sonst gibt man sich selber auf.
Eltern sind doch im Prinzip die Vergangenheit, man selbst ist die Zukunft.


Nichts ist schlimmer wenn man mit Diskrepanzen zwischen Vergangenheit und Zukunft beginnen soll.
 

Catsili

Active Member
AW: Wie lange muss man Geduld haben?

Eltern sind doch im Prinzip die Vergangenheit, man selbst ist die Zukunft.

.

Nun in diesem Fall ist es doch so, dass "die Zukunft" bei "der Vergangenheit" lebt, aber erwartet wird, dass die Vergangenheit sich der Zukunft anpasst :roll:

Kann sie, muß sie aber nicht - wie man sieht. Und ich persönlich find das auch in Ordnung - bzw ich kann das respektieren.


Ich persönlich wurde nach 3,5 Jahre vorgestellt, danach sagten Schwiegermutter und Schwägerin, auch sie hätten schon so lange gewartet, wann mein Mann es endlich tut......es war also nicht nur von Elternseite, auf der hier immer rumgehackt wird, sondern auch von meinem Mann aus.......wahrscheinlich hätte er nicht so lange gewartet, wenn er vorher nicht schonmal verheiratet gewesen wäre.

Im Prinzip geht es doch darum, dass man den Eltern nur EINMAL EINE Frau vorstellen will.

Ein Kompromiss für "Heiratsunwillige" wäre zB die Imam Nikahi........so hat es meine Freundin gemacht (Christin!!!), die über 18 Jahre mit ihrem Freund zusammen war ohne standesamtlich verheiratet zu sein. Sie sind später auch zusammengezogen, haben ein Kind bekommen, "richtig" geheiratet haben sie aber erst 2008. Aber auf diese Weise wurde sie in die Familie integriert, sie war die "Gelin" - und fertig.

Ein anderer Kompromiss wäre, dass der junge Mann zuhause auszieht.........man kennt die Eltern dann zwar immer noch nicht, aber man kann ihn in seinem Zuhause besuchen oder sogar zusammenziehen.

Es kommt eben darauf an, WAS genau die deutsche Freundin so stört: Dass sie nicht zu ihm kann, wann sie will - oder dass sie unbedingt zu einem Familiengefüge gehören will, dass sie gar nicht versteht..........denn eins soll Euch gesagt sein: Habt ihr den Mann/die Eltern erstmal überzeugt, dass ihr zur Familie gehört, dann ist nur EINE Hürde genommen - viele andere kommen noch auf euch zu! Denn innerhalb einer konservativen Familie herrschen weitere Regeln.....die ihr vllt. auch alle nicht versteht und nicht bereit seid, darauf einzugehen....ergo: weiterer "Zündstoff".

Immer schön aufpassen, was man sich wünscht.......nicht dass ihr zu denen gehört, die nachher wehmütig an die Zeit als "heimliches Liebespaar" zurückdenken.:twisted:

Grüßle
 

BlackLion

New Member
AW: Wie lange muss man Geduld haben?

Hallöchen,

ja ich bin neu hier, aber ich denke das sollte kein Problem darstellen :biggrin:
Ich wollte auch keinen neuen Thread zu diesem Thema anfangen, da er doch auch meine "Problematik" als Deutscher mit einer türkischen Freundin nahezu ideal wiedergibt.

Wir sind seit einem halben Jahr zusammen und ich stoße nun auch auf die Problematik, dass es in der deutschen Kultur üblich ist die/den Freundin/Freund mit nach Hause zu nehmen. Die Eltern lernen einen kennen und gut ist. Sollte die Beziehung dann nicht halten - mein Gott, dann isses halt so.

Ihre Eltern habe ich bisher einmal kurz gesehen, ich wurde "natürlich" nicht als Freund vorgestellt, aber ihre Eltern haben es sich schon gedacht. In ihren Augen bin ich der "böse" Deutsche, der es mit Frauen sowieso nicht so ernst nimmt, etc.pp. - Wunschschwiegersohn sollte natürlich ein Türke sein. Das meiste darüber wurde hier ja schon geschrieben.

Ich stimme bei dem bisher genannten (ja, ich habe den kompletten Thread durchgelesen :D) zu. Einerseits der, ich nenns einmal überspitzt "Pro türkische Kultur - die Zeit heilt alle Wunden" und die "Imigration sollte auf allen Ebenen erfolgen".

Meine Freundin ist in Deutschland geboren, lebt seit ihrer Geburt (20 Jahren - ich bin 23) in Deutschland - sie ist glaube ich sogar hier angemeldet. :roll:

Ich stimme zu, dass man als Deutscher Toleranz gegenüber seinen ausländischen Mitbürgern zeigen soll. Andererseits erwarte ich auch in "meinem" Land Toleranz gegenüber "meiner" Kultur. Ich kann auch verstehen, dass die Eltern sich gerne in "Liebesangelegenheiten" einmischen wollen - machen deutsche Eltern ja auch. Allerdings lief es bei mir so ab, dass mein Vater sie schnellstmöglichst kennenlernen wollte - also der krasse Gegenteil dieser zwei Kulturen.
Was für mich ebenso unverständlich ist, dass man in der türkischen Kultur scheinbar die Volljährigkeit nicht verstehen will oder einfach ignoriert. Die Eltern haben sich mit der Volljährigkeit einfach nicht mehr in die Angelegenheiten der Kinder einzumischen - die Fürsorgepflicht endet nicht ohne Grund mit der Volljährigkeit - IMHO.
Ich erwarte folglich nicht, dass sich die Eltern in so einem Ausmaß ändern, dass sie mich schnellstmöglichst kennenlernen wollen - sondern, dass sie die Freiheiten in diesem Lande respektieren und ihren Kindern diese Freiheiten geben. Die Freiheiten die vor allem in unserem Grundgesetz wiederspiegeln - Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Freue mich auf eine Fortführung der Diskussion zu dem Thema. popcorn


Alex
 
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