AW: Zeitschriften für Kopftuchfrauen
Man muss die Ereignisse auch schon ein wenig zeitlich einordnen können. Ende der Achtziger Anfang der Neunziger war jene Zeit, in der auf der einen Seite so etwas vorgefallen sein mag oder auch einer der angesehensten Intellektuellen des Landes alle Religiösen einfach nur als dumm und zurückgeblieben betiteln konnte. Andrerseits aber auch die Religiösen ein ganzes Hotel in Brand stecken konnten, in dem sich eben dieser Intellektuelle und noch eine ganze ANzahl weiterer angesehener Kulturschaffender, Autoren, Musiker und Dichter, gerade befanden.
Seitdem hat sich schon einiges getan. Ich war in den vergangenen Jahren einige Male in Istanbul und es ist schon lange keine Ausnahme mehr, sondern viel eher die Regel, dass man Gruppen von Mädchen und jungen Frauen antrifft, in denen die Kopftuchträgerinnen mit stöckelbschuhten Minirockträgerinnen bunt gemischt auftreten und blendend auszukommen scheinen. Das mag den immer weniger werdenden fanatischen TC-Jüngern zwar sauer aufstoßen, aber die Leute auf der Straße arrangieren sich immer besser mit der Meinungs- und Glaubensfreiheit.