AW: Zu viele Askims
Aber hallihallo, was geht denn hier - ? :shock:
Da bin ich ja froh, dass ich mit meinen 40+ gestern der Frühjahrsmüdigkeit nachgegeben und alles verpennt habe.. Dank Dir für den tapferen Einsatz, Izzet!
Und nun mal Scherz beiseite und zur Sache:
cafedelsol hat, wenn ich ihr Eingangsposting richtig lese, weder Maulkörbe noch die Abschaffung zweier Rubriken verlangt, sondern gefragt, ob man die "Askim-Stories" nicht "irgendwie eingrenzen" könnte. Kurze Rückfrage: Wie sollte das gehen?
Auch wenn sich die Geschichten überwiegend zu wiederholen scheinen: Die Beznesser dieser Welt werden nicht weniger. Solange das Phänomen existiert, wird es immer wieder Frauen und Mädchen geben, die gründlich auf die Nase fallen und vermutlich sehr froh sind, wenn sie sich vergleichsweise anonym hier Luft machen, Tipps und Trost abholen und den Reinfall mit Hilfe erfahrenerer Userinnen verdauen können. Wo will man da die Grenze ziehen? In einer Community dieser Größe ist das schlicht nicht machbar - und im übrigen, wie gesagt, auch nicht sinnvoll, so lange der erste Kontakt zur türkischen Kultur bzw. dem, was man irrtümlich dafür hält, für viele Leute zunächst mal über den Massentourismus und seine Verwerfungen stattfindet.
Und: Im Gegensatz zu anderen Plattformen, wo es nur um solche Dinge (oder, zum Beispiel, nahezu ausschließlich um Politik) geht, bietet tt weitaus mehr. Wer politisch diskutieren mag, kann jederzeit bei den Aktuellen Ereignissen posten oder im Small-Talk. Wer den Besonderheiten türkischer, deutsch-türkischer oder deutscher Mentalitäten nachspüren will: bitteschön, das geht bei Identitas besonders gut. Andere kommen nur wegen der Übersetzungen hierher und verdünnisieren sich dann irgendwann wieder.
Es soll auch User/innen geben, die quartalsmäßig dazu neigen, beim Kochen die Suppe zu versalzen, bei Rot über die Ampel zu brausen oder sich mit den Schwiegereltern zu zanken. Das Leben ist bunt. Und wenn man das mal von anderer Warte betrachten und erfahren will, was z.B. Sokrates darüber dachte (oder auch nur die eigene Oma), geht das auch philosophisch. Andere Leute schreiben Gedichte, zählen Schäfchen oder teilen einander mit, welcher Song gerade daheim aus den Boxen dudelt. Demnächst kehrt Henry Maske in den Box-Ring zurück: Super!, und Ihr könnt Gift darauf nehmen, dass ich das zum Anlass nehmen werde, häufiger mal wieder in der Sport-Ecke vorbeizuschauen.
Ich verstehe zwar, was Du meinst, cafedelsol - der springende Punkt ist aber, wie hier schon häufig erwähnt: Themen, die einen nerven, braucht man nicht zu lesen. Da gibt es, siehe oben, genügend Ausweichmöglichkeiten. Nicht zu vergessen: die Möglichkeit, einen Thread zu einem ganz anderen Thema in einer ganz anderen Rubrik zu eröffnen und sich dann darauf zu konzentrieren. Das steht jedem und jeder frei. Und ich persönlich zum Beispiel empfinde jeden einigermaßen gehaltvollen Thread als bereichernd - auch zu politischen Themen. Dass das vielleicht nicht jede/r so sieht, liegt in der Natur der Sache; Menschen und ihre jeweiligen Interessen sind halt so unterschiedlich wie wandlungsfähig.
Übrigens fällt mir gerade ein, dass es auch schon Stimmen gegeben hat, die fanden, es werde "zu viel Politisches" diskutiert, oder hier seien zu viele Studierte dabei, zu viele Frauen, zu viele Ältere, zu viele Jüngere, zu viele Modis - während andere jeweils das Gegenteil beklagten. Ich sehe das im Großen und Ganzen als Zeichen für eine lebhafte Community, in der es viele unterschiedliche Meinungen und Interessen gibt. Ein Glück! Das macht und hält es lebendig.
tt ist halt wie ein großes Büffet, zu dem jeder etwas beitragen kann. Was spricht dagegen, Leckereien beizusteuern, auf die man selbst Appetit hat? Schlimmstenfalls muss man sie dann zwar allein verputzen, aber so schnell wird das zumindest hier nicht passieren: - ich z.B. nasche leidenschaftlich gern und lasse mich auch gern zu Neuem verführen! Und ich wette, da bin ich nicht die Einzige..
In diesem Sinne
anouk