13 Jahre...bald Happy-End?!?

Catsili

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AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

Hab mich gerade mal in die Situation dieser Türkin versetzt. Das könnte ich nicht mit meinem Stolz/meiner Ehre vereinbaren: 7 Jahre auf einen Mann zu warten, der mich nicht will, nicht begehrt und mich nur aus Gehorsam gegenüber den Eltern geheiratet hat. :roll:

Ist zwar OT......mir hat das Mädel leid getan.....verheiratet, aber bei den Eltern......der Mann kommt nur alle 2-3 Jahre......will sie nicht in D. haben(obwohl ich glaube, man sagte ihr, es ginge nicht)....

Hätte sie eine Wahl gehabt, hätte sie bestimmt lieber was anderes getan, als zu warten - hatte sie aber nicht! Weder SIE, noch ER.

Ich seh die Beiden ab und zu in der Stadt und ehrlich, ich hoffe von ganzem Herrzen, dass sie sich zusammen raufen konnten und glücklich sind! Das Mädchen hatt es mehr als verdient!

OT Ende
 
P

pippi82

Guest
AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

R.: „ was gibst?“
Ich : „Nichts. Wann kommst Du nach Hause?“
R.: „ Weiß ich nicht. Warum denn?“
Ich : „ Ich muss Dir was sagen.“
R.: „ Was denn?“
Ich.: „ Nicht am Telefon!“
R.: „ Boah, was jetzt? Ist was besonderes?“ (schon reichlich angepisst!)
Ich: „ NEIN! ICH HAB HIER NUR EINEN POSITIVEN SCHWANGERSCHAFTSTEST!“
R.: „ Na toll, und was soll ich jetzt machen?“
Ich: „ Nach Hause kommen!!!“
R.: „ Okay. Bis gleich!“

das liest sich sehr witzig, war es in dem moment sicherlich nicht...


Mache bis morgen Pause! Noch mal danke für euer freundliches Interesse an meiner Geschichte!

oh schade, solange warten??? :cry:
 
AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

Also erstn mal Fragen beantworten:

Seine Frau war hier in Deutschland. Was auch der einzige Grund war, warum sie ihn geheiratet hat. Sie wusste von Anfang an Beescheid und hatte keine Einwände.
Wir sind nicht sofort zusammen gezogen, weil wir erst mal Gras über die Sache wachsen lassen wollten.

Bei weiteren Fragen.... immer raus damit!:wink:
 
AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

Also, ich war schwanger und seeeeeehr glücklich. Nach der ersten Ultraschalluntersuchung, als festgestellt wurde, dass alles soweit in Ordnung ist, fing auch R. an sich zu freuen. Wir beschlossen dann im Mai/Juni zu heiraten. Wir waren noch bei der Planung, hatten also noch keinen festen Termin, als R. mich eines Mittags anrief und mir mit tränenerstickter Stimme sagte, dass sein Papa gestorben ist. Oh Gott, mein armer Schatz. Er tat mir so leid, denn er liebte seinen Baba sehr. Mir war sofort klar, dass R. natürlich in die Türkei muss um seinen Vater zu beerdigen. Ich half ihm bei seinen Vorbereitungen und sagte ihm, dass wir die Heirat einfach um ein paar Monate verschieben. Er war mir sehr dankbar, denn er hatte befürchtet, dass ich drauf bestehen würde. (Halllloooooo!!! Ich bin doch kein egoistisches Miststück!)

Mir war nur wichtig, dass unser Kind nicht unehelich geboren wird. Als R. aus der Türkei zurück kam, sagte er mir, dass er in 4 Wochen nochmals in die Türkei müsste, weil er einiges mit seiner Großmutter klären müsste, was sein Haus und seine Wohnung betreffen würde. Klar, Schatz, kein Problem! Er blieb ungefähr drei Wochen in der Türkei und kam am (glaube ich) 30. Juli zurück. Die drei Wochen ohne ihn waren einfach zum kotzen! Ich „genoss“ in der Zeit ziemlich heftig die „Freuden“ der Schwangerschaft und war ganz allgemein ein wenig angeschlagen.

Am 04. August hatte ich einen Termin bei meiner FA zur Ultraschalluntersuchung. Sie schaute lange auf den Bildschirm und sagte: „ Mit ihrem Kind stimmt was nicht. Er ist sehr klein und ich glaube an der Bauchdecke ist was. Das kann aber auch nichts sein. Sie müssen zur Prenataldiagnostik. Meine Sprechstundenhilfe wird einen Termin machen.“ Ich war wie betäubt. Ich bekam zu Glück schon für den 8. August einen Termin bei Dr. J. Aber das Wochenende war heftig. Ich heulte nur noch und war extrem nervös. Nachts schreckte ich immer wieder aus Alpträumen hoch, tagsüber konnte ich nur an unseren Sohn denken. Und R.? Er war genauso nervös, aber dieses Mal war er der Stärkere.

Also bin ich am 8. Zur Prenataldiagnostik. Dr. J. war sehr nett und machte als erstes eine große Ultraschalluntersuchung. Er sagte mir dann sofort, dass mit meinem Kleinen Puper alles okay sei was die Bauchdecke betrifft, aber er sei sehr klein und auch zu leicht. Ich bekam dann einen neuen Termin für den 25. August. Puh, war ich erleichtert. Es war nichts schlimmes, er war nur klein. Aber das war meine Schwester auch.

Die nächsten zwei Wochen waren einfach nur schön. R. und ich gingen shoppen, denn ich brauchte Schwangerschaftssachen. R. wollte mir dann für jede Woche der weiteren Schwangerschaft mindestens 3 Hosen und Oberteile holen. Ich hielt ihn davon ab, denn wer konnte schon sagen wie schnell mein Bauch noch wächst. Ich hatte ja noch ca. 3 Monate und ich wusste, dass der Bauch die letzten 4-6 Wochen extrem wächst!

Am 25. August ging ich dann auch gut gelaunt zu meinem Termin mit Dr. J. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass mit meinem Sohnemann alles in Ordnung ist. Er strampelte ja wie verrückt und trieb mich nachts aus dem Bett, weil er meine Blase so bequem fand. Ich hätte wissen müssen, dass ich schlechte Nachrichten bekommen würde. Dr. J. machte eine Doppleruntersuchung und sagte, dass meine Plazenta nicht optimal versorgt ist und dadurch auch mein Sohn. Was? Nein! Das kann nicht sein! Es geht ihm gut! ES GEHT IHM GUT! Ich bekam gleich eine Überweisung ins KH, denn Dr. J. sah ein, dass ich erst noch mein Köfferchen packen muss.

Ich rief als erstes R. an um ihm zu sagen, dass er nicht zu Arbeit kann, weil ich ins KH muss. R. versuchte auch alles um seinen Vertreter zu erreichen, aber es klappte nicht. Ich ging also zu meiner Mama (meine Mama ist Hausmeisterin an einer Realschule und musste um die Uhrzeit noch arbeiten). Sie war zum Glück gerade in ihrer Wohnung, weil sie einem Kollegen einer anderen Schule Geräte ausleihen musste. Natürlich merkte sie sofort, dass etwas nicht stimmt, wollte aber nichts sagen, solange der Kollege da war. Als der Kollege weg war erzählte ich meiner Mama was los war. Und brach zusammen: „Mama, ich habe noch nicht genug Scheiße mitgemacht, jetzt verlier ich auch noch mein Baby!“ Meine Mutter hielt mich nur fest und weinte mit mir. Sie rief dann ein Taxi und wir fuhren in die Klinik. Als erstes wurde ich ans CTG angeschlossen. Da lag ich dann drei Stunden! In dieser Zeit wurde mein Kleiner nicht ein Mal wach, egal was die Hebamme versuchte. Die Hebamme gab mir dann noch eine Spritze zur Lungenreifung. (AUUUUUUUUAAAAAA!) und ich konnte endlich meine Tasche auspacken. Anschließend gingen wir dann noch was essen, denn Schwangere wollen regelmäßig gefüttert sein!

Am späten Abend (meine Mama war mittlerweile nach Hause gefahren) musste ich noch Mal ans CTG. Da erklärte mir dann die Hebamme, dass ich in der darauffolgenden Woche einen Kaiserschnitt gemacht bekommen sollte. Na gut, wenn mein Kind dadurch leben kann. Ich rief dann noch Mal R. an und bat ihn mir am nächsten Morgen noch einige Dinge ins KH zu bringen, die ich in der ganzen Aufregung vergessen hatte. Von dem geplanten Kaiserschnitt erwähnte ich nichts, denn er war auch so schon nervös genug.

Am nächsten morgen sollte ich um 8 Uhr wieder ans CTG. Um kurz nach sechs kam dann eine Schwester und sagte ich soll schon rüber gehen, die Hebamme würde schon auf mich warten. Häääh? Ich sollte doch erst… Nein, sie sollen jetzt schon rüber. Okay, ich wasch mich schnell und gehe dann. Fünf Minuten später steht die Hebamme im Zimmer. Sie würden auf mich warten und ich solle mich beeilen! Ich beeilte mich doch schon! Am frühen morgen so eine Hetze und dann auch noch ohne Kaffee! Ich lag dann ungefähr eine Stunde da rum. Aber mein Sohn war auch wach! Als ich fertig war sagte man mir dann, dass ich um zehn Uhr noch Mal ans CTG muss und meine Krankenakte mitbringen soll. Klar, mach ich. Ich rief in der Zwischenzeit R. an und fragte ihn wann er kommen würde. „Schatz, sobald ich die Sachen alle geholt habe die Du brauchst bin ich da!“ Okay, ich bin ja geduldig!

Ich war dann um 9.45 Uhr wieder beim CTG, weil ich dachte, dass ich dann schneller fertig bin. Um kurz nach zehn kam dann eine sehr nette Hebamme und brachte mir sehr schonend bei, dass der Kaiserschnitt wahrscheinlich vorverlegt wird. „Okay“, dachte ich „wahrscheinlich auf Montag!“
Also keine Panik. Um 10.30 Uhr kam dann ein ziemlich junger Arzt rein, der mir dann mal eben vor den Kopf warf, dass ich heute auf den Tisch komme. Ich sagte gut, wann denn genau? Ich dachte wirklich der sagt um zwei oder drei Uhr… Und was sagt er? „Um elf Uhr!“ (Achtung! Jetzt kommen nur noch Dialoge!)

Ich: „Was? Nein!“
Dr.: „ Wie Nein?“
Ich: „ Ich bin allein hier! Mein Freund ist nicht da, meine Eltern nicht! Wie stellen sie sich das bitte vor?“
Dr.: „Rufen Sie ihre Eltern an, ihren Freund… die sollen SOFORT kommen!“
Oh Gott!

Ich versuchte sofort R. zu erreichen, aber er ging nicht ans Telefon. Wahrscheinlich lag das Handy im Auto. Also Mama anrufen. Verdammt! Keiner da!!! Also rief ich Papa an. Konnte ja sein, dass meine Eltern einkaufen sind.

Papa: „Wer ist da?“
Ich: „Papa ich bins. Ist die Mama in Deiner Nähe? Gib mir die mal, bitte.“
Mama: „Ja? Was gibst, Schatz?“
Ich (ich verwandelte mich in diesem Augenblick von einer erwachsenen Frau in eine heulende vierjährige!): „Mami, die wollen den Kleinen heute holen!“
Mama: „Wann denn?“
Ich: „In zwanzig Minuten!“
Mama: „Okay, wir sind unterwegs!“
Papa (im Hintergrund): „Schatz, wir kommen!“
Ich: „Okay!“
(Fortsetzung kommt sofort!)
 
AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

Dann konnte ich endlich R. erreichen.
Ich: „Egal was Du tust, egal was Du in der Hand hast… lass alles stehen und liegen und komm SOFORT hierher!“
R.: „Warum denn?“ (ist das nicht eine total dämliche Frage?)
Ich: „Weil die in zwanzig Minuten Deinen Sohn holen! DESHALB!!!“ (ich war halt in Panik!)
R.: „Bin unterwegs!“

In der Zwischenzeit wurde mir dann erklärt, wie der Kaiserschnitt abläuft, was während der Spinalanästhesie passieren kann, blablabla! Es interessierte mich kein Stück!

Endlich kamen meine Eltern! Mein Vater blieb noch draußen, weil ich gerade diesen hübschen Kittel am anziehen war und mich noch in die Strümpfe kämpfte! Als ich damit fertig war, ist dann auch R. endlich mal eingetroffen. Er sah total panisch aus. Alles in seinem Gesicht schrie um Hilfe!

R.: „Was passiert denn jetzt, Möhrchen?“
Ich: „Tja Schatz, Bauch auf, Baby raus, Bauch zu! Mach Dir keinen Kopf. Wird schon!“
Meine Mama war schlichtweg entsetzt! Warum tröstete ich IHN? ER sollte MICH trösten!

„Mama, ist doch ganz einfach: ich tröste ihn jetzt, damit er nach der Geburt stark genug ist um mich zu trösten!“

Endlich kam dann die Hebamme, während R. und meine Mama darum stritten wer mit in den OP geht. Es durfte keiner mit rein. Oh, das war natürlich nicht so gut. Aber ich würde das schon schaffen.

Als man mich in den OP schob drehte ich mich noch Mal um, um locker flockig über die Schulter zu winken. Und was sehe ich? Meine Mama, die immer stark war, weinte! Ich konnte es nicht ertragen!

Ich: „Meine Mama weint!“
Hebamme: „Das ist normal. Sie macht sich Sorgen!“
Ich: „Ich WILL nicht, dass meine Mama weint! Gehen Sie zu ihr und sagen ihr, dass sie aufhören soll!“
Hebamme: „Nein! Jetzt zählen Sie!“

Man setzte mich dann auf den OP-Tisch und ich musste mir diese Spinalanästhesie gefallen lassen. Und es tat weh! Denn dadurch dass meine Wirbelsäule so krumm ist, schrammte die Nadel über Knochen. Die Anästhesistin musste drei Mal ansetzen bis es klappte. Ich flehte zwar um eine Vollnarkose, aber das wurde ignoriert.

Anästhesistin: „Ich habe Ihren Wunsch ignoriert, weil wir nicht wissen, ob Ihr Kind überlebt!“
Dieser Satz war einfach schrecklich! Ich bekam sofort Herzrasen und Atemnot. Ich hatte eine unheimliche Angst!

Um 12.45 Uhr wurde der erste Schnitt gemacht. Um 12.47 Uhr war mein Sohn da! Er war so unheimlich klein und so zierlich! Aber er schrie! Zwar nur ganz leise und zaghaft, aber er lebte!!!!! Er hatte genau in der Mitte seines Kopfes eine pechschwarze Haarsträhne, die aussah wie ein Iro!
:biggrin:
 
AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

Achja......und kein Wunder, dass deine Psyche irgendwann mal schlapp gemacht hat......über so einen langen Zeitraum!!!!:shock:

Das ist doch alles eine enorme Belastung!!!! Hoffe, Du bist inzwischen aus dem Gröbsten raus!

LG

Mittlerweile geht es mir wieder gut, obwohl ich manchmal noch ein paar Schwierigkeiten habe. Aber das bekomme ich hin!:-D
 

Nina1982

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AW: 13 Jahre...bald Happy-End?!?

So, habe jetzt alles gelesen. Wow...was für eine Geschichte. Was Du alles mitgemacht hast...wahnsinn.

Ich hoffe Du schreibst bald weiter. Mich interessiert brennend, ob der Kleine gesund war/ist, ob ihr mittlerweile geheiratet habt. Kennt seine Mama ihren Enkel? Usw....
 
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