Amerika Du hast es besser!

Skeptiker

Well-Known Member
Ich weiß zwar nicht, wo du die über 1000 Militärbasen der USA hernimmst, ist aber auch nicht so wichtig. Selbst die knapp 750 sind weit mehr als die derzeit 25 betriebenen Russlands. Auch wenn von Seiten Russland geplant ist, Basen in Nicaragua, Cuba, Vietnam, Seychellen und ... zu eröffnen, ist die Dominanz der Amerikaner so bald nicht zu durchbrechen. Hier mal eine interessante Liste:

Global Firepower Index: http://www.globalfirepower.com/countries-listing.asp

So schlecht ausgerüstet sind die Russen nun auch wieder nicht!
 
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Pit 63

Guest
Ich bin dabei!
Klassische Korruption ist ja nur die eine, vordergründige Seite der Medaille ist. Problematischer sind die legalen Drehtüren, Vernetzungen und Postenschiebereien zwischen (Finanz-) Wirtschaft, Politik, Medien.
Sogar Recht und Wissenschaft werden durch alle möglichen Hintertürden von lobbyistischer Einflussnahme unterminiert.
 
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Pit 63

Guest
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCQQqQIwAGoVChMIluf0qtamxwIVAxUsCh2iBQOW&url=http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/08/13/us-historiker-die-usa-zerstoeren-europa-2/&ei=BuDMVZbMJoOqsAGii4ywCQ&usg=AFQjCNHeayzWGL9dfZQUGqOq2ZeoPkn9ww&bvm=bv.99804247,d.bGg

Der Historiker Eric Zuesse bringt in seinem Artikel in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten mE nach die Politik der USA im nahen/mittleren Osten sowie die zugrunde liegenden machtpolitischen Motive auf den Punkt.
In Verfolgung ihres geostrategischen Plans Russland (und damit ganz Eurasien) unter die amerikanische Herrschaft zu bringen, schlägt die US-Admin mit ihren Unterstützern eine Schneise der Verwüstung durch den nahen/mittleren Osten. Die produzierten Flüchtlingsströme werden auch nicht als Kollateralschaden bedauert, sondern sind ein willkommener Effekt, durch den Europa destabilisiert und geschwächt wird. Bedauerlich finde ich persönlich die Rolle des willfährigen Helfers/Teilnehmers Türkei in diesem perfiden Spiel. Die türkische Regierung ist unter Diktator Erdogan mE nach so machtgeil, rücksichtslos und verlogen geworden wie es seitens der US-Admin ja schon lange üblich ist. Die "Politik" der beiden Länder (natürlich wären da auch noch andere zu nennen) ist inzwischen nur noch Machtpolitik jenseits von Recht und Moral um nicht zu sagen Krieg mit anderen Mitteln.
 

Skeptiker

Well-Known Member
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCQQqQIwAGoVChMIluf0qtamxwIVAxUsCh2iBQOW&url=http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/08/13/us-historiker-die-usa-zerstoeren-europa-2/&ei=BuDMVZbMJoOqsAGii4ywCQ&usg=AFQjCNHeayzWGL9dfZQUGqOq2ZeoPkn9ww&bvm=bv.99804247,d.bGg

Der Historiker Eric Zuesse bringt in seinem Artikel in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten mE nach die Politik der USA im nahen/mittleren Osten sowie die zugrunde liegenden machtpolitischen Motive auf den Punkt.
In Verfolgung ihres geostrategischen Plans Russland (und damit ganz Eurasien) unter die amerikanische Herrschaft zu bringen, schlägt die US-Admin mit ihren Unterstützern eine Schneise der Verwüstung durch den nahen/mittleren Osten. Die produzierten Flüchtlingsströme werden auch nicht als Kollateralschaden bedauert, sondern sind ein willkommener Effekt, durch den Europa destabilisiert und geschwächt wird. Bedauerlich finde ich persönlich die Rolle des willfährigen Helfers/Teilnehmers Türkei in diesem perfiden Spiel. Die türkische Regierung ist unter Diktator Erdogan mE nach so machtgeil, rücksichtslos und verlogen geworden wie es seitens der US-Admin ja schon lange üblich ist. Die "Politik" der beiden Länder (natürlich wären da auch noch andere zu nennen) ist inzwischen nur noch Machtpolitik jenseits von Recht und Moral um nicht zu sagen Krieg mit anderen Mitteln.

...um ehrlich zu sein finde ich den Artikel grottenschlecht! In Lybien und Syrien herrschte Frieden bevor die USA militärisch eingriff? Wie weit an der Realität vorbei ist das denn bitte?
 
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Pit 63

Guest
...um ehrlich zu sein finde ich den Artikel grottenschlecht! In Lybien und Syrien herrschte Frieden bevor die USA militärisch eingriff? Wie weit an der Realität vorbei ist das denn bitte?
Es ist schon erstaunlich. Bei wirklich jeder Kritik von mir an der US-Regierung bzw. -Politik schiesst Du erst mal dagegen- um dann vielleicht irgendwann später hier und da einen amerikanischen sozialkritischen Clip aus dem US-TV zu zeigen, den Du gut findest.
Ich werde das Gefühl nicht los, Du sitzt innerlich irgendwie zwischen zwei Stühlen.
Das der Artikel Dir nicht gefällt, liegt mE nach daran, dass Du Dich mit aller Macht der Erkenntnis verweigerst, dass die USA in der Welt eine expansive rücksichtslose Machtpolitik betreibt, die nur den eigenen Interessen dient und vor Krieg und Zerstörung nicht haltmacht.
Weise ich darauf hin, führt das bei Dir idR dazu, dass Du reflexartig auf Russland oder andere Böse zeigst, um das amerikanische Unrecht zu relativieren.
Dein hiesiger passiv agressiver Einwand erinnert mich an die mehr oder weniger unseriösen Kommentatoren, die sich lebhaft über den arabischen Frühling oder den nationalen Widerstand gegen die herrschenden Diktaturen im nahen Osten ausgelassen haben- während man die betreffenden Dikatatoren bis dahin und im Rahmen der orientalischen Verhältnisse akzeptierte.
Sowohl Assad als auch Gaddafi sassen fest im Sattel. Ohne die kriegerische Initiative der USA (+ Helfer, bei Lybien aus den bekannten Gründen insbesondere Frankreich) befänden sich diese Länder heute nicht in einem andauernden Kriegszustand und es gäbe auch die heutigen Flüchtlingsströme nicht. Nicht einmal den IS würde es in der heutigen Form geben. Du willst diese Zusammenhänge und die kaltschnäuzige Brutalität der US- Admin nur nicht wahrhaben, dabei ist ihre ausschliesslich auf Macht und Herrschaft abzielende Geostrategie seit dem Irakkrieg nicht nur offensichtlich sondern inzwischen auch durch viele Quellen belegt.
 
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Pit 63

Guest
@ Sekptiker

Der bestehende "Mythos" ist nach wie vor die Sklavenbefreiung als Kriegsgrund.

Zur den 10 Jahren Aussenpolitik ab 1990:
Die Sowjetunion zerfiel nicht von heute auf morgen, sondern in einem mehrjährigen Prozess
Es gab auch noch keine EU, sondern europäische Länder mit Politiken, in denen es auch noch linke Positionen gab. Alles sortierte sich innen- und aussenpolitisch neu. Gegenüber der GUS gab es auch noch einen gewissen Schein zu wahren. Abgesehen davon gingen viele davon aus, dass die GUS unter Jelzin ganz ohne Zutun in die "pax americana" quasi hineintrudelt. Ohne Putin wäre es vielleicht so gekommen.
1990- 2000 war auch die Zeit, in der in Europa das soziale Element aus der Politik und den Medien verschwand, der Neoliberalismus zum Mainstream wurde und die beschleunigte Umverteilung von unten nach oben seinen Lauf nahm. Die SPD verlor ihr Profil und die Grünen wandelten sich von einer ökologischen Friedens- zur Kriegspartei.

1990-1991 führte USA den Angriffskrieg gegen den Irak, dessen Überfall auf Kuwait an sich nicht besser oder schlechter war als der von den USA zuvor unterstützte Angriff Iraks auf den Iran- alles klar?
Gegen den Irak wurden Sanktionen beschlossen, mit katastrophalen Folgen für die schiitische Bevölkerung, während die herrschenden Sunniten sich problemlos an der Macht hielten- wie das in Diktaturen so üblich ist. Soweit auch klar?
1993 gab es Bombadierungen in der eingerichteten Flugverbotszone im Irak
1994-1995 Die USA bombadieren serbische Städte
1996 Die USA bombadieren Irak mit Marschflugkörpern, als Raktion auf die irakische Offensive in den Kurdengebieten
1994-1996 US-Truppen sind in Haiti aktiv, um die Einsetzung des aus dem Exil zurückgekehrten Präsidenten zu sichern
1998 Bombardements angeblicher Waffenfabriken in Sudan und Afghanistan
1999 Kosovokrieg- Natokrieg ohne UN- Sicherheitsmandat

Zwischen 1990 und 2000 wurden entsprechend der Geostrategie im nahen und mittleren Osten zahlreiche Militärbasen errichtet- während die Stationierungen in Europa nach dem Wegfall der EU drastisch abgespeckt werden konnten, was die Militärausgabe auch zunächst in die richtige Richtung führte, nämlich nach unten. Was ab dem Anschlag in 2001 geschah, dessen echte, ehrliche Aufklärung faktisch unterbunden wurde, das brauche ich nicht zu erwähnen.
Die US-Strategen denken und planen langfristig- das ist der Sinn der aussenpolitischen Strategie eines Empires. Das machten/machen die Briten ebenso.
Die Europäer könnten einen friedlichen Gegenentwurf zur kriegerischen angloamerikansichen Machtpolitik planen, machen sie aber leider nicht. Zahlreiche Unterstützer der USA sowie die ganzen Profiteure in den lobbyistischen Netzwerken aus Politk, Medien, Wissenschaft verhindern allerdings auch nach Kräften die Einigung oder einen Wandel in den europäischen Ländern. In den USA selbst wird ja auch nichts besser, obwohl die Situation für die meisten Menschen immer schlechter wird. Das ist halt die Macht des oligarschichen Lobbyismus, der eine öffentliche politisch-mediale Aufklärung und Ursachenbekämpfung verhindert. Um es mit Scholl-Latour zu sagen: Medienfreiheit im Westen ist das Recht der Reichen ihre Meinung zu veröffentlichen.

Zur Monroedoktrin aus dem Jahre 1823: Amerika den Amerikanern war eine machtpolitische Ansage an die Europäer- insbesondere im Hinblick auf Lateinamerika.
 
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Pit 63

Guest
Soeben einen Artikel über den Wahlkampf in den USA gelesen. Die Schlammschlachten der Konservativen untereinander sind dermassen primitiv und durchgeknallt, dass man meinen könnte, die Menschen dort hätten komplett den Verstand verloren. Unfassbar, was dort für Leute im Wahlkampf für das höchste Amt der mit Abstand grössten Weltmacht antreten. Wirklich unfassbar...
Da hofft man fast, dass eine bestimmte Strategie dahinter steckt, z. Bsp. die Konservativen unwählbar zu machen.
 

Skeptiker

Well-Known Member
Es ist schon erstaunlich. Bei wirklich jeder Kritik von mir an der US-Regierung bzw. -Politik schiesst Du erst mal dagegen

Weil es immer die gleiche Kritik ist die ich so, in ihrer von dir allumfassenden Gültigkeit benutzt, nich teile.

Das der Artikel Dir nicht gefällt, liegt mE nach daran, dass Du Dich mit aller Macht der Erkenntnis verweigerst, dass die USA in der Welt eine expansive rücksichtslose Machtpolitik betreibt, die nur den eigenen Interessen dient und vor Krieg und Zerstörung nicht haltmacht.

Ich finde den Artikel schlecht weil er bar jeglicher Fakten ist. Nur weil einArtikel gegen die US-Admin abzielt, muß er nicht richtig und gut sein. Manchmal wünschte ich mir die gleiche Skepsis die du den Adm7ns entgegenbringst auch bei Jenen, denen du inhaltlich zustimmst.

Ohne die kriegerische Initiative der USA (+ Helfer, bei Lybien aus den bekannten Gründen insbesondere Frankreich) befänden sich diese Länder heute nicht in einem andauernden Kriegszustand und es gäbe auch die heutigen Flüchtlingsströme nicht

Also der arabische Frühling wurde durch die USA ausgelöst? Die USA hat Assad und Gaddafi dazu gezwungen militärisch gegen die Demonstranten/Aufständischen vorzugehen? Wirklich?

Der bestehende "Mythos" ist nach wie vor die Sklavenbefreiung als Kriegsgrund.

Nein, eben genau andersherum. Als Indiz wird immer gerne genommen, daß Lincoln erst 1863 die Sklavenbefreiung zum Thema machte. Die Sezession der Südstaaten aber alleinig aufgrund der Sklaverei.

1990-1991 führte USA den Angriffskrieg gegen den Irak, dessen Überfall auf Kuwait an sich nicht besser oder schlechter war als der von den USA zuvor unterstützte Angriff Iraks auf den Iran- alles klar?

Das ist so wie zu sagen, daß die USA einen Angriffskrieg gegen Hitler-Deutschland geführt hätte. Nur weil Saddam dachte, daß die USA schon wegschauen würde gibt im noch lange nicht das Recht in ein anderes Land einzufallen!

Gegen den Irak wurden Sanktionen beschlossen, mit katastrophalen Folgen für die schiitische Bevölkerung, während die herrschenden Sunniten sich problemlos an der Macht hielten- wie das in Diktaturen so üblich ist. Soweit auch klar?

Das UN-Mandat lies nicht mehr zu.

1993 gab es Bombadierungen in der eingerichteten Flugverbotszone im Irak

Das ist jetzt schlecht? Nur weil die USA sich 1993 an die internationalen Regeln hielt und das die Einzige Hilfe war, die man den Aufständischen zukommen lassen konnte?

1994-1995 Die USA bombadieren serbische Städte

Danke den Eiropäern dafür, da sie den Jugoslawienkonflikt bis dahin ja so blendent gemeistert haben. Da siehst du übrigens das Resultat der eropäischen Friedenspolitik!

1996 Die USA bombadieren Irak mit Marschflugkörpern, als Raktion auf die irakische Offensive in den Kurdengebieten

Das ist jetzt schlecht.......weil?

Was ab dem Anschlag in 2001 geschah, dessen echte, ehrliche Aufklärung faktisch unterbunden wurde

Was willst du damit denn aussagen/andeuten?
 
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Pit 63

Guest
Weil es immer die gleiche Kritik ist die ich so, in ihrer von dir allumfassenden Gültigkeit benutzt, nich teile.

Ich finde den Artikel schlecht weil er bar jeglicher Fakten ist. Nur weil einArtikel gegen die US-Admin abzielt, muß er nicht richtig und gut sein. Manchmal wünschte ich mir die gleiche Skepsis die du den Adm7ns entgegenbringst auch bei Jenen, denen du inhaltlich zustimmst.

Also der arabische Frühling wurde durch die USA ausgelöst? Die USA hat Assad und Gaddafi dazu gezwungen militärisch gegen die Demonstranten/Aufständischen vorzugehen? Wirklich?

Nein, eben genau andersherum. Als Indiz wird immer gerne genommen, daß Lincoln erst 1863 die Sklavenbefreiung zum Thema machte. Die Sezession der Südstaaten aber alleinig aufgrund der Sklaverei.

Das ist so wie zu sagen, daß die USA einen Angriffskrieg gegen Hitler-Deutschland geführt hätte. Nur weil Saddam dachte, daß die USA schon wegschauen würde gibt im noch lange nicht das Recht in ein anderes Land einzufallen!

Das UN-Mandat lies nicht mehr zu.

Das ist jetzt schlecht? Nur weil die USA sich 1993 an die internationalen Regeln hielt und das die Einzige Hilfe war, die man den Aufständischen zukommen lassen konnte?

Danke den Eiropäern dafür, da sie den Jugoslawienkonflikt bis dahin ja so blendent gemeistert haben. Da siehst du übrigens das Resultat der eropäischen Friedenspolitik!

Das ist jetzt schlecht.......weil?

Was willst du damit denn aussagen/andeuten?

Ich muss überhaupt nichts andeuten. Eine Beteiligung an dem Anschlag konnte weder bewiesen noch ausgeschlossen werden. Persönlich halte ich eine Beteiligung für wahrscheinlicher als die Nichtbeteiligung.

Deinen Beitrag würde ich als amerikanische Öffentlichkeitsarbeit einordnen
Ich fasse zusammen:

Die Nordstaaten bekriegten die Südstaaten, um die Sklaven zu befreien.
Die USA führten keinen Angriffskrieg gegen Hitlerdeutschland. Eigene Interessen gab es auch nicht.
Hussein ist mit Hitler vergleichbar.
Der völkerrechtswidrige Angriff von Hussein auf Iran wurde zurecht unterstützt.
Der völkerrechtswidrige Angriff von Hussein auf Kuwait wurde zurecht abgewehrt.
Bombadierungen und Drohnenkriege im Ausland sind grundsätzlich nicht verkehrt.
Wirtschaftssanktionen gegen Diktatoren sind gut, auch wenn die unterdrückte Bevölkerung darunter extrem leidet.
Wenn die UN zustimmt, muss die USA Kriege führen und Bomben werfen, um Anderen zu helfen. Das muss sie aus moralischen Gründen auch tun, wenn die UN nicht zustimmt oder nicht gefragt wurde. Das gleiche gilt für die Drohnenkriege.
Die USA mischt sich in Europa ein, weil Europa das nicht kann oder nicht weiss was es will oder wenn es etwas nicht will, trotzdem braucht.
Die heutigen Zustände im nahen/mittleren Osten sind dem Aufstand der Demokraten gegen die Diktatoren geschuldet.
Die weltweiten Militärbasen sind Verteidigungseinrichtungen zum Schutz Amerikas und der Menschenrechte weltweit.

Da dürften selbst so einige Amerikaner verunsichert sein. Aber in Deutschland´s Mitte bist Du damit herzlich willkommen. Der Rest ist geschenkt.
 
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