Amerika Du hast es besser!

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Pit 63

Guest
dennoch hat Amerika mE die Strahlkraft (nein. nicht die atomare!) auf die Menschen im Lande und auch die Menschen außerhalb nicht verloren.
Das liegt an der professionellen Öffentlichkeitsarbeit bzw. dem politisch und medial verbreiteten Amerikabild. Patriotismus geht über alles. Man beschwört God`s own country allseits und allgegenwärtig. Da wollen die Menschen natürlich mitmachen und daran glauben. Das so vermittelte Wir- Gefühl, das Gefühl dazuzugehören, ist ja auch schön, auch wenn es nur eine Illusion ist.
Das ist das gleiche Phänomen wie der türkische Patriotismus, der in dem viel zitierten Satz
ne mutlu Türküm diyene und einer Landesflagge pro qkm zum Ausdruck kommt.
 
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Pit 63

Guest
Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit sind die gerade veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen aufschlussreich.

http://news.google.de/news/url?sr=1...=-19142682671423519&sid=de_de-b&ssid=b&at=dt0
Demnach ist die Arbeitslosenquote in den USA offiziell auf 5, 3 Prozent gefallen. Klingt toll.

Geht man der Sache nach, stösst man allerdings auf die irritierende Aussage, dass die reale Arbeitslosigkeit in den USA nach einer Berechnung des Magazins money news bei real 18 Prozent liegt und dass neugeschaffene Jobs ab 2000 praktisch nur noch an Einwanderer gehen (und wohl auch entsprechend schlecht bezahlt sind).

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...4yKio5fQIQCn5vw&bvm=bv.96952980,d.bGQ&cad=rja

Mit den falschen offiziellen US- Angaben beschäftigt sich ausführlich auch die Zeitschrift Finanzen100de:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...y9yuUXyUSA3KKtA&bvm=bv.96952980,d.bGQ&cad=rja

Interessant ist auch die Wechselbeziehung: Weniger Arbeitslose aber mehr Bezieher von Lebensmittelmarken in den USA
http://www.gegenfrage.com/usa-weniger-arbeitslose-und-mehr-food-stamps-bezieher/

Ich denke, über die Realität auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt kann sich letztlich jeder selbst einen Reim machen, der es möchte. Der Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Erweiterung des Billiglohnsektors dürfte schon aus der bundesdeutschen Wirklichkeit hinlänglich bekannt sein.
 

Bender

Well-Known Member
letztens, diesen interessanten Artikel gelesen. Zwar etwas älter, aber immer noch aktuell:

Wettlauf mit dem Henker
Ein Journalistikprofessor aus Chicago führt den Wahnsinn der Todesstrafe vor. Seine Studenten spüren Fehlern der Ermittler nach und retten Unschuldige vor der Hinrichtung. Ein Blick in die Abgründe des amerikanischen Justizsystems von Andrea Böhm

http://www.zeit.de/1999/23/199923.protess_.xml

ein Auszug:

Bis in die achtziger Jahre gab es unter den ausschließlich weißen Anklägern im Gericht an der California Avenue einen Wettkampf. Wer am schnellsten so viele Verurteilungen durchsetzte, daß das Gesamtgewicht der Delinquenten 1000 Kilo überstieg, hatte gewonnen. Im Jargon nannte man das "Niggers nach Pfund".
 
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Pit 63

Guest
Die amerikanische Miltitärführung wird nicht müde, mit Scharfmacherparolen die Stimmung aufzuheizen und Konflikte zu vertiefen, wo eigentlich keine sein müssten. Der künftige Stabschef Dunford beschreit wie jüngst viele US- Politiker die russische Gefahr. Russland sei gefährlicher als der IS. Putin bedrohe existenziell die nationale Sicherheit der USA. Dunford warnt vor mangelnder Entschlossenheit gegenüber der russischen Agression und kündigt (weitere) Waffenlieferungen an die Ukraine an.
http://news.google.de/news/url?sr=1&ct2=de/1_0_s_0_1_a&sa=t&usg=AFQjCNFwcvoQ6J4M_TDKhqe97O6BD3iKAQ&cid=52779477861944&url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-joseph-dunford-haelt-russland-fuer-gefaehrlicher-als-is-a-1042968.html&ei=5aafVejmCoXw1AaehoCoDw&rt=HOMEPAGE&vm=STANDARD&bvm=section&did=-23871512845893576&sid=de_de-w&ssid=w&st=1&at=dt0
Ich frage mich, was er eigentlich damit meint, dass Russland Amerika bedroht? Die sind doch ziehmlich weit weg. Oder spielt er auf die gegenseitige Bedrohung mit Atombomben an? Wohl kaum, hat er jedenfalls nicht gesagt.
Bliebe die Bedrohung amerikanischer Soldaten im Ausland, vor allem in Europa. Dann stellt sich erstens die Frage, was die behauptete Bedrohung amerikanischer Soldaten auf dem europäischen Kontinent mit der existenziellen Sicherheit der USA zu tun hat und zweitens, wer hier eigentlich wen bedroht? Die russischen Soldaten halten sich jedenfalls in ihrem eigenen Land auf. Die US-Soldaten sind dagegen auf über 1000 Militärbasen und 13 Flugzeugträgern in der ganzen Welt stationiert. Sie stehen quasi vor Russlands Haustür. Da sollte doch an sich jedem klar sein, der sich abseits der Mainstream- Politk und -Medien ein wenig gesunden Menschenverstand bewahrt hat, dass die USA die nationale Sicherheit Russlands in einem viel grösseren Ausmass bedroht, als umgekehrt.
 

Skeptiker

Well-Known Member
Also @Pit 63 Beide Seiten stehen sich in nichts nach.

1.) Die USA und Russland sind direkte indirekte Nachbarn!
2.) Das es keine russischen Truppen ausserhalb Russlands gibt, glaubst du doch selbst nicht, oder?
3.) Zwar denke ich das in der Ausrichtung der Außenpolitik die Russen den Amis in nichts nachstehen, aber manchmal ist diese amerikanische Paranoia schon lächerlich. Als ob auch nur ein Land auf der Welt in der Lage wäre ihnen gefährlich zu werden.
 
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Pit 63

Guest
Also @Pit 63 Beide Seiten stehen sich in nichts nach.

1.) Die USA und Russland sind direkte indirekte Nachbarn!
2.) Das es keine russischen Truppen ausserhalb Russlands gibt, glaubst du doch selbst nicht, oder?
3.) Zwar denke ich das in der Ausrichtung der Außenpolitik die Russen den Amis in nichts nachstehen, aber manchmal ist diese amerikanische Paranoia schon lächerlich. Als ob auch nur ein Land auf der Welt in der Lage wäre ihnen gefährlich zu werden.
Beide Seiten stehen sich in nichts nach? Sie sind direkte indirekte Nachbaren? Bist Du jeck?

Wieviele Militärbasen unterhalten die Russen denn ausserhalb Russlands?
In welchen Ländern befinden sie sich?
Wieviele russische Flugzeugträger kreuzen auf den Weltmeeren?
Wie hoch sind die Militärbudgets im Vergleich und wie umfangreich ist die bereits vorhandene militärische Ausrüstung und Bewaffnung im Vergleich der beiden Länder?
Also bitte...
Sei mal realistisch.


Und zur Paranaoia. Da lachen doch die Hühner. Diese Hysterie besteht doch auch nur künstlich in den Medien. Die gebetsmühlenartig wiederholten Scharfmacherparolen sind nicht mehr als offensichtliche Falschbehauptungen, die weltweit verkündet werden, um die eigenen machtpolitischen geostrategischen Interessen nach innen und aussen rechtfertigen zu können.

Dass die Russen "möglicherweise, wenn und vielleicht" die gleiche Weltmachtpolitik betreiben würden, ist hypothetisch und setzt voraus, dass sie annähernd so mächtig wären wie die Amerikaner. Das ist aber nun mal nicht der Fall. Es macht mE nach wenig bis keinen Sinn, Eier zu kritisieren, die noch nicht gelegt wurden und in absehbarer Zeit auch nicht gelegt werden.
Fakt ist, dass die Russen heute für die Amerikaner machtpolitisch oder miltiärisch keine Bedrohung sind. Umgekehrt sieht das schon ganz anders aus. Von Konflikten mit Russland auf dem eurasischen Kontinent bleibt die Integrität der USA grundsätzlich unberührt. Solange die amerikanischen Soldaten im Ausland sterben, läuft das doch unter Berufsrisiko.
Europa muss sich deshalb mE nach gegenwärtig mehr vor dem angeblichen Freund Amerika als vor dem angeblichen Feind Russland schützen. Der Aministration des US- Empires wäre es frei nach Brezinski oder Friedman doch am liebsten, wenn sich die Europäer und Russland gegenseitig fertig machen würden. Anschliessend könnten überall in Eurasien amerikanischen Militärbasen errichtet werden und die Wirtschaftsmultis oder die Heuschrecken aus der Finanzindustrie könnten auf dem eurasischen Kontinent ungehindert schalten und walten.
 

alterali

Well-Known Member
Die USA reduzieren laufend ihre Truppenstärke.
Hört sich gut an!:)

Es wird eben auch in diesem Bereich privatisiert (Blackwater lässt grüßen)
:p
Außerdem werden auch immer mehr die 'Freunde' ..... 'in die Pflicht genommen.
:mad:
 

Skeptiker

Well-Known Member
@Pit 63 nun mal langsam!

1.) Natürlich sind sie direkte indirekte Nachbarn, nur dur ein paar Seemeilen voneinander getrennt. Ein Blick auf den Atlas hilft ; )

2.) Militärbasen Russlands im Ausland: Armenien, Georgien, Tadschikistan, Moldawien, Syrien, Kasachstan, Ukraine, Weißrussland, Kirgisistan, Aserbaidschan.

Zudem aktive Einmischung in den Ukrainekonflikt. Überfall auf Georgien in 2008.......

3.) Ich schrieb schon, das zur Zeit den USA kein Land gewachsen ist, aber Putin hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern.
 
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Pit 63

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@Pit 63 nun mal langsam!

1.) Natürlich sind sie direkte indirekte Nachbarn, nur dur ein paar Seemeilen voneinander getrennt. Ein Blick auf den Atlas hilft ; )

2.) Militärbasen Russlands im Ausland: Armenien, Georgien, Tadschikistan, Moldawien, Syrien, Kasachstan, Ukraine, Weißrussland, Kirgisistan, Aserbaidschan.

Zudem aktive Einmischung in den Ukrainekonflikt. Überfall auf Georgien in 2008.......

3.) Ich schrieb schon, das zur Zeit den USA kein Land gewachsen ist, aber Putin hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern.
Zu 2.) Hätte ich mir eigentlich schon denken können, dass Du jetzt die alten Sowjetrepubliken anführst. Dir ist aber schon klar, dass es sich dabei ausschliesslich um die Überbleibsel vorrusischer Staatszugehörigkeit handelt, und dass dieses Ausland ausserdem direkt an Russland angrenzt. Das ist mit der weltweiten Präsenz der Amerikaner fern ihrer Heimat auf über 1000 Militärbasen doch überhaupt nicht zu vergleichen und geht vor allem an der Entwicklung der Kräfteverhältnisse wie der Auslandspräsenz seit dem Ende der Sowjetunion völlig vorbei.
Zu 1.) Und was sind denn direkte indirekte Nachbarn und wo auf dem Atlas soll diese Nachbarschaft sein. Falls Du jetzt Alaska meinst - hätte ich mir eigentlich auch denken können- Alaska ist erstens kaum besiedeltes, unwegsames Land und zweitens liegt zwischen Russland und den USA immer noch Kanada.
Deine Gegenargumente 1.) und 2.) sind an sich nur formaler Natur, also inhaltlich substanzlos, abwegig.
Die offensichtliche Tatsache, dass die USA seit vielen Jahren und mit steigender Tendenz Russland bedrohen und nicht umgekehrt, wird dadurch nicht berührt.
Schliesslich frage ich mich, was für ein Widerspruch in Deiner Aussage liegen soll, dass Putin den USA (wieder) gewachsen sein will. Mal abgesehen davon, dass dieser Wunsch angesichts des ungebrochenen amerikanischen Hegemonialstrebens verständlich ist, wie realistisch ist das denn angesichts der Militärbudgets und wie bittschön bedroht denn dieser Wunsch aktuell und konkret die nationale Sicherheit in den USA?
Und schliesslich, so ganz grundsätzlich: Nur weil Russland Amerika nicht noch weiter an sich rankommen lassen will, gibt das der US-Administration bzw. -Generalität noch lange nicht das Recht, laufend verbal zu zündeln und Russland zu verteufeln? Das ist ein hundertprozentiger Fall für den ignorierten Balken vor dem eigenen Auge.
P.S.: Das würde mich alles auch nicht so nerven, wenn unsere Vertreter aus der Presse/Politik den verbalen Giftmüll aus den USA nicht auch noch unkritisch verbreiten/unterstützen würden.
 
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