Angst

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In diesen Wochen vorher wird sie auf die OP vorbereitet, beispielsweise mit einem Streckbett.
Soweit ich weiss, wird sie für mehrere Stunden jeden Tag an einem Bett festgeschraubt und ihr Rücken dabei ganz langsam auseinandergezogen.:shock:


... zumindest in der Beziehung glaube ich Dich beruhigen zu können: Es klingt zwar sehr unheimlich, aber ich hab das auch 'ne ganze Weile über mich ergehen lassen müssen. Normalerweise wird so was seeehr vorsichtig gemacht. Und es ist wirklich nicht so schlimm, wie es klingt.
 
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@ alsadaha,

natürlich interessiert mich Dein, nun ich nenne es mal Bericht !
Ist wirklich sehr sehr schlimm, wenn man mit unerträglichen
Schmerzen leben muss. Das sind schon Qualen !!!

Ich wünsche Deiner Mutter für ihre bevorstehende OP und Klinikaufenthalt
alles, alles Gute. Und das sie alles gut überstehen wird !

Dir liebe Alsadaha, wünsche ich viel viel Kraft und gute Nerven !

Euch beiden und auch Deiner Familie alles, alles Gute.
Ich sage immer, wenn einer aus der Familie ( ernst ) erkrankt ist, so leidet
natürlich die ganze Familie mit und ist auch ein Stück mit krank !

In diesem Sinn
eine an Dich denkende
Andrea
 
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Es kann sein, dass das Streckbett nicht ausreicht, und sie einen Halo- Ring erhält. Dieser ("Eisen"-) Ring wird um den Kopf befestigt und dafür an der Stirn an beiden Seiten festgeschraubt.:shock:

Die genaue Konstruktion weiss ich nicht, ich weiss nur, dass man mit diesem Teil auch schlafen, duschen, essen und alles andere im täglichen Leben machen muss. Da es nicht um den Kopf, sondern um den Rücken geht, ist es also eine grössere Kontruktion, ich muss mich erst nochmal belesen, wie es genau funktioniert und aussieht.

Wenn die OP dann stattfindet, wird wie gesagt ein Teil Knochen aus ihrer Hüfte entfernt, weil er im Rücken benötigt wird.

Während der OP wird sie geweckt:shock: , weil die Ärzte von ihr wissen möchten, ob sie die Beine noch bewegen kann, oder man eventuell etwas verletzt hat, so dass sie sich nicht mehr bewegen kann.
Auch vor diesem Moment hat sie wahnsinnige Angst- weil sie vielleicht die Wundschmerzen spüren könnte.

Sie wird übrigens vom Bauchraum aus und vom Rücken aus aufgeschnitten und operiert.
 
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Oh, das hört sich alles ganz kompliziert und schwer an alsadaha :( Ich kann deine Ängste nur zu gut verstehen, vor allem, wenn man sich bildlich vorstellt, was da alles gemacht wird :(

Vor einigen Jahren musste meine Mutter auch operiert werden. Ihre Aorta war zu groß und kurz vorm Platzen. Wenn das eingetreten wäre, hätte ich heute keine Mutter mehr :( Es kam dann noch zu einem dreifachen Beipass, so dass meine Mutter einige Tage auf der Intensivstation lag und wir alle nicht wussten, was wird.. schlaflose Nächte und ganz ganz viel Sorgen..

Meine Mutter hat es überstanden, sie lebt und kann für sich und meinen Vater wie gewohnt weiterhin sorgen. Ich wünsche es deiner Mutter auch von ganzem Herzen, und dir ganz viel Geduld und Ruhe, glaub mir, ich weiß wie es ist und kann nur zu gut mit dir mitfühlen.

Fühl dich von mir gedrückt! :-(
 
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Ich habe gerade mal nach diesem Halo- Ring gegoogelt und ihn hier gefunden, ganz unten auf der Seite ist eine Zeichnung davon.
An dem Ring sind also Gewichte befestigt, man sitzt damit im Rollstuhl, die Gewichte ziehen praktisch den Rücken etwas in die Länge.
Ich habe in speziellen Foren schon viel von Betroffenen gelesen, es soll die Hölle sein.
 
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Ich habe gerade mal nach diesem Halo- Ring gegoogelt und ihn hier gefunden, ganz unten auf der Seite ist eine Zeichnung davon.
An dem Ring sind also Gewichte befestigt, man sitzt damit im Rollstuhl, die Gewichte ziehen praktisch den Rücken etwas in die Länge.
Ich habe in speziellen Foren schon viel von Betroffenen gelesen, es soll die Hölle sein.


Liebe alsadaha, ich würde dir davon abraten, zu viele Details und Informationen zu suchen. Du tust deiner Mutter keinen Gefallen, wenn du dich selbst fertigmachst. Klar möchte man wissen, was so mit der eigenen Mutter geschieht, allerdings kann das auch die Angst verstärken und dich noch mehr herunterziehen.

Ich hatte diesen Fehler damals auch gemacht und hatte mehr Angst vor der Operation als meine Mutter :(

Du musst jetzt stark sein, da du sie stützen musst. Es ist schwer, aber du wirst das schaffen, und deine Mutter auch. Ich werde heute Abend für sie beten!
 
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Man fühlt sich hilflos, wenn man so etwas liest. Möchte irgendwie helfen kann aber nicht.

Vor 10 Jahren bin ich zu einem bekannten Prof. hier in Deutschland, weltbekannt auf seinem Gebiet; natürlich mit viel Hoffnung. Mein Name wurde aufgerufen, und ich lief den Gang entlang und er mir entgegen. Das erste was er mir auf halbem Wege sagte: "...haben sie sich eigentlich Gedanken über ihre Zukunft gemacht".

Ich hoffe jedenfalls für Dich und Deine Mutter, dass alles gut gehen wird.
 
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Nach der OP wird sie mindestens eine Woche, kann auch viel länger sein, auf der Intensivstation verbleiben.

Sie wird ein Korsett erhalten, aber kein normales für Skoliose, sondern irgendwas extrem steifes, was ich im Moment nicht mehr so genau weiss (es ist einfach so eine grosse Fülle von Informationen, die ich im Kopf habe). Dieses Korsett wird sie ca. ein Jahr tragen, darf es nur zum Duschen maximal fünf Minuten ausziehen, weil sonst der Rücken zusammenklappen würde (ich weiss im Moment nicht, warum das so ist).

Wenn sie irgendwann mal wieder laufen gelernt hat, wird sie nach einer Gesamtzeit von ca. drei Monaten aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen.

Sie darf aber mindestens ein Jahr lang nur stehen oder gerade liegen- niemals sitzen oder sich gar bücken.
Sie darf während der gesamten Zeit niemals auch nur kleine Hausarbeiten erledigen, und da kommen wir schon zum nächsten Problem.
 
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