Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Lynx72

Gesperrt
24 April 2011
8.854
3.552
113
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Komisch, dass du Posts die ebenso wenig mit dem Thema zu tun haben, jedoch genau in die andere Richtung gehen, nie bemängelst.

Es ist unwürdig, diesen Antisemitismus-Thread mit persönlichen Streitereien zu belasten. Ich würde mich stattdessen über eine PN freuen, in der du mir ein Beispiel für deine obige Behauptung zukommen lässt.
 
F

F.A.B

Guest
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Es ist unwürdig, diesen Antisemitismus-Thread mit persönlichen Streitereien zu belasten. Ich würde mich stattdessen über eine PN freuen, in der du mir ein Beispiel für deine obige Behauptung zukommen lässt.

Nein, ich möchte sowas öffentlich sagen, da einige User in diesem Forum massive Bildungslücken haben und/oder ideologisch verblendet sind.

Damit meine ich nicht dich. Du willst meist eher nur etwas zu viel des Guten und schiesst dann mal über dein Ziel heraus.
 

turand

Well-Known Member
2 Oktober 2009
2.464
551
113
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Nein, ich möchte sowas öffentlich sagen, da einige User in diesem Forum massive Bildungslücken und/oder ideologisch verblendet sind.

Du hast schon Recht, es gibt Antisemtismus und Rassismus auch außerhalb Deutschlands.
Aber wir leben in keinem anderem Land, sondern in Deutschland, wo der Antisemitismus eine historisch unvergleichliche Blüte erlangte. Dass es woanders auch Antisemitismus gibt, sollte man als Deutscher vielleicht nicht ständig betonen.
 
F

F.A.B

Guest
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Du hast schon Recht, es gibt Antisemtismus und Rassismus auch außerhalb Deutschlands.
Aber wir leben in keinem anderem Land, sondern in Deutschland, wo der Antisemitismus eine historisch unvergleichliche Blüte erlangte. Dass es woanders auch Antisemitismus gibt, sollte man als Deutscher vielleicht nicht ständig betonen.

Ich betone es hier so oft weil man von bestimmten Usern regelrecht dazu genötigt wird.

Würde man ein Thread ohne rassistische Parolen, Pauschalvorwürfe und Provokationen auskommen würde es garnicht zu Posts wie meinen kommen.

Und deinen Hinweis auf die deutsche Geschichte empfinde auch als nicht angemessen bzw. als nicht sinnvoll in Bezug auf so eine Diskussion.
Weil damit suggerierst du, dass Antisemitismus und Rassismus in Deutschland schlimmer zu bewerten ist als anderswo.
Aber das sehe ich anders. Es ist überall auf der Welt gleich zu verurteilen wenn Menschen nationalistisch oder rassistisch sind.
Was spielt dabei die deutsche Geschichte für eine Rolle? 90% der Menschen die damals lebten sind Tod, die anderen haben mit den schrecklichen Ereignissen von damals soviel zu tun wie wahrscheinlich du - nähmlich garnichts.
 

turand

Well-Known Member
2 Oktober 2009
2.464
551
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AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Und deinen Hinweis auf die deutsche Geschichte empfinde auch als nicht angemessen bzw. als nicht sinnvoll in Bezug auf so eine Diskussion.
Weil damit suggerierst du, dass Antisemitismus und Rassismus in Deutschland schlimmer zu bewerten ist als anderswo.
Aber das sehe ich anders. Es ist überall auf der Welt gleich zu verurteilen wenn Menschen nationalistisch oder rassistisch sind.
Was spielt dabei die deutsche Geschichte für eine Rolle? 90% der Menschen die damals lebten sind Tod, die anderen haben mit den schrecklichen Ereignissen von damals soviel zu tun wie wahrscheinlich du - nähmlich garnichts.

Es ist doch erstaunlich, dass in Deutschland nach dem Holocaust noch so viele Antisemiten rumlaufen. Also vorher hätte man ja sagen können, dass sie von den Konsequenzen nichts gewusst haben, aber heute sind sie Antisemiten mit dem Wissen, dass ihre Vorväter 6 Millionen Juden auf dem Gewissen haben. Das zeugt doch von einer gewissen Bösartigkeit, oder?
 
F

F.A.B

Guest
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Es ist doch erstaunlich, dass in Deutschland nach dem Holocaust noch so viele Antisemiten rumlaufen. Also vorher hätte man ja sagen können, dass sie von den Konsequenzen nichts gewusst haben, aber heute sind sie Antisemiten mit dem Wissen, dass ihre Vorväter 6 Millionen Juden auf dem Gewissen haben. Das zeugt doch von einer gewissen Bösartigkeit, oder?

Was bedeutet denn für dich "so viele Antisemiten?"

Und auf Suggestivfragen antworte ich nicht.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Das erschreckende an der Studie -an der 2 Jahre gearbeitet wurde- ist ja gerade die breite Verwurzelung des Antisemitismus in der BRD. Alle Aufklärungsarbeit und geschichtliche Aufarbeitung scheinen bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung keine Wirkung zu hinterlassen. Vorurteile, Stereotypen und schlichtes Unwissen bestimmen das Urteil von fast 20% der Bevölkerung bezüglich der jüdischen Kultur.
 

therengarenk

Gesperrt
12 September 2011
9.824
3.348
113
Gelsenkirchen
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Das erschreckende an der Studie -an der 2 Jahre gearbeitet wurde- ist ja gerade die breite Verwurzelung des Antisemitismus in der BRD. Alle Aufklärungsarbeit und geschichtliche Aufarbeitung scheinen bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung keine Wirkung zu hinterlassen. Vorurteile, Stereotypen und schlichtes Unwissen bestimmen das Urteil von fast 20% der Bevölkerung bezüglich der jüdischen Kultur.

Ich glaube so erschreckend ist das gar nicht, sondern eher vorraussehbar.
Das zentrale Unterrichtsziel ( ich versuche das mal auf Schule zu beziehen) ist nicht , dass man den Schüler ein hinreichendes Fundament an Kenntnissen beibringt, sondern das Wissen um die besondere Verantwortung, die in diesem Fall die eigene Geschichte betrifft. Und das funktioniert nicht, weil:
- Jugendliche/Schüler der dritten und vierten Generation nach dem Krieg ein eher distanziertes Verhältnis zu der Zeit des Nationalsozialismus haben, also kein Dazugehörigkeitsgefühl
-Lehrer setzen sich mit dem selbstgesteckten Lernziel unter Druck, die Schüler zu einer emotionalen und moralischen Ablehnung gegenüber der nationalsozialistischen Politik bewegen zu wollen und das wiederrum führt zur Ablehung, weil die Schüler schon die moralische Bewertung der Lehrer fühlen.
- dann werden immer wieder die selben Filme gezeigt, die selben Orte besucht (wirkt auf Schüler eher enttäuschend, weil sie dort das sichtbar Unmenschliche des NS-Systems erwartet hatten) und die selben Zeitzeugen (mittlerweile gibts kaum noch welche) eingeladen ( Erfahrungserlebnisse sind oft viel zu eng oder zu alltäglich oder zu allgemein, so dass sich ebenfalls die erwartete Betroffenheit nicht einstellt) und alles drei wird überfrachtet...
- und wenn mans als Lehrer dann doch packt, die Jugendlichen zu Mitgefühl mit den NS-Opfern zu bringen, oder sogar zu Identifikationen, dann gelingt das andere Lernziel nicht: Schüler können sich dann nicht mehr in Kontinuität mit den nationalsozialistischen deutschen Tätern sehen a la die Nazis sind die anderen, hab ich nix zu tun mit!
- und dann haben wir noch die "Deutschen" mit Migrationshintergrund, die vielleicht noch Emphatie mit den NS-opfern haben, aber auch die Verantwortungsübernahme für den Mist ablehnen.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Ich glaube so erschreckend ist das gar nicht, sondern eher vorraussehbar.
Das zentrale Unterrichtsziel ( ich versuche das mal auf Schule zu beziehen) ist nicht , dass man den Schüler ein hinreichendes Fundament an Kenntnissen beibringt, sondern das Wissen um die besondere Verantwortung, die in diesem Fall die eigene Geschichte betrifft. Und das funktioniert nicht, weil:
- Jugendliche/Schüler der dritten und vierten Generation nach dem Krieg ein eher distanziertes Verhältnis zu der Zeit des Nationalsozialismus haben, also kein Dazugehörigkeitsgefühl
-Lehrer setzen sich mit dem selbstgesteckten Lernziel unter Druck, die Schüler zu einer emotionalen und moralischen Ablehnung gegenüber der nationalsozialistischen Politik bewegen zu wollen und das wiederrum führt zur Ablehung, weil die Schüler schon die moralische Bewertung der Lehrer fühlen.
- dann werden immer wieder die selben Filme gezeigt, die selben Orte besucht (wirkt auf Schüler eher enttäuschend, weil sie dort das sichtbar Unmenschliche des NS-Systems erwartet hatten) und die selben Zeitzeugen (mittlerweile gibts kaum noch welche) eingeladen ( Erfahrungserlebnisse sind oft viel zu eng oder zu alltäglich oder zu allgemein, so dass sich ebenfalls die erwartete Betroffenheit nicht einstellt) und alles drei wird überfrachtet...
- und wenn mans als Lehrer dann doch packt, die Jugendlichen zu Mitgefühl mit den NS-Opfern zu bringen, oder sogar zu Identifikationen, dann gelingt das andere Lernziel nicht: Schüler können sich dann nicht mehr in Kontinuität mit den nationalsozialistischen deutschen Tätern sehen a la die Nazis sind die anderen, hab ich nix zu tun mit!
- und dann haben wir noch die "Deutschen" mit Migrationshintergrund, die vielleicht noch Emphatie mit den NS-opfern haben, aber auch die Verantwortungsübernahme für den Mist ablehnen.

Genau darin sehe ich einen der grössten Fehler: Jüdisches Leben in Deutschland auf die NS Zeit zu reduzieren. Das schafft keinen Zugang.
 

Synapse

Active Member
21 Oktober 2011
2.078
4
38
AW: Antisemitismus in Deutschland fest verankert

Das erschreckende an der Studie -an der 2 Jahre gearbeitet wurde- ist ja gerade die breite Verwurzelung des Antisemitismus in der BRD. Alle Aufklärungsarbeit und geschichtliche Aufarbeitung scheinen bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung keine Wirkung zu hinterlassen. Vorurteile, Stereotypen und schlichtes Unwissen bestimmen das Urteil von fast 20% der Bevölkerung bezüglich der jüdischen Kultur.

Es gab in Deutschland noch gar keine richtige Aufarbeitung der historischen Ereignisse der "Nazi-Zeit"!?
Ich hoffe, dass du nicht den Geschichtsunterricht meint mit "Aufklärungsarbeit und Aufarbeitung"!