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Mein_Ingomann
Guest
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?!
Die Finanzierung des BGE bedeutet nicht die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft, sondern ist m.E. eine Fortentwicklung derselben.
Nicht Arbeit und Lohn werden besteuert, sondern der Verbrauch. Die Umsatzsteuer wird auch auf alle Finanz-"produkte" ausgeweitet und jeder Umsatz wird besteuert. Jeder Verbraucher zahlt diese Steuer, egal ob arm oder reich.
Ein riesiger Verwaltungswasserkopf und etliche Steuergesetze werden überflüssig.
Jede Arbeit, die geleistet wird, wird angemessen bezahlt, weil die Bezahlung immer über dem BGE liegen muss. Kann eine Arbeit nicht automatisert werden, muss sie besser bezahlt werden als automatisierte Arbeit.
Man sollte den praktischen Unterschied zwischen notwendigen, existenzsichernden Arbeiten und selbstverwirklichendem Tun beachten.
Die Arbeit, die erforderlich ist, um eine Volkswirtschaft aufrechtzuerhalten, die den Lebensbedarf von Millionen Menschen deckt, ist idR die "undankbarste"- Stichwort: Rationalisierung, Massenproduktion, automatisierte Arbeitsprozesse, monotone Akkordarbeit und Schichtdienst in Fabriken usw.
Jeder soll ausreichend Tauschwert (Geld) erhalten, um die lebensnotwendigen Realleistungen auf dem Markt einzutauschen- aber wer erbringt die benötigten Realleistungen?
Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen würde gemäss Angebot und Nachfrage heute schlecht bezahlte Massenarbeit sehr, sehr teuer.
Folglich würde der finanzielle Lebensgrundbedarf steigen. Dementsprechend müsste das Grundeinkommen angehoben werden usw.
Eine Marktwirtschaft wird mE nach unter der Voraussetzung eines bedingungslosen Grundeinkommens nicht funktionieren. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Marktwirtschaft und bedingsloses Grundeinkommen sind ein Widerspruch.
Eine soziale nachhaltige Marktwirtschaft ist aber tatsächlich möglich, nämlich dann, wenn das Geld auf seinen funktionalen Tauschwert beschränkt wird und seiner verhängnisvollen Mehrwertfunktion beraubt wird- die ja die Grundlage des Kapitalismus ist und den Grossteil der Gesellschaft seiner Logik folgend immer wieder systematisch und unausweichlich in Armut und Elend stürzt.
Solange das zinsbasierte Geldmengenwachstum von einem gleichgrossen realen Wirtschaftswachstum begleitet wird, fällt das nur nicht auf. Auf der einen Seite wachsen dann Guthaben, auf der anderen Seite die Schulden. Aber wenn die Schulden zu gross werden, kippt das System und zwar unaufhaltsam. Anders ausgedrückt, die Marktteilnehmer müssen immer grössere Teile ihrer Realleistung abgeben, um Geldforderungen zu begleichen, die ihrerseits nach dem Prinzip Kapitalrendite ohne echte Gegenleistung erworben wurden.
Die Finanzierung des BGE bedeutet nicht die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft, sondern ist m.E. eine Fortentwicklung derselben.
Nicht Arbeit und Lohn werden besteuert, sondern der Verbrauch. Die Umsatzsteuer wird auch auf alle Finanz-"produkte" ausgeweitet und jeder Umsatz wird besteuert. Jeder Verbraucher zahlt diese Steuer, egal ob arm oder reich.
Ein riesiger Verwaltungswasserkopf und etliche Steuergesetze werden überflüssig.
Jede Arbeit, die geleistet wird, wird angemessen bezahlt, weil die Bezahlung immer über dem BGE liegen muss. Kann eine Arbeit nicht automatisert werden, muss sie besser bezahlt werden als automatisierte Arbeit.