Bedingungsloses Grundeinkommen?!

War sogar im Mainstream:

http://www.welt.de/vermischtes/article818850/Hartz-IV-Empfaenger-stirbt-an-Unterernaehrung.html

Klar muss man sich auch bei einer Depression helfen lassen... dennoch ein Skandal, der System hat.

Der Artikel liest sich irgendwie ganz anders als deine Darstellung von wegen man würde in Deutschland Hartz4-Empfänger verhungern lassen.
Das Amt ist dem doch sogar noch mit den Anträgen, also quasi mit dem Geld hinterhergelaufen.
Wenn in dem Fall die Briefe von der ARGE, wie hundertausende andere täglich, im Papierkorb landen ist nicht das Jobcenter schuld.

Unser Sozialsystem ist gut, es ist sowas von gut das diverse ausländische Politiker sich schon beklagen das ihnen das Volk wegläuft weil es hier bei uns so schön ist.
Wem unser Sozialsystem nicht gefällt, der darf gerne auswandern, am besten nach Bulgarien, sich dort in einem Romagetto niederlassen und sich vom bulgarischen Sozialsystem verwöhnen lassen.


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Der Artikel liest sich irgendwie ganz anders als deine Darstellung von wegen man würde in Deutschland Hartz4-Empfänger verhungern lassen.
Das Amt ist dem doch sogar noch mit den Anträgen, also quasi mit dem Geld hinterhergelaufen.
Wenn in dem Fall die Briefe von der ARGE, wie hundertausende andere täglich, im Papierkorb landen ist nicht das Jobcenter schuld.

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Mit dem Geld hinterhergelaufen? Ich lese da was anderes:

Der Betroffene habe alle Arbeitsangebote abgelehnt, auf mehrere Anschreiben sowie auf Leistungskürzungen nicht reagiert, erklärte die Stadt Speyer. Daher seien alle Zahlungen an den Sohn Ende 2006 eingestellt worden.


Demgegenüber kann eine Depression folgenden Verlauf nehmen:

[...]Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten kann.[...]
(Wikipedia)


Ich würde den Vorfall von daher eher als systembedingte Euthanasie bezeichnen.
 
Noch so ein schönes Beispiel:

http://www.shortnews.de/id/1026925/...leidet-durch-arbeitszwang-dritten-herzinfarkt

Einen 48-jährigen Hartz-IV-Empfänger aus Essen hätte die Angst vor Sanktionen fast das Leben gekostet. Trotz 100 Prozent Schwerbehinderung, zwei erlittenen Herzinfarkten und einem Arbeitsverbot des Hausarztes, beugte sich Paul M. den drohenden Worten, mit Verweis auf Sanktionen, der Sachbearbeiterin.
Die Sachbearbeiterin berief sich auf die Ergebnisse einer Untersuchung des Ärztlichen Dienstes, der M. leichte Tätigkeiten attestierte. Vier Stunden täglich seien zumutbar. Kurz nach Tätigkeitsaufnahme als Hausmeister-Helfer erlitt der Essener einen Herzinfarkt, seinen dritten.
Das Jobcenter bedauert den Fall und rechtfertigt sich mit dem Attest der Amtsärzte. Paul M. gibt sich damit nicht zufrieden und will nun wegen Körperverletzung im Amt gegen seine Fallmanagerin vorgehen.


 
Dir ist aber schon klar das du damit unserem Sozialsystem die systematische Ermordung Bedürftiger vorwirfst?

edit:
muss arbeiten bis später -.-

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Systembedingt, nicht systematisch. Ich sehe darin einen Unterschied. In den Jobcentern herrscht überwiegend Willkür und Chaos. Und ein enormer Druck von oben auf die Sachbearbeiter, die mangels Alternative oft nur die Seiten gewechselt haben und vorher selbst Arbeitslosengeldempfänger waren. Das Radfahrer-Syndrom: Nach oben Buckeln und nach unten treten.
 
Mit dem Grundeinkommen von 800 Euro, das würde ich begrüßen. Zusätzliches Geld dürfte es nicht geben. Das reicht aber nicht aus, um die monatlichen Ausgaben zu bestreiten und jeder wäre gezwungen eine Beschäftigung zu haben. Das könnten 4 Stunden (oder länger sein). Das Gesamteinkommen würde versteuert. Jeder hätte sein Einkommen. Niemand kann mehr zum Amt gehen, um sie Unterstützung zu holen.
 
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