Behinderte Kinder an Regelschulen - Ja oder Nein?

Lilomartha

Well-Known Member
Wieso gespart ? Der Aufwand Regelschulen behindertengerecht zu machen ist bestimmt nicht billig. Die Sonderpädagogen werden dann ja auch weiterhin beschäftigt nur eben an Regelschulen...

Ich finde das gut. Wenn die Kinder schon früh damit aufwachsen behinderte in ihrem Umfeld zu haben, dann wird es für die vielleicht irgendwann, wenn dann erfolgreich inklusiert wurde, ganz normal.

Ich könnte kotzen, wenn ich Menschen sehe, die auf der Straße den Beinträchtigten hinterherstarren. Als wären diese Menschen wie Unfälle: Man will nicht hinschauen, muss aber. Auch wenn die Starrer es vielleicht nicht böse meinen in diesem Moment aber für den im Rollstuhl oder den mit nur einem Arm oder dem, der eine Zwangsstörung hat, ist das bestimmt nicht schön. Und wenn die Menschen schon in Schulen von Kind an mit "solchen" Menschen aufwachsen, sie kennenlernen und respektieren aber auch lernen wie man mit sowas umgehen muss, dann kann ich mir gut vorstellen, dass dies wunderbar werden kann!
Ich finde Inklusion von der Idee her wirklich toll und würde mich freuen, wenn man es dann schafft es gut in die Tat umzusetzen, was dann ja auch wieder ein ganz anderer Punkt wäre...
 

Gizelle

Well-Known Member
..wieder gelöscht weil beleidigend...

Da könnt ich mich echt drüber aufregen, warum sollen denn bitte Deiner Meinung nach rein körperlich beeinträchtigte Schüler keine Regelschule besuchen dürfen? Und wem soll das schaden und vor allem wie?
Mein Sohn war in einem Integrativkindergarten mit Gehörlosen und es hat ihm null geschadet, ganz im Gegenteil!
 
N

nordish

Guest
..wieder gelöscht weil beleidigend...

Da könnt ich mich echt drüber aufregen, warum sollen denn bitte Deiner Meinung nach rein körperlich beeinträchtigte Schüler keine Regelschule besuchen dürfen? Und wem soll das schaden und vor allem wie?
Mein Sohn war in einem Integrativkindergarten mit Gehörlosen und es hat ihm null geschadet, ganz im Gegenteil!
Meine Tochter hatte ei nen spastisch behinderten Jungen in der Klasse und einen Sportlehrer (!), der an MS litt. Das hat auch ihr ganz und gar nicht geschadet.
Aber behinderte Kinder schliesst auch geistig behinderte Kinder mit ein.
Vielelciht denkst du darüber nach, wen du von deinem Berg des Zorns runter bist.
 

ege35

Well-Known Member
..wieder gelöscht weil beleidigend...

Da könnt ich mich echt drüber aufregen, warum sollen denn bitte Deiner Meinung nach rein körperlich beeinträchtigte Schüler keine Regelschule besuchen dürfen? Und wem soll das schaden und vor allem wie?
Mein Sohn war in einem Integrativkindergarten mit Gehörlosen und es hat ihm null geschadet, ganz im Gegenteil!

Ich finde auch, dass es ein Unterschied ist, ob das Kind eine körperliche oder geistige Behinderung hat! Letztere würden eventuell den Unterricht stark abbremsen, während ich bei einer körperlichen Behinderung (wozu ich auch Spastik zähle) kein Problem sehe.
 

Lilomartha

Well-Known Member
War das nicht so geplant, dass die Sonderpädagogen die dann an den Regelschulen eingesetzt werden, gerade die geistig behinderten Kinder zusätzlich unterstützen?
Zudem finde ich unser Schulsystem sowieso nicht gerade gut. Sie hätten beispielsweise die 13Jahre für das Abi lassen können... Es ist nur noch pures Auswendiglernen auf Drill, bei Fragen solle man sich doch bitte einen Nachhilfelehrer suchen, dafür sei im Unterricht keine Zeit mehr. Ich gebe seit 3Jahren Nachhilfe in Klassen 3-6 und bekomme schon bei den kleinen Kindern immer wieder zu hören, dass die Lehrer nichts mehrmals erklären können, da die Klasse sonst nicht den vorgesehenen Stoff für das Jahr schaffen würde. Aber wenn nicht im Unterricht fragen, wo dann?
Demnach muss das System grundlegend überarbeitet werden und ich denke nicht, dass geistig behinderte den Unterricht aufhalten würden, da viele nicht behinderte Kinder eigentlich auch viel mehr Zeit zum verstehen bräuchten, als sie momentan bekommen...
 
N

nordish

Guest
In Italien werden 99% der behinderten Schüler, die zur Schule gehen, gemeinsam mit den nichtbehinderten Kindern unterrichtet.
Der Knackpunkt ist der gefettete Teil des Satzes, denn im Gegensatz zu Deutschland gilt in Italien keine Schulpflicht für behinderte Kinder, und diese werden oft gar icht zur Schule geschickt, sondern bleiben zu Hause oder sind in Heimen.
Ich hab das heute irgendwo gelesen. Wenn ich es wiederfinde, stelle cih auch die Quelle ein.
 

alterali

Well-Known Member
In Italien werden 99% der behinderten Schüler, die zur Schule gehen, gemeinsam mit den nichtbehinderten Kindern unterrichtet.
Der Knackpunkt ist der gefettete Teil des Satzes, denn im Gegensatz zu Deutschland gilt in Italien keine Schulpflicht für behinderte Kinder, und diese werden oft gar icht zur Schule geschickt, sondern bleiben zu Hause oder sind in Heimen.
Ich hab das heute irgendwo gelesen. Wenn ich es wiederfinde, stelle cih auch die Quelle ein.

Und in den anderen 27 Staaten, die Deutschland voraus sind?




http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_in_Italien
"Integration behinderter Kinder[Bearbeiten]
Im Jahr 1977 wurde in Italien mit dem Gesetz 517 eine Grundlage geschaffen, die behinderte Kinder verpflichtend in die Regelschule einschult. Damit wurden die ab 1923 gegründeten Sonderschulen und auch die seit 1908 an Regelschulen bestehenden Sonderklassen abgeschafft. Es bleibt den Schulen jedoch vorbehalten, mehrfach schwerbehinderte Kinder vom Unterricht auszuschließen. In der Grund- und Mittelschule erhalten diese sowie besonders schwache Schüler mit Lernstörungen eine besondere Lehrkraft, sogenannte „Integrationslehrer“, die während des Unterrichtes ausschließlich dem behinderten Schüler zur Seite steht.[4]
Besonderheiten hier sind:
  • Maximal vier behinderte oder lerngestörte Kinder pro Klasse (in der Regel nicht mehr als ein oder zwei)
  • Maximal 20 Kinder pro Klasse (ab 21 Schülern wird die Klasse geteilt)
  • Ein Stützlehrer (insegnante di sostegno) für ein bis vier behinderte Kinder (Ursprünglich war dieser 24 Stunden die Woche anwesend, dies wurde jedoch auf 12 Stunden die Woche gekürzt)."
Dann noch dies:
http://www.santegidio.org/de/solidarieta/disabili/poveri.htm
In Deutschand: 5,9 %
Italien 2,3 %

Keine Ahnung ob das stimmt.
Aber auch ein Kind, dass in einem Heim wohnt, geht (oder wird gefahren) meist zur Schule, zumindest weiß ich das im Einzelfall von Deutschland, genauer Berlin.
 
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