C
CrazyWoman
Guest
AW: Bin ich Beziehungsgestört oder was ist mit mir los?
Hallo Mausi,
bin gerade zu faul, hier die passenden Stellen zu zitieren.
Kann Dich sehr gut verstehen. Ich selbst war in einer Beziehung (kein Türke!), die super lief und dann hat ein großes Horror-Ereignis (mit "ihm") mein Leben verändert. Ich hab alle Männer nur noch auf Abstand gehalten. Geflirtet erst nach längerer Zeit wieder, aber emotional an mich heran gelassen nicht. Ich hab mich nach einer Zeit wieder stärker und unabhängig gefühlt, aber nicht "beziehungsfähig".
Auch ich war in Behandlung, hab es aber bis heute nicht 100%ig geschafft, über dieses schreckliche Ereignis hinwegzukommen.
Dann hab ich ihn kennen gelernt, meinen jetzigen Freund (Türke). Er hat monatelang durchgehalten, ohne zu wissen, was mit mir los ist. Irgendwann hab ich es ihm gesagt, weil mir die Ausreden ausgegangen sind und weil ich an einem Punkt war wo ich dachte: "Wenn er das jetzt nicht schluckt und sich abwendet, bleib ich eben den Rest meines Lebens Single und scheiß auf die Aufarbeitung von meinem Horror." Er war geschockt, man muss es so sagen, er hat bei dem Gespräch eine Zigarette nach der anderen geraucht, sogar zwischendurch ne Pause gemacht, weil er Angst davor hatte, wie meine Geschichte weitergeht.... Im Endeffekt ist es so, dass er mir viele Fragen gestellt hat, weil er wissen wollte, in welchen Situationen ich Angst oder Bedenken habe, "es" könnte mir mit ihm genauso passieren. Es waren harte Brocken für ihn, kein normaler Mann hört gerne, welche Dinge sie ihm zutraut - und wir haben es Stück für Stück aufgearbeitet.
Er hat alles richtig gemacht und ich es ihm nicht leicht - aber er ist dabei geblieben und ich weiß heute, ich kann ihm alles sagen. Aufgrund dessen, dass er Türke ist, hat er eine ganz andere Denkweise was diese Themen betrifft. Und ich schätze das an ihm. Es hört sich komisch an, aber es ist auch irgendwie für mich wichtig, bei ihm zu bleiben, weil er eben so viel über mich weiß. Einen Mensch, dem man immer "etwas vormacht", verlässt man leichter. Das scheint dir gerade etwas Sicherheit zu geben - aber im Endeffekt macht dich deine Mauer nicht unverletzbar, sondern nur einsam.
Wenn Du willst auch gerne PN.
LG
Hallo Mausi,
bin gerade zu faul, hier die passenden Stellen zu zitieren.
Kann Dich sehr gut verstehen. Ich selbst war in einer Beziehung (kein Türke!), die super lief und dann hat ein großes Horror-Ereignis (mit "ihm") mein Leben verändert. Ich hab alle Männer nur noch auf Abstand gehalten. Geflirtet erst nach längerer Zeit wieder, aber emotional an mich heran gelassen nicht. Ich hab mich nach einer Zeit wieder stärker und unabhängig gefühlt, aber nicht "beziehungsfähig".
Auch ich war in Behandlung, hab es aber bis heute nicht 100%ig geschafft, über dieses schreckliche Ereignis hinwegzukommen.
Dann hab ich ihn kennen gelernt, meinen jetzigen Freund (Türke). Er hat monatelang durchgehalten, ohne zu wissen, was mit mir los ist. Irgendwann hab ich es ihm gesagt, weil mir die Ausreden ausgegangen sind und weil ich an einem Punkt war wo ich dachte: "Wenn er das jetzt nicht schluckt und sich abwendet, bleib ich eben den Rest meines Lebens Single und scheiß auf die Aufarbeitung von meinem Horror." Er war geschockt, man muss es so sagen, er hat bei dem Gespräch eine Zigarette nach der anderen geraucht, sogar zwischendurch ne Pause gemacht, weil er Angst davor hatte, wie meine Geschichte weitergeht.... Im Endeffekt ist es so, dass er mir viele Fragen gestellt hat, weil er wissen wollte, in welchen Situationen ich Angst oder Bedenken habe, "es" könnte mir mit ihm genauso passieren. Es waren harte Brocken für ihn, kein normaler Mann hört gerne, welche Dinge sie ihm zutraut - und wir haben es Stück für Stück aufgearbeitet.
Er hat alles richtig gemacht und ich es ihm nicht leicht - aber er ist dabei geblieben und ich weiß heute, ich kann ihm alles sagen. Aufgrund dessen, dass er Türke ist, hat er eine ganz andere Denkweise was diese Themen betrifft. Und ich schätze das an ihm. Es hört sich komisch an, aber es ist auch irgendwie für mich wichtig, bei ihm zu bleiben, weil er eben so viel über mich weiß. Einen Mensch, dem man immer "etwas vormacht", verlässt man leichter. Das scheint dir gerade etwas Sicherheit zu geben - aber im Endeffekt macht dich deine Mauer nicht unverletzbar, sondern nur einsam.
Wenn Du willst auch gerne PN.
LG