Clinton die Gute, Trump der Böse.

alterali

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Putin zum amerikanischen Wahlkampf (in meinen Worten): wir mischen uns nicht ein, aber Vorbilder sind das nicht! :)
 

HeyÖzgürlük

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Wen würdet ihr euch denn in Deutschland als Kanzler/in wünschen. Egal welcher Politiker - oder sogar Promi A-Z :D

Das würd mich ja mal interessieren
(wohnhaft in Deutschland)
 

ege35

Well-Known Member
Ich würde mich selbst als Kanzler wünschen :)



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Jessas - Gott bewahr uns
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Mendelssohn

Well-Known Member
Putin zum amerikanischen Wahlkampf (in meinen Worten): wir mischen uns nicht ein, aber Vorbilder sind das nicht! :)
Ist ja nett, daß Putin nur indirekt den Rußland-Amerikanern eine Wahlempfehlung für Trump gibt.
Den russischen Wahlkampf halte ich allerdings auch nicht für vorbildhaft. Da werden Gegenpositionen auch schon mal gern abgeknallt oder nach Sibirien verschickt. Plus Enteignung.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Nur so am Rande: hier geht es um die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten und nicht um die Bundestagswahl im nächsten Jahr.
Aber jetzt wird gewiß wieder so ein Schlaumeier kommen, der uns erklärt, inwiefern die Kanzlerfrage das Zentrum der amerikanischen Präsidentschaftswahl in vier Wochen ist.
Trump's fall, also der Fall des Populismus in den USA, muß wohl erst mal verdaut werden.

Und auf der anderen Seite arbeitet die "Lügenpresse": Putin bombt in Syrien, wie es ihm gefällt.
Und dieses Regime erdreistet sich, den amerikanischen Wahlkampf als Pussi-Wahlkampf zu schmähen (seine eigenen Pussi Riots, junge Frauen und Mütter, Musikerinnen) wurden ja nach Sibirien verschickt.

Der Populismus hat im demokratischen Westen seinen Zenit überschritten. Obama hat dafür den Grund gelegt. Der change ist endlich da.
Nicht mal der Brexit ist noch sicher, genauso wenig wie der nationalistische Kurs in Osteuropa. Putin wird kochen. :)

Michelle Obama about Trump two weeks ago:
 

Zerd

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Ich lebe schon seit fünfzig Jahren in diesem Land und habe schon mindestens fünf populistische Wellen erlebt. Und es waren im Großen und Ganzen durchgehend wirtschaftlich recht stabile Zeit, in denen sich alle paar Jahre 10-20% der Bevölkerung aus teilweise geringsten Anlässen einigen Rattenfänger hinterherlief und Unerhörtes von sich gab.

An die erstarkte NPD Ende der Sechziger erinnere ich mich persönlich nicht, war damals noch zu klein. Umso besser ist mir in Erinnerung geblieben, wie ich Ende der Siebziger auf dem Gymnasium(!) von Schulkameraden, mit denen ich teilweise schon seit dem Kindergarten zusammen war und bis dahin nie größere Probleme hatte, morgens in der Schule plötzlich mit Parolen wie Scheiß-Türke oder Ausländer Raus begrüßt wurde. Aus dieser Welle gingen später die Republikaner hervor, die Anfang der Achtziger ein paar Jahre für Furore sorgten.

Sehr gut erinnern kann ich mich auch noch an die Zeit nach der Wende, als in Hoyerswerda, Mölln und Solingen die Häuser brannten und täglich in Hunderten türkischen Geschäften die Schein eingeschlagen wurden. Zuletzt wurde darüber im öffentlichen Fernsehen nicht einmal mehr berichtet, weil man die Erfahrung gemacht, dass die Ereignisse eher zunahmen, je mehr man sich im Fernsehen darüber empörte.

Islamophobie kam schon Ende der Neunziger in dieser Gesellschaft auf, aufgrund der bombardierten amerikanischen Botschaften, der Hamas und den Taliban. Nach 9/11 brachen dann alle Dämme, sodass man seitdem mit der Lupe nach Journalisten und Politikern suchen muss, die tatsächlich noch zwischen sachlicher Kritik und Diskriminierung unterscheiden können. Und nun dazu auch noch die Flüchtlingsgeschichte...

Ich denke, der Populismus ist in einer Gesellschaft, in der Leistungs- und Konsumdenken sowie elitäres Bewusstsein permanent propagiert und priorisiert werden, inhärent. Und er wird erst dann richtig ausbrechen, wenn es tatsächlich mal mit der Wirtschaft über eine längere Zeit hinweg bergab gehen sollte, was früher oder später unausweichlich kommen muss. Vor diesem Hintergrund davon zu sprechen, dass der Populismus im demokratischen Westen seinen Zenit überschritten hätte, halte ich für sehr unangebracht und fahrlässig.
 
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