Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Selbst schuld. Der Senat hat es verkackt. Mit der Argumentation der öffentlichen Gesundheit hätte man die Demo auf dem Tempelhofer Feld genehmigen, wo Platz ohne Ende ist. 1,50 Abstand verlangen und bei Zuwiderhandlungen die Veranstaltung auflösen können.

Das gehört teilweise zu den Auflagen. Eine Maskenpflicht allerdings nicht.

"Den Veranstaltern wurde demnach die Auflage erteilt, den Standort der Hauptbühne etwas zu verschieben, damit genügend Platz ist. Zwischen Videowänden muss ein Mindestabstand von 300 Metern bestehen. Zudem müsse der Veranstalter durch regelmäßige Lautsprecherdurchsagen und Ordner sicherstellen, dass Teilnehmer der Kundgebung Mindestabstand einhalten. Eine Maskenpflicht gehört demnach nicht zu den Auflagen."

https://www.tagesschau.de/inland/corona-demo-berlin-121.html

Was mich zu einer anderen Sache bringt:

Bildschirmfoto 2020-08-28 um 15.25.54.png

Quelle
 
Da Medien und Politik in der Vergangenheit politisch korrekt, es mit der Ehrlichkeit aber nicht so genau nahmen, glaubt man denen halt nicht mehr und das bringt Verschwörungstheoretiker auf den Plan.
So ist die Situation von Politik und Medien selbst verschuldet.


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Da Medien und Politik in der Vergangenheit politisch korrekt, es mit der Ehrlichkeit aber nicht so genau nahmen, glaubt man denen halt nicht mehr und das bringt Verschwörungstheoretiker auf den Plan.
So ist die Situation von Politik und Medien selbst verschuldet.


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Weit gefehlt. Demokratieverdrossenheit und die Verachtung von Eliten oder vermeintlichen Eliten währen schon sehr viel länger als Corona: ein populistische Programm, das seit Jahrzehnten, Jahrhunderten an- und abschwillt und immer neu abgespult wird, sobald es um Macht geht und deren Verteilung. Um ökonomische Ängste, Globalisierungsängste, die Furcht vorm eigenen Bedeutungsverlust.

Nicht nur in Deutschland, nicht erst seit gestern. Plötzlich ist "der Studierte" das Feindbild (auch wenn er kellnert oder Taxi fährt), Wissenschaftler, Politiker, Journalisten, Moslems, Juden, Migranten, Linke, Halblinke und Mittige, die mit Extremen nichts anfangen können.
Es geht nicht um Vernunft, Ehrlichkeit und Gefühle, die als Gefühle zu bezeichnen voraussetzt, dass man sie benennen kann. Es geht m.E. um Emotionen, ganz rohe, ungefilterte Emotionen:
Einmal laut sein, einmal wahrgenommen werden!
Und das passt tückischerweise nahtlos zum längst konzipierten Kampf um die Köpfe, Parlamente, die Straßen: Strategien der Rechten, die weitaus länger existieren als der Kulturk(r)ampf, dem wir uns jetzt gegenübersehen. Da satteln sie auf. Rechtsextreme sind Meister darin, sich Unzufriedenheiten anzueignen, sie gezielt zu schüren.

Die Umdeutung von Begriffen gehört unbedingt dazu. Die Schuldverschiebung auch, denn seit jeher ist es praktisch, entlastend, Sündenböcke für den eigenen Frust vorzuhalten. Und auch das Erobern und Behaupten öffentlicher Räume: schon das erscheint Naivlingen und Vulgärliberalen als Ausweis demokratischer Gesinnung, ganz gleich, wie sie wirklich sei.

Wer demonstriert, hat automatisch Recht: ist es nicht so? Haben wir das nicht gelernt zu respektieren? Erst recht, wenn’s gemeinsam gegen "die da oben“ geht, "die Eliten“ und der angeblich höhere Zweck, die leere Behauptung eines Klassenkampfs, den Vorgang an sich adeln soll: - ein uralter Topos, so alt, dass man ob seiner beständigen Wiederholung verzweifeln könnte, wüsste man nicht, dass der Furor der Restauration sich schon immer an Erneuerern austobte, der tatsächlichen oder vermeintlichen Avantgarde.

Und öfters an Einwanderern.

Oder Obdachlosen.

Oder braven Kommunalpolitikern wie Lübcke, der nichts weiter tat, als einer Pöbelei sein Wort entgegenzusetzen.
 
Na ja da gibt es nur den einen REWE und das Hausverbot wurde wohl lebenslänglich ausgesprochen. Bei uns sind zur Zeit ziemlich viele Kontrollen im ÖPNV und die können sich auch nicht alle im Klo verstecken wie der Brandner von der AfD :D Hab jetzt mal wegen der Leugner aus Darmstadt nachgefragt, es gab so um die 250 Anzeigen.
In NRW gab es vor ein paar Tagen eine breit angelegte Kontrolle mit ca. 2000 Anzeigen á 150 Euro wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht = 300 000 Euro am Tag 1. :)
Nochmal zurück zu meinem Familienvater an der Supermarktkasse mit Kinnschutz. Warum trug er sie überhaupt am Kinn, wenn er doch ganz dagegen ist? Ganz klar, weil er vorher - der Supermarkt ist in einer shopping mall - an der tätowierten Security vorbei muss. Mit denen will er sich nicht anlegen. Wohl aber mit der Kassiererin unter Stress. Also auch an diesem Punkt billiger Chauvinismus aka Frauenfeindlichkeit. Seine Frau und seine Kinder werden es zu Hause nicht so leicht haben. Das sind dann immer die wahren Wahrheiten hinter der Maskenverweigerung. Oder ein unbezahlter Oldtimer-Suv, an dem Merkel schuld ist.
 
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