Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Erste Triage in der Schweiz:

Sanchez ist der stellvertretende Leiter der Abteilung für Intensivmedizin des Spitals Wallis und hat vor wenigen Stunden erstmals in seiner Arztkarriere einem Patienten ein Bett auf der Intensivstation verweigern müssen, weil er keinen Platz mehr hatte: Ein über 80-jähriger Mann wurde mit schwersten Covid-Symptomen mit der Ambulanz eingeliefert. «Normalerweise hätten wir diese Person aufgenommen, damit sie mindestens eine minimale Überlebenschance hat», sagt er. «In der aktuellen Situation aber halte ich die letzten Betten lieber für Fälle frei, wo mehr Hoffnung besteht.»

Dabei gäbe es eigentlich Raum für vier zusätzliche Intensivbetten, Sanchez zeigt auf das leer geräumte Dialyse-Zimmer. Doch er kann diese Betten nicht in Betrieb nehmen, weil ihm das Personal fehlt. Ein Covid-Patient muss rund um die Uhr überwacht werden, die Betreuung ist zwei- bis dreimal aufwendiger als bei einem durchschnittlichen Intensivpatienten: Es braucht Pflegende und Ärzte zur Überwachung der Vitalfunktionen, es braucht Apotheker, welche die Medikamente bestellen.


Es braucht Physiotherapeuten, die den Patienten beim Husten und Spucken helfen. Und allein um eine verkabelte Person in Vollnarkose zu drehen, sind fünf Personen vonnöten. Die Physiotherapeuten arbeiten zwar neu zwölf statt achteinhalb Stunden, auch die Pflege macht Überzeit, und die Ärzte zählen ihre Arbeitsstunden sowieso nicht. Doch im Gegensatz zur ersten Welle sind nun viel mehr Spitalmitarbeitende krank oder in Quarantäne. Das erschwert die Lage zusätzlich.


Westfernsehen ​
 
Wer infiziert ist, kann andere anstecken und gehört in Quarantäne. Das gilt zumindest nach meinen Maßstäben natürlich auch für Pflegepersonal, zumal die Leute in sensiblen Bereichen zugange sind (Kliniken, Altenheime).
Den Fall, den ich gelesen habe, da arbeiten infizierte Pfleger nur auf Infiziertenstationen. Auf Quarantänestationen. Da können die keinen mehr infizieren. Die sind schon alle selber infiziert. Und solange die Pfleger nur infiziert, ansonsten aber symptomfrei = gesund sind, warum nicht?
 
Den Fall, den ich gelesen habe, da arbeiten infizierte Pfleger nur auf Infiziertenstationen. Auf Quarantänestationen. Da können die keinen mehr infizieren. (...)

Wie Du schon schreibst: sie arbeiten dort. Da ich nirgendwo etwas von Internierung las (.. das fehlte noch):
wie kommen sie zur Arbeit?, wie kaufen sie zum Beispiel Lebensmittel ein oder kümmern sich um andere notwendige Dinge? Nicht jeder hat gute Netzwerke wie Familie, Nachbarn, Freunde und/oder Bekannte, die alles stellvertretend erledigen. Sorry, @Alubehütet , ich wundere mich gerade. Legte man Deine Maßstäbe zugrunde, bräuchte kein positiv Getesteter mehr in Quarantäne zu gehen.
Warum denn? Sie haben ja nix und sind nach Deiner Meinung gesund.
Wir haben ja nur eine Pandemie, die es abzubremsen gilt.
Und ob Infizierte symptomfrei bleiben, steht ohnehin noch auf einem anderen Blatt.
 
Auf der Arbeit jedenfalls sind sie in Quarantäne. Sie arbeiten auf einer Quarantänestation. Finde ich sinnvoller, als wenn da Nichtinfizierte arbeiten. Wie sie zu Lebensmitteln kommen, das Problem stellt sich auch, wenn sie zuhause bleiben. Bleibt das Problem, wie sie zur Arbeit kommen. ÖPNV wäre offensichtlich nicht schlau.
 
Auf der Arbeit jedenfalls sind sie in Quarantäne. Sie arbeiten auf einer Quarantänestation. Finde ich sinnvoller, als wenn da Nichtinfizierte arbeiten.
Ich weiß nicht ... Das ist so, als ob man Geld dadurch spart, dass man Gefangene durch Gefangene bewachen lässt. Auch weiß ich nicht, ob eine Verdichtung der Viren dem Wohlbefinden der intensiv betreuten Erkrankten und der -bisher- "symptomfreien" Erkrankten führt. Wie tief das Virus dringen kann, hängt, soweit ich weiß, auch von der Masse ab. Je mehr von den Viechern rumsausen, um so eher findet eins den Weg ins Tiefe. Mit deiner Strategie kommst du noch nicht mal im protestantischen Liberalismus durch. Auf die intensiv am Leben Gehaltenen kann der Markt womöglich verzichten, aber nicht auf das knappe Pflegepersonal.
 
Diese Maßnahme wurde aus der Not heraus geboren, die Intensivpatienten wären unversorgt wenn das Personal zuhause bleiben würde.
Hut ab vor den Menschen, die sich in dieser Situation an ihrem Arbeitsplatz im Krankenhaus einfinden.


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Auf der Arbeit jedenfalls sind sie in Quarantäne. Sie arbeiten auf einer Quarantänestation. Finde ich sinnvoller, als wenn da Nichtinfizierte arbeiten. Wie sie zu Lebensmitteln kommen, das Problem stellt sich auch, wenn sie zuhause bleiben. Bleibt das Problem, wie sie zur Arbeit kommen. ÖPNV wäre offensichtlich nicht schlau.
Ich gebe dir jetzt mal ein Beispiel oder zwei?

Pflegeuntergrenzen.....in Tagdienst betreut ein Pflegkraft 2,5 Patienten in der Nachtschicht 3,5 Patienten, die 0,5 fällt ab 1.1. weg, dann 2 und 3 Patienten. Den können aber manche Kliniken jetzt schon nicht gewährleisten.

Dann habe ich eine Frage, wie sieht die Zusammenarbeit mit nicht infizierten Kollegen aus? Du machst dann bestimmt die Dienstpläne? Musst auch nur 12 Stunden Schichten berücksichtigen und Pausen kannst du streiche, die machen sie eh kaum oder gar nicht. Wenn man da mal nicht irgendwann müde werden sollte. :rolleyes:Da verteilst du bestimmt Schokacola ja? :cool:

Es haben nicht alle Kliniken GUTE Klimaanlagen oder Luftfilteranlagen, würde als bedeuten dann machen wir die Fenster auf und lassen die Patienten fein verpackt in Pampers in der Zugluft liegen? Die Kliniken sind einigermaßen zufrieden wenn in den OP`s alles gut funktioniert.

Gestern habe ich einen Hobbyvirologen gehört der meinte man müsse den Regelbetrieb in Kliniken einstellen um Kapazitäten an Personal frei zu setzen, ich glaube aber der hat sich noch nie mit der Ausbildung und Zusatzqualifikation von Intensivpflegekräften befasst. Die Schreibtischtäter aber auch und genau so bis du einer.

Was du hier manchmal für einen St... schreibst ist echt nicht zu fassen :eek:

Und noch was, es gab vor ca. 2 Wochen mal eine Hashtag aus den USA mit an Covid Verstorbenen, den hab ich mir angeschaut eine halbe Stunde, mehr ging nicht. Jüngste die ich las war 13 Jahre alt und verdammt viel medizinisches Personal, Ärzte und Pflegkräfte.
 
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