Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Ich sehe für eine Enteignung keinen Zwang. Jedenfalls noch nicht. Erst einmal miteinander reden. Gibt es überhaupt Firmen, die den Biontech-Impfstoff produzieren könnten? Und wenn, was würde sich Biontech das kosten lassen, die Lizenz herzugeben – Oder könnten sie nicht auch umgekehrt einen Zweithersteller beauftragen? Ich verstehe die Eile nicht, und weshalb man gleich mit „Verstaatlichung“ kommen muß. Hier hat sich niemand bockig/nicht redebereit gezeigt.
 
Es geht nicht um Verstaatlichung, sondern um Lizenzproduktion. Die "Verstaatlichung" ist Propaganda. Was die Kosten betrifft, so ist ein Dauerlockdown bis Jahresende sicherlich teurer als die Entschädigung von Pfizer und die Förderung weiterer Produktionskapazitäten.
 
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Zitat:
Brüssel. Die Europäische Union hätte nach einem „Spiegel“-Bericht mehr von dem Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer kaufen können als die bestellten bis zu 300 Millionen Dosen. Biontech habe bis zu 500 Millionen Einheiten angeboten, zitierte das Magazin am Freitag aus Verhandlungskreisen. Auch die Firma Moderna hätte der EU mehr von ihrem Impfstoff liefern können als die vereinbarten bis zu 160 Millionen Einheiten, sagte Unternehmenschef Stephane Bancel dem „Spiegel“.
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Zitat Ende

https://www.rnd.de/gesundheit/300-m...tellen-konnen-EIXZ2FE7WCIW3G4G7ROOADDGXM.html

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Es könnte mit dem impfen deutlich schneller gehen wenn man das wollte.


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Biontech aus populistischen Gründen die Lizenzrechte aus der Hand zu schlagen hieße, das Unternehmen gegenüber anderen zu benachteiligen und sich zugleich absehbare Querelen mit Co-Produzent Pfizer als Pharma-Goliath einzuhandeln. Das dürfte wesentlich teurer werden und länger dauern als eine absehbar kürzere Wartefrist auf weitere Impfstoffe, die obendrein den Vorteil hätten, dass man nicht nur auf einen einzigen angewiesen wäre.
Das muß sich ja nicht nur auf Biontech beziehen, die anderen Pharmaunternehmen, die auch einen Impfstoff entwickelt haben, könnten genauso behandelt werden. Entweder ist es nun eine weltweite Pandemie, die sowohl den Menschen als auch der Wirtschaft schadet oder es ist eine Erkältung, die man sich selbst erledigen lassen kann. Ist das wirklich eine Frage von teuer? Dann wird es nie vorbei sein, weil sich arme Staaten den Impfstoff, von wem auch immer, nicht leisten können.
Die Menschheit hätte jetzt mal Gelegenheit sich solidarisch zu zeigen, aber sie versagt scheinbar wieder mal und schiebt bürokratische, rechtliche und finanzielle Gründe vor.

Es spricht auch keiner von Enteignung der Pharmabetriebe, nur von diesem Impfstoff. Ihre Entwicklungen auf anderen Gebieten sollen davon unberührt bleiben. Es handelt sich nur um diesen einen Impfstoff und ihre Lizenzgebühren könnten ja die reichen Staaten aufbringen.
 
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Vermutlich liegt es auch an der Logistik. Nach allem, was ich las, muss der Impfstoff von Biontech bei minus 74° C transportiert und gelagert werden. Im Kühlschrank verdirbt er nach zwei bis drei Tagen und muss, sofern nicht verimpft, verworfen werden. So weit ich es verstanden habe, ist das der größte Nachteil gegenüber Konkurrenzprodukten, die teils mehrere Wochen bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerfähig, haltbar und entsprechend sehr viel besser auch für wärmere Länder geeignet sein sollen.

Konstant mehr als minus 70° C zu gewährleisten muss man erstmal hinkriegen. Auch in Deutschland. Ich denke nicht, dass jede Apotheke das schafft - geschweige denn handelsübliche Kühlschränke bei Hausärzten.
Nein siehe Link 5 Tage verwertbar, kann man ja auch entsprechend des Bedarf ordern.

Ich habe aber gestern so eine Tiefkühlbox gesehen.......die stellen Firmen aber schon länger her, die piept auch wenn die Temperatur schwankt.

Für mich gehört übrigens der Schutz der Bevölkerung an erste Stelle, vor irgendwelchen Eigentumsansprüchen.
Ach ja danke @Alubehütet bei ein paar Begriffen habe ich den IT`ler der so langsam wach wurde gefragt. :D Dem gefällt die App übrigens. :)
 
Ach ja danke @Alubehütet bei ein paar Begriffen habe ich den IT`ler der so langsam wach wurde gefragt. :D Dem gefällt die App übrigens.
Die entscheidende Frage ist: Ist der Programmcode selber einsehbar, also: Kann sich den jeder Programmierer, z.B. mein begnadeter Vetter ansehen und studieren, was die App macht und wie sie das macht. Wenn nicht, steht sie bei solch vertraulichen Daten, wie sie zu verarbeiten hat, gar nicht zur Diskussion.

Wenn doch, ist sie auf dem ersten Blick nur eine weitere opensource-Tagebuch-App. Aber die politische Arbeit der Programmierer ist dann hervorzuheben und zu loben: daß sie sich den politischen Segen eingeholt und damit ihre App in den beiden großen Appstores eingestellt haben. Damit ist sie nicht mehr nur einer Hand voll Nerds im F-Droid zugänglich, den ja kaum wer kennt, sondern der Allgemeinheit. Und damit sei ihr viel Erfolg gewünscht; so viel, daß sie in die offizielle Corona-Warn-App integriert wird :)
 
Ganz ehrlich? Irgendwie scheint sich hier breit mehrheitlich die Phantasie durchgesetzt zu haben, man könne einen Hightech-Impfstoff per Lizenz zusammenmixen wie Globuli in einer Gartenhütte: Das, liebe Leute, geht nicht!
Viel zu verkürzt und romantisch gedacht. Mal abgesehen davon, dass ich hellwach werden würde, wenn Linke und die Lindner-FDP jählings damit trenden wollen. ^^

In der Pharmaindustrie ist es zwar üblich, Lizenzen zu vergeben und beispielsweise in Fernost produzieren zu lassen: Aber was dabei herauskommt, wenn es bei sensiblen Präparaten nur zu leisesten Abweichungen, Verunreinigungen oder gar Folgeschäden kommt, will sich keiner ausmalen, geschweige denn die Folgen ausbaden. Kurzum: Es geht nicht nur um höhere Produktionskapazitäten - deren Ausbau ganz ohne Zwangslizenzen eh schon forciert wird -, sondern auch um Verantwortung und Haftungsfragen. Jeder Hersteller, der mit solchen Fragen konfrontiert ist, tut m.E. sehr gut daran, ausgiebig zu prüfen, mit wem er ins Bett gezwängt wird. Im Zweifel sollte man den Daumen selbst draufhalten (was bei Zwangslizenzen per definitionem nicht der Fall ist). Sonst kann es dem Produkt, den davon betroffenen Menschen und dem Ruf des Unternehmens auf eine Weise schaden, bei der die bisher bekannt gewordenen Zyto-Skandale nur einen schlechten Vorgeschmack liefern.

Die Menschheit hätte jetzt mal Gelegenheit sich solidarisch zu zeigen, aber sie versagt scheinbar wieder mal und schiebt bürokratische, rechtliche und finanzielle Gründe vor.

"Covax" und "Gavi" sagen Dir offenbar nichts:

https://de.wikipedia.org/wiki/COVAX
https://de.wikipedia.org/wiki/Gavi,_die_Impfallianz

Es spricht auch keiner von Enteignung der Pharmabetriebe, nur von diesem Impfstoff. Ihre Entwicklungen auf anderen Gebieten sollen davon unberührt bleiben. Es handelt sich nur um diesen einen Impfstoff und ihre Lizenzgebühren könnten ja die reichen Staaten aufbringen.

Nun, wenn ich richtig informiert bin, ist der Corona-Impfstoff das einzige Produkt, dass es bei Biontech je auf den Markt gebracht hat. Wenn das schiefgeht, sind die m.E. tot, mausetot. Pfizer überlebt.

So, und jetzt wieder Ihr: Es-geht-aber-um-Menschenleben! Genau. Und ich halte es für einen überkommenen Mythos, dass Pharmahersteller nur am Gelddrucken interessiert sind.

Unabhängig davon halte ich es für einen hochinteressanten Ansatz, Open-Source-Präparate oder einen Open-Source-Impfstoff als Baukasten zur Verfügung zu stellen. Nur ist das augenblicklich weder die Geschäfts- noch die Produktionsgrundlage - mal abgesehen davon, dass das vermutlich nur bei unkomplizierten Breitbandprodukten funktioniert oder funktionieren würde. Siehe oben.
 
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