Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Es ist nicht mehr so wie Jahresanfang. Die Virologen sind sich uneins, erzählen uns jeden Tag etwas anderes. Gestern noch im NDR-Podcast: Schulschließungen bringen nichts, morgen vor der Ministerpräsidenten+Kanzlerin-Versammlung „Wir müssen unbedingt die Schulen schließen“. Wir haben das Infektionsgeschehen inzwischen durch so viele Irrtümer eingekreist, und wir haben international so viel gemacht und „... oder soll man es lassen?“ gespielt, wir wissen inzwischen ziemlich sicher, was wann wie viel bringt.

Und jede Woche Lockdown später werden wir drei hintendran hängen müssen.
 
Hätten die Weihnachtseinkäufe nicht zugenommen, hätten wir auf diesem Niveau den Teil-Lockdown also durchhalten können/müssen bis Ostern.
Das war ja spätestens der Punkt, wo es hätte dämmern müssen. Über eine Woche tänzelte der Reproduktionswert R zwischen R=0.97 und R=1.03. Bremse. Stillstand. Das war klar, daß das nicht unbegrenzt durchzuhalten war. Der Lockdown light zu leicht war. Am 03. Dezember schon hätte man den harten Lockdown beschließen müssen. Bis dahin hat man noch pokern mögen ... na, vielleicht reicht es ja. Aber da war klar: Nein. Es reicht nicht. Und daß die Stagnation nicht durchzuhalten ist im Vorweihnachtsgeschäft, war logisch.
 
Danke fürs Update. ;)

(...)Hätten wir aber, wie Laschet und alle anderen geplant hatten, wenn Merkel nicht mit ihrer emotionalen Bundesregierung die Notbremse gezogen hätte, den Einzelhandel aufgehalten bis Weihnachten, wir hätten den harten Lockdown locker durchhalten müssen bis mindestens März, wenn nicht April. Zusammenbruch des Gesundheitssystems, Triage vielerorten, undsoweiter. Komplettes Desaster.

Ich finde Merkel nicht sonderlich emotional; sie scheint mir bei aller Empathie oft die einzige Vernünftige in diesem Hühnerhaufen. Man stelle sich einfach mal vor, was wäre, wenn beispielsweise Merz an ihrer Stelle säße. :eek:
Ich hoffe nicht, dass der eine Chance hat; seine Zeit ist vorbei.
Bei Laschet wird's mir allerdings auch schwummerig. Als Landesfürst mag er noch angehen; als Kanzler wäre er m.E. komplett überfordert. Vielleicht würde er den verlängerter Arm von Spahn geben, aber davor graut es mir auch. Scholz? Habeck? Baerbock? Wie auch immer; das Jahr wird noch interessant, aber für eines bin ich heilfroh: Dass Merkel noch bis mindestens zur Wahl im September im Sattel sitzt.
Bis dahin sollte das Gröbste ausgestanden sein. Zumindest gesundheitlich..
 
Weihnachten vorübergehend lockern, die Einzelhandelsgeschäfte wieder aufmachen können.
Wir brauchen endlich Transparenz darüber, wo die meisten Ansteckungen stattfinden. Es ist doch bekannt, dass längeres Verweilen in geschlossenen Räumen mit anderen Menschen riskant ist. Je enger umso schlimmer. Lüften und FFP-Masken tragen verringern das Risiko etwas. Daraus folgt: Besuch in Privathaushalten istbesonders gefährlich, Alle Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen sind besonders gefährlich, Schulen sind besonders gefährlich, Busse und Bahnen sind etwas weniger gefährlich, weil dort die Türen dauernd auf und zu gehen. Einkaufen ist demnach weniger gefährlich, weil man sich im Laden insgesamt nicht lange und auch nicht lange auf einem Fleck aufhält. Die Kassenzonen könnten riskant sein --- ist etwas über die Erkrankungsquote bei Supermarktpersonal bekannt?

Was ist mit Aufzügen und Treppenhäusern in Mehrfamilienhäusern? Könnten sich dort Aerosole sammeln und mit dem Aufzug im ganzen Haus verteilt werden? Mir erscheint das als reelle Gefahr.

Und im Gegenstz dazu---- Was haben wir von einer Maskenpflicht im Freien? Was haben wir überhaupt von Beschränkungen im Freien? Was soll das Theater wegen des Rodelns in Winterberg? Gastronomie und Seilbahnen gibt es nicht. Wo soll sich jemand anstecken? Oder geht es darum, dass die Regierenden "in diesen Zeiten" jedes Vergnügen für frivol halten und unterbinden wollen? Dann wäre das Despotismus und im höchsten Maße kontraproduktiv und die Befolgung reines Gesslerhutgrüßen.
 
Danke fürs Update. ;)



Ich finde Merkel nicht sonderlich emotional; sie scheint mir bei aller Empathie oft die einzige Vernünftige in diesem Hühnerhaufen. Man stelle sich einfach mal vor, was wäre, wenn beispielsweise Merz an ihrer Stelle säße. :eek:
Ich hoffe nicht, dass der eine Chance hat; seine Zeit ist vorbei.
Bei Laschet wird's mir allerdings auch schwummerig. Als Landesfürst mag er noch angehen; als Kanzler wäre er komplett überfordert. Vielleicht würde er den verlängerter Arm von Spahn geben, aber davor graut es mir auch. Scholz? Habeck? Baerbock? Wie auch immer; das Jahr wird noch interessant, aber für eines bin ich heilfroh: Dass Merkel noch bis mindestens zur Wahl im September im Sattel sitzt.
Bis dahin sollte das Gröbste ausgestanden sein. Zumindest gesundheitlich..
Allerdings hat ihr Helge Braun mehr als einmal mit provokativen Aktionen die MinisteräsidentInnen verärgert, bei denen in Sachen Gesundheitsschutz entscheidende Zuständigkeiten liegen.
 
Das war ja der Punkt. Die war ja noch nie emotional. In 15 Jahren nicht. Und auf einmal flippt sie durch, ihre Stimme überschlägt sich, kippt beinahe ein, zwei mal; man hat den Eindruck, gleich fängt sie an zu weinen.

Spätestens ab 1'17'' geht sie richtig in die Vollen, klar, aber stell Dir mal einen Moment lang vor, ein Mann hätte diese Rede gehalten: Die Allermeisten (und ich glaube, auch Du) hätten ihm leidenschaftliches Engagemant bescheinigt, nicht aber, dass er gleich in Tränen ausbricht. Trotzdem interessant, wie Du das hörst.
Man muss sich schon vorsehen. Nicht neu, aber so was muss man natürlich im Hinterkopf haben, um ernst genommen zu werden. (Zumindest Frauen meiner Generation. :) )
 
Dies ist nun aber nicht Biontech anzulasten ...
Das habe ich genau wo geschrieben?
Wir befinden uns mitten in den Feiertagen und der öffentliche Dienst ist nur eingeschränkt tätig. Die Verwaltung muss allmählich in Tritt kommen. Sowas dauert immer ein wenig, wenn man es richtig machen will, so dass sich keiner über Benachteiligung beschweren kann. Wenn die Maschine aber in Gang gesetzt ist, wird sie laufen. Ein vorerkrankter Freund rechnet mit seiner Impfung in Februar/März.
Du kannst versichert sein das die Verwaltungen sehr wohl in die Gänge kamen, es stehen Impfzentren (die allesamt Probedurchläufe hatten) und mobile Impfteams zu Verfügung, die auch im Vorfeld gut geschult wurden was den Umgang mit dem Impfstoff selbst und dem verwaltungstechnischen Vorgang zu tun hat. Es gibt ganz klare Vorgaben wer geimpft wird in der ersten Zeit und wie es dann weiter geht. Man kann sich bei bestimmten Gesundheitsämtern auch online eintragen um einen Impftermin zu bekommen, bis jetzt habe ich mitbekommen das z.B. hier oft ältere Menschen Hilfe von den Angehörigen bekamen.

Das einzige was fehlt ist IMPFSTOFF :mad:

Wann kommen endlich die größeren Einrichtungen der Altenpflege dran? Meistens reicht das Material nur für kleinere Einrichtungen und das muss genau aufgeteilt werden, wird in einer Einrichtung nicht alles an Bewohner verimpft ist auch u.a. noch zusätzlich Personal dran.
 
Was soll das Theater wegen des Rodelns in Winterberg? Gastronomie und Seilbahnen gibt es nicht.
Doch die gab es hier und zwar draußen, keinen hat es geschert ob man Abstand halten soll, ob an der Futterkrippe oder am Lift.

Mal eben auf dem Weg in den Vogelsberg bei Aldi in Schotten halt gemacht und ausreichend Getränke Vorrat gekauft, die mussten dort einen Mitarbeiter vor die Tür stellen der Einlasskontrollen durchführte.

Und nicht zu vergessen die ganzen Frakturen die dann auch wieder in die Kliniken eingeliefert wurden.
 
Top