Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Was sehr betrübt ist die Tatsache, dass die EU und insbesondere Deutschland, sich bei der Impfstoffbesorgung, durch den Fairplay-Gedanken selbst schachmatt gesetzt haben.
Die Gewinner sind die Länder mit aggressiver Einkaufspolitik und Exportstopps auf Impfstoff.

Im Ausland ist man darüber amüsiert, dass in Deutschland mit deutschen Geld wirksamer Impfstoff entwickelt wurde, es in Deutschland selbst aber an jeder Ecke an Impfstoff fehlt, während Deutschland gleichzeitig einer der größten Impfstoffexporteure ist.


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(...) Ehrlich gesagt, ich würde gar nicht so gerne noch so viel weiter über dieses Schulthema sprechen, weil es so viele andere Expertisen gibt, die jetzt aufgefordert sind. Also es ist genau richtig, wenn die Kinderärzte sagen, Infektionsepidemiologie hin oder her, aber wir sehen die Kinder und wir sehen, wie die leiden. Das hat auch medizinische Folgen, sowohl körperliche wie auch seelische Folgen. Und wir sind als Ärzte am Kindeswohl insgesamt interessiert. Die Pädagogen natürlich, die das von ihrer Seite reflektieren und die auch noch mal für den Schulbetrieb andere Lösung beitragen können, da ist dann irgendwann einfach der Virologe außen vor. (...) Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript266.pdf S.7f
Lauterbach ist ja auf einen ähnlichen Trip. Du solltest aber auch die Seite vorher zitieren:

Nehmen wir alle Kinder zusammen, das sind vielleicht 20 Prozent der Bevölkerung, also ist das 20 Prozent der Kontakte. Jetzt können wir die Schulen komplett öffnen und vollkommenen Betrieb erlauben, dann müsste man aber im Gegenzug, wenn man denselben Kontrolleffekt auf die Infektionstätigkeit haben will, anderswo 20 Prozent der Bevölkerung unter Kontaktsperren setzen.
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Machen die sowieso nicht. Mit anderen Worten, #TeamDrosten ist gerade auf einen dann-macht-doch-alle-was-Ihr-wollt-Trip.

Drosten erläutert zuvor: Kinder sind genau so viel und genau so wenig infektiös wie alle anderen auch; vielleicht ein bißchen weniger. Kein Vergleich zu Erkältungskrankheiten, für die Kinder tatsächlich besonders „Infektionstreiber” sind schlicht, weil sie noch keine Abwehrstoffe haben, „immunologisch naiv“ sind – Das sind wir in Bezug auf Corona alle. Aber der Virus macht auch nicht wundersamerweise vor Kitas Halt. Wenn wir Grundschulen und Kitas öffnen, dabei aber das derzeitige Niveau halten wollen, dann müssen wir entsprechend anderswo was schließen.
 
Wobei der Welt-Artikel lediglich die Highlights des Interviews hinter der Bezahlschranke referiert :)

Ich habe das Interview inzwischen im gedruckten Spiegel gelesen. Was Brinkmann sagt, klingt plausibel. Was sie aber nicht sagt, ist mit welchen zusätzlichen Maßnahmen sie das Virus eliminieren will. Sie spricht wolkig von strengerer Durchsetzung, immerhin nennt sie die Möglichkeit von Grenzschließungen. Andererseits verweist sie auf Australien. Australien bedeutet mit Gewalt durchgesetzte Ausgangssperren und die Kasernierung von Quarantänepflichtigen im Outback und das bei jedem einzelnen neu aufgetrenenen Infektionsfall.
 
Noch ne Info: In Köln steigen die Infektionszahlen steil an. Die Inzidenzzahl liegt aktuell bei 85, gestern sogar bei 91, nachdem sie vor ein paar Tagen nur 61 betragen hatte.

Seit heute, 6. Feb, gelten in Köln verschärfte Einschränkungen. Anders als im restlichen NRW gilt die Kontaktbeschränkung auf eine Person außerhalb des eigenen Haushalts jetzt auch in Privatwohnungen. Soll heißen, Bruder und Schwägerin zu Besuch ist eineR zuviel. Bislang ist noch nicht bekannt, ob die Stadt Feldstecher und Opernkieker an wachsame Bürger*innen verteilen lässt. :mad:
https://www.stadt-koeln.de/leben-in...virus/einschraenkungen-im-oeffentlichen-leben

Drüber verhängt die Stadt Köln ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum in der Karnevalszeit. Den erfahrenen und wohl auch leidgeprüften Stadtoberen ist es nicht verborgen geblieben, dass Rheinländer*innen an sich und die Kölschen ganz besonders in den Karnelvalstagen ausgesprochen zutraulich werden, verstärkt durch Alkohol, den sie von früh bis spät konsumieren.

Mit viel Verständnis fürs kölsche Brauchtum begründen sie die Allgemeinverfügung:

(...) In Köln wird Karneval traditionsgemäß mit einer Vielzahl von Menschen im öffentlichen Raum gefeiert. Auch wenn dieses Jahr keine offiziellen Veranstaltungen stattfinden und die Gastronomie geschlossen ist, muss damit gerechnet werden, dass Karnevalisten im Bereich der bekannten Hotspots, aber auch außerhalb davon extensiv Straßenkarneval feiern werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Kölnerinnen und Kölner „ihren“ Karneval auch unter Lockdownbedingungen nicht nehmen lassen wollen, zumal Karneval auch immer ein Fest der Verletzung von Regeln und der Infragestellung der „Obrigkeit“ ist.Erfahrungsgemäß konsumieren die Karnevalisten bereits auf der Anreise sowie im weiteren Verlauf alkoholische Getränke. Es besteht die konkrete Gefahr, dass gerade der Alkoholkonsum und die ständige Verfügbarkeit von Alkohol durch den freien Alkoholverkauf die Alkoholisierung der Feierenden fördern und die Hemmschwelle zur Beachtung der coronabedingten Verhaltenspflichten (insbesondere Vermeidung von Menschenansammlungen und Einhaltung des Abstandsgebotes) massiv sinken lassen, so dass es in der Folge zu massiven Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung kommen wird.

(...)
https://www.stadt-koeln.de/mediaass...ronaschutzvo_regionale_anpassung_karneval.pdf
 
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