Bintje
Well-Known Member
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Wer würde sich noch freiwillig mit dem Zeug impfen lassen, das in Deutschland für Ü65, die das höchste Risiko haben, schwer zu erkranken, gar nicht zugelassen ist?
Ich zum Beispiel. Denn die Nicht-Zulassung beruht meines Wissens darauf, dass die Anzahl der Probanden im kritischen Ü65-Alter zu gering war. Zumindest wäre mir dieser Impfstoff bedeutend lieber als gar nicht geimpft zu werden. Ganz mal abgesehen davon, dass das Prinzip von Vektorimpfstoffen schon seit längerem angewendet wird als mRNA-Impfstoffe.
Die geringere Wirksamkeit ist zudem, wenn ich es richtig mitbekam, noch gar nicht ganz sicher geklärt, weil das Ausdehnen des Impfzeitraums wie in GB überraschend eine deutlich höhere Wirksamkeit ergab.
Niedrigere Wirksamkeitsraten hat man bei anderen Impfstoffen gegen potenziell tödliche Erkrankungen auch. Sogar regelmäßig deutlich niedriger. Nur ist das nicht so bekannt und geht momentan im Hype um die neuen mRNA-Impfstoffe tendenziell unter.
Klar ist aber auch, dass ich mich für das bessere Präparat entscheiden würde, wenn ich die Wahl haben sollte. Nur glaube ich nicht, dass das so sein wird. Das geht primär ganz sicher nach Verfügbarkeit und, auch das ziehe ich ins Kalkül, auf Dauer wohl nicht zuletzt danach, wer GKV- oder Privatpatient ist.
Was einem freilich zu denken geben kann: Die schweizerische Zulassungsbehörde Swissmedic hat den Impfstoff von Astrazeneca dieser Tage zurückgewiesen - die Datengrundlage sei ihnen zu dünn, las ich in der NZZ.
Näheres hier: https://www.swissmedic.ch/swissmedi...stoff-astrazeneca-weitere-daten-verlangt.html