Ich hatte gestern einen Termin in Dortmund zwischen 18.00 und 19.30, den ich vormittags vergeblich abzusagen versucht habe wegen der Sturmwarnung.
Als ich von Nordwesten in die Stadt reinführ, hieß es im Radio, dass ein Baum auf ein Café in der Nordstadt gekracht sei. Als ich rausfuhr, hieß es, dass das Kreuz von der Gertrudiskirche in der Nordstadt auf ein Auto geknallt sei. Als ich dann um acht zu Hause war, war das Gröbste vorbei. Ich bin jetzt noch angepisst, dass der Termin nicht verlegt wurde. Kein Termin kann so wichtig sein, dass man sich deshalb einem Risiko aussetzt. Am meisten habe ich mich natürlich über mich selbst geärgert, dass ich dem Druck trotz besseren Wissens nachgegeben habe. Es war ein ehrenamtlicher Termin.
Gut gegangen ist es nur deshalb, weil der Sturm hier nicht annähernd so gewütet hat wie anderswo. Nicht einmal die Hälfte des Totholzes im Garten und auf dem Bürgersteig wie am Donnerstagmorgen. Kann natürlich sein, dass beim ersten Sturm die Masse an Totholz runterkam und jetzt nicht mehr viel übrig blieb. Aber die Schneise lag wohl woanders.
Jetzt windet es nach einem sehr ruhigen Tag mit Sonnenschein. Aber nichts, was den Hund beunruhigt.
Derweil geht der Vorfrühling voran. Christstern, Narzissen und Krokusse blühen, Rosen und Hortensien treiben, die Wiese erwacht zu neuem Leben, Akelei sprießt und die Pfingstrosen brechen durch die Erde.
Allmählich müsste auch das Grundwasserdefizit verringert sein. Schließlich regnet es gefühlt seit einem Jahr (der letzte Sommer war sehr mau). Das müsste zwei trockene Sommer eigentlich auffangen können. Die Bäume sollen ja auch deshalb so leicht umstürzen, da sie in sehr aufgeweichtem Boden stehen. D. h. nach meinem Verständnis, dass das inzwischen mehr als genug Wasser tief genug im Boden ist. Oder aber, es stößt in die Tiefen noch nicht wirklich durch, so dass mittleres Wurzelwerk verfault und die Bäume abbrechen lässt.