Der Tabubruch

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von Mendelssohn, 6 Februar 2020.

  1. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Mir ist das ehrlich gesagt wumpe, wo wir weiter diskutieren. Von mir aus gerne hier. Aber ungern parallel.
     
  2. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Ich wußte das auch nicht. Dachte immer in Bayern, München vor allem, hätte dieses Elend angefangen. Man lernt nie aus.
     
  3. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Ich hätte Sudetendeutschland noch mit im Blick gehabt als Nazi-Brutstätte. Aber Thüringen jetzt auch nicht so.
     
  4. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Wie man's nimmt. München war 1923, die Regierungsbeteiligung mit den Stimmen der Rechtsbürgerlichen 1929 in Thüringen.
     
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  5. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Dazu passt, dass an der Universität Jena die Nazis das erste zentrale Lehrerbildungszentrum schufen. Der Reformpädagoge Peter Retersen rekrutierte den Lehrernachwuchs für die nationalsozialistische Gemeinschaft. In der "Rassenkunde" war die Jenaer Universität auch führend. In Kombination mit ihrem Status als Standort der deutschen Klassik gab die Jenaer Kaderschmiede dem ganzen Dreck den akademischen Persilschein.
    Thüringen, Sachsen, Bayern - unsere deutschen Freistaaten, die immer schon ein Problem mit Berlin hatten.
    Es war ein Fehler, die Hauptstadt von Bonn nach Berlin zu verlegen.
     
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  6. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Sieh mal, Alu, es gibt mehrere Möglichkeiten auf dasselbe politische Ereignis zu schauen. Einmal mit Blick auf die Machttechniken, wer mit wem zu wessen Vorteil wann kooperiert und dann mit Blick aufs Moralische. Ich habe mit dem Thema "Tabubruch" das Moralische angesprochen, d. i. das Zentrum der Erinnerungsarbeit.
    Es ist aus moralischen Gründen geboten, nicht mit der AfD zu kooperieren. Die historischen Gründe, also die empirischen Belege, sind nur Beiwerk. Um zu "beweisen", dass Genozid unmoralisch ist, bedurfte es weder Auschwitz noch sonstiger Völkermorde (Hereros).
    So gesehen müssen wir noch nicht einmal Kenntnisse von Weimar und Thüringen haben, um zu erkennen, dass Höcke ein Nazi ist, der erst meinen Nachbarn und dann mich selbst hopsnimmt, nur weil ich nicht seinen Hut gegrüßt habe.
    Der Tabubruch ist etwas ganz anderes als Landtagswahlen. :)
     
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  7. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Rasse-Günther
     
  8. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    In einer PN las ich auch den Vorschlag, den „Landtagswahlen“-Thread mehr für das Tagespolitische zu verwenden und hier mehr die übergeordneten oder grundsätzlicheren Diskussionen zu führen. Finde ich schwierig, da zweiteres ja oft ersteres zum Anlaß nimmt, können wir ja aber versuchen :)
     
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  9. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Höcke jedenfalls ist unglaublich gestärkt bei der Rechten mit seinem Coup. Gab ja schon kräftige Absatzbewegungen von Höcke und Schnellroda bei den „Alternativen Medien“. Ich nenne sie mal die WerteUnionisten in der AfD.
    Vom Winde verweht. Höcke ist der, der es der Merkel so richtig gezeigt hat; gezwungen, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Eine, die Wahlen rückgängig machen läßt, deren Ergebnis ihr nicht paßt.

    Das ist wohl der bundespolitische Aufstieg Höckes. Ohne ihm wird nichts mehr gehen. Der ist jetzt der Superstar, der Frontmann der AfD.

    Und Lindner ist allerdings für die Rechten auch unmöglich geworden. Der, der vor Merkel gekuscht hat, ihr Vollstrecker wurde. Insofern wird er seine FDP völlig neu aufstellen müssen. Seine ständige Rechtsblinkerei als „seriöse Alternative zur schmuddeligen Alternative“ geht nicht mehr auf.
     
  10. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Na da sind aber auch noch andere Parteien vor und die Menschen auf der Straße. Superstar, bundespolitischer Aufstieg, von was träumst du Nachts?
    Das wäre übertrieben, das hat nicht nur der Merkel nicht gepaßt und sie war auch nicht die erste, die sich so geäußert hatte. Vorher hat noch die Linke dem Kämmerich die Blumen vor die Füße geworfen und so ihren Unmut ausgedrückt, noch bevor Merkel in Südafrika davon wußte.
     
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