Der Tod

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Pit 63

Guest
Mich beschäftigt indies die Frage:Was war vor dem Leben?????:cool:
Zeit ist relativ aber wenn es ein davor gäbe, wäre das dann kein Leben?
Nach meinem Wirklichkeitsverständnis gibt es das formlose Sein und die seienden Formen, die scheinbar daraus hervor- und wieder hineingehen. Das sind die beiden Seiten derselben Medaille. Man könnte das mit dem bekannten Bild des Meeres beschreiben. Es gibt Tiefenströmungen und Wellen an der Oberfläche aber alles ist eins und ungetrennt, alles ist Wasser.
Wir erkennen das nur nicht, weil unser Bewusstsein sich für gewöhnlich mit unserem Körper (= Form) identifiziert. Wir halten uns sozusagen wahrnehmenderweise für eine der Wellen und ziehen Rückschlüsse auf die anderen Wellen und Strömungen.
Die Wissenschaft- Teilchenphysik, Gehirnforschung- entwickelt sich erkenntnistheoretisch derzeit in die Richtung, dass die persönliche/perspektivische Erfahrung in Zeit und Raum als illusionäre Wahrnehmung gesehen wird. Tatsächlich gibt es keine Zeit, keinen Raum, kein Ich, dass bewusste Entscheidungen fällt.
Es gibt nur "Wasser"- anstatt Wasser könnte man je nach Überzeugung andere Worte setzen wie etwa Energie, Gott, Geist, Nirwana, Bewusstsein, Quantenfeld usw.
 

Feryha

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12 Juni 2010
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Gut und schön .. und die Seele???Vor dem Leben jetzt???Wenn man an ein danach glaubt ,müßte es ein davor gegeben haben?Oder davor sowie danach ein nichts?o_O:rolleyes:
 
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Pit 63

Guest
Big Bang klingt ziehmlich lebendig, meinst Du nicht.
Nach dem Energieerhaltungssatz kann es auch vor bzw. im Moment der Entstehung des Big Bang nicht nichts gegeben haben. Niemand weiss, woher die freigesetzte Energie kam aber nach dem fundamentalen physikalischen Grundsatz der Energieerhaltung muss sie bereits da gewesen sein. Sie muss systemimanent enthalten gewesen sein. Zu dieser Annahme gibt es nur eine Alternative: Nichts von dem, worüber wir hier sprechen, hat es je wirklich gegeben. Dann wären das Spiel von Energien, Massen und Körpern in Zeit und Raum sozusagen Maya pur.
Ich glaube, das Leben ist ein Paradoxon, dass sich erst durch die vollständige Erfahrung auflöst, nicht in dem Sinne, dass die widersprüchlichen Tatsachen verschwinden, sondern in dem Sinne dass sie nur aus der persönlichen/isolierten Perspektive bewusster Formen (Körper) widersprüchlich erscheinen. Auch die Natur auf unserem Planeten deutet diese Entwicklung zu mehr Bewusstsein und ganzheitlichem Denken an.