So wie ich das bisher mitbekommen habe, lohnt sich der Öffentliche Dienst eigentlich nur für Beamte,
dass Einkommen der normalen Beschäftigten soll ziemlich low sein.
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Och, so richtig prekär finde ich das nicht, es sei denn, man ist im TVöD oder TV-L in den untersten Entgeltgruppen einsortiert.
Hängt natürlich auch von Tätigkeit, Ausbildung, Berufserfahrung usw. ab.
Hier gibt es Infos zum TV-L 2026, 2027, 2028 Tarifvertrag der Länder, TV L-Entgelttabellen, Details zum Tarifvertrag.
oeffentlicher-dienst-news.de
Da kannst du auch auf die Besoldungstabellen für Beamte klicken und dir das mal anschauen.
Interessant kann auch sein, was im Fall länger andauernder Erkrankungen geschieht: Helga und Hansi Normalverbraucher glitschen nach Ablauf der Lohnfortzahlung sofort ins Krankengeld und bekommen dann nur noch 70% vom Brutto, aber höchstens 90% vom Netto. Anders im öffentlichen Dienst:
"Für Angestellte des öffentlichen Dienstes wird das Krankengeld vom Arbeitgeber aufgestockt, sodass sie Krankengeld in Höhe ihres Nettoentgelts erhalten. Voraussetzung: Die Arbeitsunfähigkeit wurde nicht selbst verschuldet, also vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt, wie der Deutsche Beamtenbund erklärt. Dies ist aber nur äußerst selten der Fall. Selbst wer eine Risikosportart betreibt und dabei einen Unfall hat, behält den Anspruch in der Regel."
Quelle: FR (Link weiter oben in #789)
Und: Die Höhe der Altersbezüge ergibt sich nach allem, was ich bisher kapiert hab, aus der zuletzt erreichten Gehaltsstufe. Wirst du also kurz vor der Pensionierung nochmal
hochgehievt höher eingruppiert, kannst du dich über eine entsprechend höhere Altersversorgung freuen, die sich anders als bei Hans + Helga an der Höhe der letzten Bezüge orientiert: Zumindest nach meiner beobachtungsgestützten These der wesentliche Grund, warum nicht ganz wenige Beamte vor der Pensionierung quasi auf den letzten Drücker nochmal zum Karrieresprung ansetzen. Auch das könnte einer der Gründe sein, warum die Höhe der Ausgaben für Altersversorgungen im ÖD insgesamt höher liegt als die staatlichen Ausgaben für den Verteidigungsetat - zum Beispiel.
ps Liest sich vermutlich alles wie hässliches Beamten-Bashing, ist es aber nicht. In bestimmten Berufsgruppen finde ich es total sinnvoll, Beamte zu beschäftigen. In anderen allerdings nicht. Aber Fakt ist: So, wie das ganze System sich bis jetzt gestaltet, braucht sich niemand zu wundern, dass ich meinem Sohn nahegelegt hab, möglichst in den öffentlichen Dienst zu wechseln: a) hohe Arbeitsplatzgarantie, b) sicheres und ggf. auskömmliches Einkommen auch bei schweren Erkrankungen, die einem sonst mit Pech relativ schnell den Boden unter den Füßen wegreißen können, c) und so weiter. Kurzum, ich hab ihm zu allem geraten, was mir in seinem Alter echt unsexy und viel zu weit weg erschien. Ich war halt ein Eselchen, wild, störrisch, unbegrenzt tough und belastbar (wie ich meinte) und vor allem der irrigen Ansicht: Das geht immer weiter so; wenn du dich anstrengst, läuft's.
Nun ja, kam halt anders, - aber immerhin tauge ich als lehrreiches Beispiel. ^^