Die Ampelkoalition

@Msane Gaaanz schwacher Vergleich. Griechendland ist korrupt bis auf die Knochen gewesen, hat sich mit gefälschten Zahlen in die Währungsunion hineingelogen; da Antike Athen wunderbare Euromünze blablabla Symbolwert blablabla hat man sie machen lassen, wissentlich nicht genau hingesehen. Mit den wunderbaren Spielen in Athen hatten sie sich endgültig verhoben. Schäuble plädierte übrigens auch aus seiner Sicht zugunsten Griechenlands für einen (zeitweiligen) Ausstieg aus dem Euro. Kein Vergleich mit einer dreijährigen Regierung.

Unser Wirtschaftsministerium wollte uns das Gebäudeenergiegesetz mit geschönten Zahlen unterjubeln,
man hat einen verfassungswidrigen Haushalt verabschiedet und zu guter Letzt war neulich
bei Marks Lanz so ein Typ von der FDP dem die Höhe der deutschen Staatsschulden nicht geläufig war.

Überspitzt gesagt ist die Ampel näher an Griechenland von damals dran als du denkst.
Aber einen Unterschied gibt es schon.
Niemand kann Deutschland retten wenn es steil bergab geht,
wir können uns nur selbst aus dem Abwärtsstrudel befreien.


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Sollte Deutschland so tief in der Grütze stecken wie weiland Griechenland, dann aber nicht erst wegen drei Jahren Ampel. Du kannst ... also gut, Hitler schon, aber ein halbwegs funktionierendes Land kann man normal nicht in drei Jahren so in den Graben fahren. Was ich sehe, das ist jahrzehntelanger Investitionsrückstau. Verschimmelnde Schulen, zerbröselnde Autobahnbrücken, eine verkommene Eisenbahn, Digitalistan laß uns gar nicht drüber reden. Wenn überhaupt neu gebaut wurde, dann erhielten die billigsten Anbieter den Zuschlag. Ich erinnere mich an eine funkelnagelneue Gesamtschule in Unterbarmen, deren Baufortschritte wir von der Schwebebahn aus bestaunten; als es fertig war, war ich beeindruckt: So toll kann man Schulen heutzutage bauen, schon von der Architektur her Lern- und Erlebnisräume! Aus meiner Kindheit/Jugend kannte ich nur Lernkasernen.

Und nach drei Jahren schon, erfuhr man, regnete es durch's Dach. Alles von billigen Montagearbeitern aus Ostdeutschland mit billigen Materialien und billigem Werkzeug mit Spucke und Tesa zusammengetackert, damit es bis zur Bauabnahme hält, und nach ihnen die Sintflut.
 
So wie ich das bisher mitbekommen habe, lohnt sich der Öffentliche Dienst eigentlich nur für Beamte,
dass Einkommen der normalen Beschäftigten soll ziemlich low sein.


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Och, so richtig prekär finde ich das nicht, es sei denn, man ist im TVöD oder TV-L in den untersten Entgeltgruppen einsortiert.
Hängt natürlich auch von Tätigkeit, Ausbildung, Berufserfahrung usw. ab.



Da kannst du auch auf die Besoldungstabellen für Beamte klicken und dir das mal anschauen.

Interessant kann auch sein, was im Fall länger andauernder Erkrankungen geschieht: Helga und Hansi Normalverbraucher glitschen nach Ablauf der Lohnfortzahlung sofort ins Krankengeld und bekommen dann nur noch 70% vom Brutto, aber höchstens 90% vom Netto. Anders im öffentlichen Dienst:
"Für Angestellte des öffentlichen Dienstes wird das Krankengeld vom Arbeitgeber aufgestockt, sodass sie Krankengeld in Höhe ihres Nettoentgelts erhalten. Voraussetzung: Die Arbeitsunfähigkeit wurde nicht selbst verschuldet, also vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt, wie der Deutsche Beamtenbund erklärt. Dies ist aber nur äußerst selten der Fall. Selbst wer eine Risikosportart betreibt und dabei einen Unfall hat, behält den Anspruch in der Regel."

Quelle: FR (Link weiter oben in #789)

Und: Die Höhe der Altersbezüge ergibt sich nach allem, was ich bisher kapiert hab, aus der zuletzt erreichten Gehaltsstufe. Wirst du also kurz vor der Pensionierung nochmal hochgehievt höher eingruppiert, kannst du dich über eine entsprechend höhere Altersversorgung freuen, die sich anders als bei Hans + Helga an der Höhe der letzten Bezüge orientiert: Zumindest nach meiner beobachtungsgestützten These der wesentliche Grund, warum nicht ganz wenige Beamte vor der Pensionierung quasi auf den letzten Drücker nochmal zum Karrieresprung ansetzen. Auch das könnte einer der Gründe sein, warum die Höhe der Ausgaben für Altersversorgungen im ÖD insgesamt höher liegt als die staatlichen Ausgaben für den Verteidigungsetat - zum Beispiel.

ps Liest sich vermutlich alles wie hässliches Beamten-Bashing, ist es aber nicht. In bestimmten Berufsgruppen finde ich es total sinnvoll, Beamte zu beschäftigen. In anderen allerdings nicht. Aber Fakt ist: So, wie das ganze System sich bis jetzt gestaltet, braucht sich niemand zu wundern, dass ich meinem Sohn nahegelegt hab, möglichst in den öffentlichen Dienst zu wechseln: a) hohe Arbeitsplatzgarantie, b) sicheres und ggf. auskömmliches Einkommen auch bei schweren Erkrankungen, die einem sonst mit Pech relativ schnell den Boden unter den Füßen wegreißen können, c) und so weiter. Kurzum, ich hab ihm zu allem geraten, was mir in seinem Alter echt unsexy und viel zu weit weg erschien. Ich war halt ein Eselchen, wild, störrisch, unbegrenzt tough und belastbar (wie ich meinte) und vor allem der irrigen Ansicht: Das geht immer weiter so; wenn du dich anstrengst, läuft's.
Nun ja, kam halt anders, - aber immerhin tauge ich als lehrreiches Beispiel. ^^
 
Ich weiß nicht, wie Deutschland so runten gefallen ist. Aber bitte nicht Ostdeutschland beschuldigen!
Wer macht denn das? Entschuldige, aber es gibt gewisse Erfahrungswerte - und falls es dich beruhigt: Schuld ist natürlich immer der Wessi. ; )
In einem meiner Beispiele jener Wessi-Nachbar, der als Insolvenzverwalter eines ostdeutschen Betriebes tätig war. Den brachte er für eine größere Baumaßnahme an dem Haus ins Spiel, in dem auch ich früher wohnte. Angeblich Super-Angebot, für örtliche Verhältnisse (West) eher Dumping, aber so lief das. Kurz danach brach die Firma endgültig zusammen. Gewährleistung für den bereits bezahlten Pfusch am Bau gab's nicht. Das längliche Nach- und Ausbessern durch örtliche Handwerker zahlten die damaligen Eigentümer dann nochmal, also auch ich. Herzlichen Glückwunsch.
Die teurere Konkurrenz vor Ort, die auch mangels Subventionen mit marktüblichen Preisen (West) kalkulieren mussten, wäre von Anfang an günstiger gewesen.
Wer billig kauft, zahlt im Zweifel doppelt und dreifach, heißt es nicht zu Unrecht. Und was @Alubehütet beschrieben hat, könnte ich noch durch weitere Beispiele ergänzen, allerdings: Wozu? Die Lage verschuldeter West-Kommunen war und ist ja auch bekannt, und Wuppertal bildete vermutlich keine Ausnahme.
 
Solange die Politik nicht Willens ist die Gelder sinnvoll zu prioisieren macht es keinen Sinn die Schuldenbremse einzureißen.
Du könntest denen schuldenbasiert 100 Milliarden zur Verfügung stellen, dann buchen die im nächsten Haushalt um,
finanzieren damit Wahlgeschenke für ihre Wählerschaft und unterm Strich wurde kein Cent mehr sinnvoll investiert.


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Zum Beispiel? Was meinst denn du?
49 Euro-Ticket?
Bahnsanierung?
Digitalisierung?
Mindestlohn-Erhöhung?
Tankrabatt?
Kindergrundsicherung?
Pflegebonus?
Bürgergeld?
Bundestag verkleinern durch Wahlrechtsreform?
Atomausstieg (der längst zuvor beschlossen war)?
Tempolimit (das eh nicht kommt, weil angeblich ausreichend Verkehrsschilder fehlen)?

Unvollständige Aufzählung, fiel mir gerade nur ein. Bitte ankreuzen, ergänzen, was auch immer ...
 
Wer macht denn das? Entschuldige, aber es gibt gewisse Erfahrungswerte - und falls es dich beruhigt: Schuld ist natürlich immer der Wessi. ; )
In einem meiner Beispiele jener Wessi-Nachbar, der als Insolvenzverwalter eines ostdeutschen Betriebes tätig war. Den brachte er für eine größere Baumaßnahme an dem Haus ins Spiel, in dem auch ich früher wohnte. Angeblich Super-Angebot, für örtliche Verhältnisse (West) eher Dumping, aber so lief das. Kurz danach brach die Firma endgültig zusammen. Gewährleistung für den bereits bezahlten Pfusch am Bau gab's nicht. Das längliche Nach- und Ausbessern durch örtliche Handwerker zahlten die damaligen Eigentümer dann nochmal, also auch ich. Herzlichen Glückwunsch.
Die teurere Konkurrenz vor Ort, die auch mangels Subventionen mit marktüblichen Preisen (West) kalkulieren mussten, wäre von Anfang an günstiger gewesen.
Wer billig kauft, zahlt im Zweifel doppelt und dreifach, heißt es nicht zu Unrecht. Und was @Alubehütet beschrieben hat, könnte ich noch durch weitere Beispiele ergänzen, allerdings: Wozu? Die Lage verschuldeter West-Kommunen war und ist ja auch bekannt, und Wuppertal bildete vermutlich keine Ausnahme.
Die billige Firma aus dem Osten mit ihren mies bezahlten Arbeitnehmern hat aber niemandem im Wuppertaler Rathaus gezwungen sie zu beauftragen. Das haben sie schon selbst gemacht und ist ihrer prekären finanziellen Situation geschuldet. Eine Situation die übrigens ostdeutsche Städte ebenso haben.
 
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