Eigentlich ein Tabuthema, aber

AW: Eigentlich ein Tabuthema, aber

Na Booker das hoffen wir nicht, aber das Gefühl mit dem Abhauen kenne ich dafür schon eher..

Zu deiner Freundin - hat man sie eigentlich nachher zur Therapie geschickt. Auch wenn dir damals dafür keiner gedankt hat, glaube ich doch, dass deine Freundin froh darüber war und auch ihr Nochmann.
 
AW: Eigentlich ein Tabuthema, aber

Na Booker das hoffen wir nicht, aber das Gefühl mit dem Abhauen kenne ich dafür schon eher..

Zu deiner Freundin - hat man sie eigentlich nachher zur Therapie geschickt. Auch wenn dir damals dafür keiner gedankt hat, glaube ich doch, dass deine Freundin froh darüber war und auch ihr Nochmann.


....na wo die Therapie hingeführt hat ...sie hatte ja eine, da verliebte sie sich ja in den Therapeuten.....wegen ihm hatte sie ja den Suizid versucht. Ich war damals einfach nur enttäuscht dass sie am Tisch saß während ihre Mutter mir bitterliche Vorwürfe machte und sie nicht einmal Partei für mich ergriff, das hat mich echt getroffen, weil ich alles wirklich alles für sie getan hätte......:-?

Die Kinder hat sie verloren an den Mann. Sie ist aus unserer STadt weggezogen und hat auch etliche Therapien noch gemacht, allerdings fand ich die haben nichts gebracht. Sie bekam von ihrem Freund auch noch ein Kind, eine Tochter, .....Bettnässerin, in der Schule direkt eine Klasse wiederholt......:roll:

Aber was soll ich sagen.....meine Freundin ist echt ne tolle Frau in jeder Beziehung, wenn ihr sie sehen würdet könntet ihr ihre Geschichte nicht glauben, ehrlich!!! Sie ist immer wieder auf ihre Füße gefallen, es gibt solche Mensche, die fallen immer wieder auf ihre Füße.....unglaublich.....allerdings ziehen sie die Leute um sich herum runter........deshalb habe ich nach meinem letzten Umzug den Kontakt abgebrochen. Ich habe mich nicht ins Telefonbuch eintragen lassen.......immer wenn ich nach Hause komme und hier steht ein Auto mit dem Kennzeichen ihrer Stadt dreht sich mir der Magen um.......und das noch nach fast 5 Jahren.....:shock:

EDIT: kann es sein dass man solche Leute Borderliner nennt? So sagte mir damals ihr Therapeut sie sei jemand mit dem Borderline-Syndrom....:-(
 
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Ich kann euch sagen, ich habe mich nie schlechter gefühlt als dort im KH, egal was passiert, ich bin schuld. (...)

Als sie aus dem KH kam wohnte sie wieder bei ihrem Nochmann und den Kindern. Ich besuchte sie. Ihre Mutter war auch dort und was soll ich euch sagen folgendes kam aus dem Mund der Mutter "Birgit wie kann so etwas in deiner Wohnung passieren, kannst du mir das sagen? Du musst doch was gemerkt haben....bla bla bla" .....Mir blieben fast die Worte im Hals stecken. Ich sagte dann nur "Ich war arbeiten, sorry"...meine Freundin sagte nichts, sie sagte nichts, ich war so sauer, enttäuscht und völlig entsetzt dass ihre Mutter tatsächlich mir die Schuld gab......unfassbar!

Du warst nicht schuld, Booker, an gar nichts. Du hast genau das Richtige getan. Aber ihre Mutter konnte vermutlich selbst nicht mit ihren eigenen Schuldgefühlen umgehen (immerhin war's ja ihre Tochter.. !) und hat das dann auf Dich abgewälzt.

Ich kann gut verstehen, dass Du den Kontakt irgendwann abgebrochen hast. Bei Bekannten kann man sich das ja immerhin noch aussuchen, da hat man die Wahl, aber bei der eigenen Familie? Schwierig. Da kann man machen, was man will - es holt einen so oder so wieder ein.
 
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Ich glaube an ein Leben nach dem Tod und daran, dass dieses Leben nach dem Tod in der Regel schön sein wird. Meinem Glauben nach wird es aber nicht schön sein, wenn man seinem Leben bewusst selber ein Ende setzt, ich habe mal ein Buch darüber gelesen.

Alleine dieser Glaube (für mich Wissen) wird mich sicher lebenslänglich davon abhalten, Selbstmord zu begehen- sollte ich mich jemals in der Situation befinden, überhaupt daran zu denken.
 
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Du warst nicht schuld, Booker, an gar nichts. Du hast genau das Richtige getan. Aber ihre Mutter konnte vermutlich selbst nicht mit ihren eigenen Schuldgefühlen umgehen (immerhin war's ja ihre Tochter.. !) und hat das dann auf Dich abgewälzt.

Ich kann gut verstehen, dass Du den Kontakt irgendwann abgebrochen hast. Bei Bekannten kann man sich das ja immerhin noch aussuchen, da hat man die Wahl, aber bei der eigenen Familie? Schwierig. Da kann man machen, was man will - es holt einen so oder so wieder ein.


.....also das ging mir bei deiner Geschichte auch so durch den Kopf.....was hättest du gemacht wenn es deine Schwester damals gewesen wäre??:roll:

Also damit käme ich gar nicht zurecht.....ehrlich, ich wüßte nicht was ich machen sollte! Das tut mir so leid für dich......und dann auch noch deine Mutter......mit Abschiedsbrief....oh je, wie schlimm......:-(

Aber auch bei meiner Freundin hat es dann noch 13 Jahre gedauert bis ich mich absetzte und ganz ehrlich....eigentlich finde ich es immernoch sehr feige wie ich es gemacht habe, aber anders hätte ich es nicht geschafft, wirklich nicht. Sie drückte immer die Knöpfe bei mir und kannte mich einfach zu gut......:roll:....im letzten Jahr rief sie bei meiner Mutter an, ich ging zufällig ans Telefon.....da blieb mir echt die Stimme weg. Sie gab mir dann nur ihre Nummer und ich solle sie anrufen wenn mir danach ist. Sie liegt noch immer in der Schublade, ich kann sie nicht wegwerfen, aber anrufen werde ich auch nicht......:-?
 
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Meine Tante hat sich mal versucht umzubringen und ich hab sie mit 6 oder so gefunden. Daher hab ich öfter an das Thema gedacht. Aber für mich käme es nicht in Frage, niemals. Ich finde es irgendwie feige sich einfach so davonzustehlen, denn die Menschen die bleiben kommen damit meist auch nicht klar. Auf der anderen Seite muss jeder selbst entscheiden, wie und ob er leben will.
 
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Also damit käme ich gar nicht zurecht.....ehrlich, ich wüßte nicht was ich machen sollte! Das tut mir so leid für dich......und dann auch noch deine Mutter......mit Abschiedsbrief....oh je, wie schlimm......:-(

Aber auch bei meiner Freundin hat es dann noch 13 Jahre gedauert bis ich mich absetzte und ganz ehrlich....eigentlich finde ich es immernoch sehr feige wie ich es gemacht habe, aber anders hätte ich es nicht geschafft, wirklich nicht. Sie drückte immer die Knöpfe bei mir und kannte mich einfach zu gut......:roll:

Ja, einerseits ja. Aber es ist nur schlimm, solange man hadert. Man kann sich auch bewusst machen, dass es Menschen gibt, die aus unterschiedlichsten, ganz anderen Gründen Schlimmeres durchmachen. Oder dass es in Deutschland mindestens eine halbe Million (wenn nicht mehr) Leute in haargenau der gleichen oder doch zumindest sehr ähnlicher Situation gibt. Oder auch: dass die eigene Kraft sehr begrenzt ist. Als Kind oder auch Jugendliche hab ich immer geglaubt, dass ich solche Entwicklungen aufhalten bzw. abwenden könne (oder vielmehr: können müsste) und fühlte mich verantwortlich dafür. Aber das ist zum Glück (naja, weitgehend..) überwunden. Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann, egal, wie sehr man sich ins Zeug legt: Nicht mit Liebe, nicht mit Geduld, nicht mit Hoffnung - und erst recht nicht, indem man das eigene Leben nach hinten stellt. Mit anderen Worten: man kann wirklich lernen, immer besser damit umzugehen. Aber das war harte Arbeit, ist es manchmal noch immer. Vor allem, wenn man auf Unverständnis oder Vorurteile trifft, die nur aus Unkenntnis erwachsen, oder aus Angst. Es gilt ja noch immer als etwas Stigmatisierendes. Und das betrifft nicht nur die Kranken, es betrifft auch deren Familien. Was meinst Du, wie "beglückt" die Eltern meiner Freunde im Regelfall reagierten, wenn ich als feste Freundin ins Spiel kam und sie rausfanden, was Sache ist? Tolle Wurst. Vermutlich wäre es wesentlich akzeptabler gewesen, beim ersten gemeinsamen Essen hingebungsvoll in den Zähnen zu pulen und nebenbei mitzuteilen: "Ach, übrigens, ich habe Fußpilz - Sie auch?"
Aber bevor's ins Anekdotische abgleitet: ich fürchte, ich hab mich weit vom Thema des Threads entfernt. 'Tschuldigung!

Eigentlich wolle ich nur sagen: sich "abzusetzen", wie Du es nennst, Booker, ist ausgesprochen gesund! Und völlig in Ordnung. Man muss sich dem Sog und der präpotenten Wirkung solcher Geschichten nicht aussetzen, wirklich nicht. Dass Du das als Freundin geschlagene 13 Jahre durchgehalten hast, finde ich so erstaunlich wie bewundernswert. Ich kann jeden verstehen, der da irgendwann einen Schnitt macht. Ja, wirklich, definitiv.

Anouk
 
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Also ich bin sehr überrascht über soviele Suizidgedanken!!!
Ich hab auch schon daran gedacht,aber wie und wo?Nicht zu Hause wegen den Kindern!Zum einen will man die Kinder aber nicht alleine lassen und zum anderen denkt man,dass es Ihnen besser geht ohne einem,denn man hat in der Verzweiflung die Kinder nicht mehr so erziehen können wie es sein sollte!
Aber richtig versucht hab ich es letztendlich noch nicht!
 
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